Spaß, Verzweiflung, die Dritte und ein neuer Titel

Vier Wochen voller Arbeit liegen hinter mir, während derer ich über alles mögliche nachgedacht habe, nur nie über mein neues Programm. Der April stand eher im Zeichnen der Niegelungen und es hat sich gelohnt, sich drei Wochen komplett auf dieses Thema zu fokussieren.
Jetzt steht die NightWash-School vor der Tür, der detaillierte Ablauf und die begleitenden Handouts müssen noch vorbereitet werden. Langsam drängt die Zeit. Letzten Montag (27.04.09) wollte ich die offiziellen Presse- und Plakatfotos aufnehmen. Und wie sooft überkam mich die schon mehrmals beschriebene Panik, wenn es um das Thema Titel- und Pressefoto geht.
„Ist die Idee, die Krise als Grundthema des neuen Programms sowohl im Titel als auch im Foto so deutlich heraus zuarbeiten, wirklich so clever? Nervt das Thema Krise nicht schon? Wie sieht das in 2 Jahren aus?“
Zusammenfassend kann ich sagen, meine innere Entscheidungs-Kommission hat sich gegen das Wort Krise entschieden. Ich kann es selbst nicht mehr hören. Das heißt nicht, dass die Krise bzw. Krisen im allgemeinen kein Thema für mich sind, aber ich hätte gerne eine etwas originellere Herangehensweise. Kurzer Hand sagte ich das Fotoshooting ab, was auf allgemeines Gegrummel gestoßen ist. Wir brauchen jetzt wirklich die Fotos für die Programmhefte der Theater. Tut mir leid, aber diesmal mache ich keine Kompromisse bei Titel und Foto.
Letzte Woche, genau genommen Mittwoch, früher Nachmittag, hatte ich plötzlich, ohne einen ersichtlichen Grund zwei Stunden Spaß am Leben. Und sofort fühlt ich mich schuldig. Wie kann man sich heutzutage in Zeichen einer noch lange nicht überwundenen Wirtschaftskrise, im Zeichen der Schweinegrippe, eines fehlenden internationalen Fußballstandards in Deutschland und einer endgültig heraneilenden Klimakatastrophe, hatten wir nicht den wärmsten April seit 120 Jahren, gut fühlen? Geht nicht, können wir nicht und haben wir auch nie gelernt. Aber wann sind wir Deutschen am Besten?
Die Geschichte hat es uns doch ganz klar aufgezeigt, wenn wir uns schuldig fühlen. Das ist mein Thema: wir in Deutschland können einfach besser leiden als genießen.
„Mist, mir geht es gut.“
Und damit habe ich auch einen neuen Titel, der mir gefiel und sofort einen Rattenschwanz an Arbeit nach sich zog.
Kann ich meine vorhandenen Ideen jetzt noch weiterbenutzen. Ja, denn ohne das Thema „Krisen“ müsste ich mich ja gar nicht für meine Gefühle entschuldigen.
Das größere Problem ist der Pressetext, der natürlich komplett umgeschrieben werden muss. Womit ich auch am Freitag auf Rückfahrt von Bremerhaven nach Köln (NW-Club) begann. Die Fahrt dauerte ca. vier Stunden und ich bin immer noch nicht fertig. Pressetexte nerven.

geiler Titel. viel Besser als das mit der Kriese. *thumbs up*
Dieser undefinierbare Blick, gepaart mit diesem aussagekräftigen “Schild” in den Händen (du klammerst dich ja nahezu daran fest) … Also ich hab’s soeben zufällig entdeckt und schon gleich nach der ersten zwei Sek. schelmisch grinsen müssen – gefällt mir echt gut! Vor allem der Smilie am Daumen. Moustache auf dem Zeigefinger?! Nee, DAS wär’ mal ‘ne innovative Tattoo-Idee …
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