NightWash on Tour: “Die erste Woche“
Ein kleiner Zustandsbericht. Jetzt bin ich schon seit so vielen Jahren auf Tour, aber irgendwie schlaucht es dich immer wieder.
Eigentlich macht man doch nicht viel. Man fährt bzw. wird gefahren. Hält an einer Autobahnraststätte an und muss sich entscheiden zwischen Cappuccino oder Latte Macchiatto. Checkt im Hotel ein und versucht wie immer erfolglos, das Hotel zu überreden das Frühstück für die armen Künstler ausnahmsweise um eine halbe Stunde zu verlängern.
Macht um 17:30 einen kurzen Soundcheck, hofft, dass jetzt das Essen so schnell wie möglich kommt, damit wenigstens eine Stunde zwischen eben diesem Essen und dem Auftritt liegt. Klappt ja auch jedes vierte Mal!
Dann spielt man, gibt Autogramme und stellt fest, man ist nicht mehr in dem Alter, wo man danach noch zu einer Privatparty eingeladen wird. (Vielleicht traut sich bloß niemand mehr.) Da wir aber mit sieben Leuten unterwegs sind, wird es (leider) nie langweilig.
Der erste Auftritt in Rheda-Wiedenbrück (01.03.09) war der Hammer. 700 durchlachende Zuschauer. Was will man mehr.
Der nächste Termin: Künzelsau (03.03.09) und schon wird es schwierig. Alex und Christoph Sieber werden nervös. DFB-Pokal und Roberto bekommt seinen Laptop nicht an den Start. Sollen die machen was sie wollen, ich sitze ja sowieso immer auf der Bühne. Das Leben ist manchmal unfair.
Anscheinend hat es ja doch funktioniert.
Nächste Tag: Pforzheim (04.03.09). Wieder voll.
Schöne Bühne, doch der allabendliche Ablauf ist wieder derselbe. Nur diesmal spielt Bayern.
In der Pause durfte ich auch mal was sehen, nur keine Tore. Die sind gefallen, als ich wieder draußen war. Habe ich schon mal das Thema Fairness angesprochen? Und ich mag auch noch Bayern. Ja, tut mir leid. So welche gibt es.
Nächster Tag, Ulm (05.03.09). Die am schwächsten besuchte Vorstellung der Tour. So um die 150 Zuschauer, aber die haben Krach gemacht für 500. Quatsch, die Show war die bisher perfekteste der Tour. Sehr auf den Punkt.
Das mussten wir feiern. Johannes (Flöck) hat mich aber gebeten inkognito zu gehen. Das kann er haben. Mich hat keiner erkannt, trotzdem bin ich ständig angeguckt worden. Komisch.
Baden-Baden 06.03.09 sieht so aus, wie man sich Baden-Baden vorstellt. Lüsternd.
Das nenne ich mal eine Bühne, aber ausgehen wollte diesmal mit mir keiner. Weicheier, nur weil die einmal gefeiert haben? Mit den jungen Künstlern ist doch nichts mehr los. Aber weil alle so nett waren, sind wir am nächsten Tag von Baden-Baden nach Saarbrücken durch den Elsass gefahren. Ohne die passende Navi-CD. Wie mutig ist das denn? Alex hat als Erstes ein richtig elsässiges Restaurant gefunden. Aber man soll es nicht glauben, gegenüber der perfekte Laden. Wir kommen rein und was essen die Gäste? Froschschenkel. Legenden werden zur Wirklichkeit.
Alex hat als Erster ein richtig elsässisches Restaurant gefunden.
Saarbrücken bot uns diesmal ein Einkaufszentrum als Spielort an.
Na und? Markus Barth beweist, das Stand-Up überall funktioniert. 350 wild gewordene Saarbrücker können sich nicht täuschen. Leider haben wir nicht alle Danksagungen bei der folgenden Autogrammstunde verstanden. Die sprechen schon eine lustige Sprache dort.
Schnell zurück zum Hotel, wir wollten sehen, wie sich Dave Davis bei Wok-WM schlägt. Er hat extra für diesen Termin die Tour verlassen. Und er wird nur 9. mit seinem Team. Der wird sich beim nächsten Auftritt in Heidelberg was anhören müssen, der Eiskanal-Schwarzfahrer.
Im Moment sitze ich auf der Treppe des Hotels in Heidelberg und versuche ins WLan-Netz des Hauses zu kommen. Erst ist mir dort ein Stecker in der Hand explodiert, was mir natürlich keiner geglaubt hat, bis ich ihnen meine schwarz gefärbte Hand gezeigt habe und dann komme ich nur auf der Treppe ins Netz.
„Generation warme Oberschenkel”
Ok, gleich geht es zurück nach Köln. Aber bevor ich es vergesse: Heute Abend ist ja NightWash im Waschsalon. Ich hätte fast Angst bekommen mich zu langweilen.

wie coooooooool! In 2 jahren bin ich dabei ;-P
.. das ist ja mal eine Ansage!
Ja, und gestern abend war es mal wieder sehr toll im Waschsalon!!
vor allem der marokaner,….wenn der nicht so nervös gewesen wäre hätte der richtig gerockt! Sehr cooler natürlicher stil
Apropos Montag, nach meinem auftritt ist jemand zu mir gekommen und hatte seine meinung abgegeben, dass mein Deutsch “zu schlecht für Komedy” ist.
Unglaublich!
Es war gut genug für Opel, es ist gut genug für euch alle!
hahahhaaa…..bist du der marokaner? Sorry den namen hab ich vergessen! Ist ja wohl ne absolute frechheit so etwas zu jemanden zu sagen, gerade wenn er gut war! es gibt meiner meinung nach nur eine prämisse in der comedy entweder die leute lachen oder nicht! Wenn die leute lachen biste gut wenn nicht schlecht! Egal wie du sprichst oder ob du berühmt bist oder anfänger! Sich sowas anzuhören und dann auch noch nach einem dicken auftritt…..wahrscheinlich auch noch von jmd. Der nochh nie selber einen witz geschrieben hat! zu mir kam mal einer nach m open mike auftritt an und meinte ich wäre zu derbe! Ich hab ihn gefragt ob er gelacht hat und er meinte jap, die ganze zeit….da wußte ich auch nicht was ich denken sollte….muss man erst mal verstehen
Der Marokaner heisst Abdel Karim. Ich war der Engländer, der von der Bühne gefallen ist. Zum Glück würde mein Fall von dem “Sanitätskoffer von Erich Deuser” gebremst.
Ich bin so Englisch, selbst meine Unfälle sind Ironisch. Vielleicht werde ich in Zukunft von einer Ambulanz überfahren.
Sehr lustig: “Von der Ambulanz überfahren zu werden.”
Zu Frage der Sprache kann ich mich Hauke nur anschließen. Ich denke die Frage ist nicht, ob dein Englisch gut oder schlecht ist, sondern ob es reicht damit Leute zu unterhalten. Ehrlich gesagt war ich am Anfang auch nicht ganz sicher, ob du nicht an der Sprache scheiterst, aber dann hast du ganz schnell die Kurve gekriegt und es hat funktioniert. Du machst das schon. KJ
Ja, dieses Problem hatte ich auch am Anfang, wo es nicht gerade einfach ist seinen Humor eins-zu-eins zu übertragen.
Ich habe auch festgestellt, dass die, die mich kritisiert haben, entweder sehr schlechtem English sprachen und dadurch der “Witzmentalität” nicht begriffen hatten, oder waren die, die nie in einer Fremdsprache gespielt haben.
Ob Mittemaier, Engelke, Barth oder Bender, alle die es versucht haben, wissen das es nicht unbedingt leicht ist diese Brücke zu erreichen.
Hut ab an Allen die es schaffen den Humorkultur einer Fremdsprache zu überqueren, egal in welche Richtung, um das zu tun, was wir alle erstreben… Menschen zum Lachen zu bringen.
Ich bin stolz auf dich Steve!
Cheers, Smiles and Laughs,
Johnny
John Doyle rules!
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Für Deuser or Die schreiben und produzieren:
Knacki Deuser, Chris Liebig, Das Stille Wörtchen, Die Herren Vorragend und Steve Dix
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