Effektiv fürs Netz produzieren

Begonnen hat dieser Blog nicht mit Texten sondern mit kurzen Videospots, die ich im letzten Jahr (2007) begonnen habe zu drehen.
Ich habe diese Spots vorrangig dazu benutzt, um zu verstehen wie man was für das Internet drehen kann. Ich denke jedes Medium (Film, TV, Web, Handy) braucht auf Grund unterschiedlicher Abspielmedien und Sehgewohnheiten nicht nur die geeigneten Inhalte, sondern auch jeweils maßgeschneiderte Produktionsformen.
Ein Hauptproblem der Netzwelt ist die Kontinuität und Kontinuität kostet Geld oder Zeit.
Einen Videospot kostengünstig zu produzieren ist kein Problem. Aber 50?
Unsere erste Aufgabenstellung war: So viele Spots á block zu drehen wie möglich. Wir haben bis zu 12 am Tag geschafft. Dadurch war es finanziell vertretbar, aber wir verloren eine gewünschte Zeitaktualität, was sofort zu einem inhaltlichen Problem führte.
Es ist soviel einfacher tagesaktuell zu schreiben als immer 2-6 Wochen voraus zu denken. Ein Problem, das fast alle Stand-Up Comedians kennen. Es ist nicht einfach, Nummern zu schreiben, die aktuell wirken, aber 1-2 Jahre funktionieren. Ich weiß viele von uns beneiden die Akteure von Late Night Shows. Auch denen muss was Gutes einfallen, aber zu mindestens wissen sie über was sie schreiben müssen – über den vergangenen Tag.
Wir haben uns jetzt auf 8 Spots pro Drehtag eingependelt. Da wir einen Spot pro Woche rausgeben, haben wir Material für 8 Wochen, was wir als gerade noch planbar einschätzen.
Um die Spots noch spannender zu gestalten, haben wir jetzt für jeden Spot eine neue Location gesucht. Dadurch sind wir mit den 8 Spots ebenfalls an unsere zeitliche Grenze gekommen. Der andere Weg wäre gewesen sich auf eine Location festzulegen, sicherlich noch kostengünstiger, passte aber nicht zu unseren inhaltlichen Ideen.
Die nächste Herausforderung war der Ton. Ich denke man kann bei Internetproduktionen Kompromisse bei der Bildqualität eingehen, leider nicht beim Ton. Es gibt tolle Kameras und super Schnittprogramme für kleines Geld. Am Ton jedoch merkt man schnell wie professionell eine Produktion ist. Das mussten wir leider bei der ersten Produktion „the hard way“ lernen. Mittlerweile unterscheiden wir uns beim Aufwand für den Tonmitschnitt kaum noch von Fernsehproduktionen.
Wir beginnen die dritte Serie der DoD-Spots mit einem Spot zum Thema Ölpreis. Ein Thema, das wahrscheinlich noch lange aktuell sein wird. Die neuen Spots werden immer dienstags gepostet.


[...] ableiten: Nicht nur aufs Fernsehen schielen, sondern versuchen sich durch Live-, Radio-, Webproduktionen so interessant zu machen, dass man immer wieder auffällt, solange bis die Entscheider das Gefühl [...]
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