Die NightWash School (Part I)

Seit Wochen, wenn nicht sogar schon seit Tagen, gab es bei uns im Büro kein anderes Thema mehr als unsere NightWash School.
Wo findet sie statt? Wie lange? Wieviele Schüler nehmen wir auf? Gibt es eine Präsentation? Handouts? Feedback-Bögen? Macht es überhaupt Sinn, solche Kurse anzubieten?
Die letzte Frage kann ich natürlich nur aus meiner Sicht beantworten, die aber mit einem klaren Ja. Und noch etwas wurde mir wieder klar. Ich habe ganz vergessen wie anstrengend Unterrichten ist.
Sorry, liebe Lehrer für all die bösen Witze, ihr habt da schon einen echt schwierigen Job. Natürlich geht das mit Witzen weiter, aber ihr solltet zumindest verstehen, dass auch Comedians gelegentlich ein schlechtes Gewissen haben.
Ursprünglich wollte ich maximal 10 Schüler/-innen pro Kurs zulassen. Da kurzfristig zwei Teilnehmer den Kurs wechseln mussten, hatte ich 8 Teilnehmer. Ein Glück, denn das war für den Anfang mehr als genug.
Freitag Nachmittags ging es los, pünktlich 15.00 Uhr, schließlich sind wir ja eine deutsche Comedyschule. Dafür waren wir aber erst kurz vor 21.00 Uhr fertig und nicht um 19.00 Uhr. Super, gerade mal angefangen und schon Überstunden.
Und wenn schon Stand-Up dann auch richtig. Ich habe mein Büro im Vorfeld schon etwas in Unruhe versetzt.
„Ich will eine Bühne, Anlage, Mikro und einen vernünftigen Videomitschnitt.“
Zum Glück sind unsere Büros so groß, dass wir einen Präsentations-, einen Caterings- und einen Auftritts-Bereich einrichten konnten.
Fabian (Hintzen) gibt wie immer alles und die Kamera zeichnet tatsächlich auch auf.
Ich werde hier natürlich keine Kommentare zu den einzelnen Teilnehmeren abgeben, (Vielleicht sollte ich in Zukunft besser von den Teilnehmerinnen sprechen, denn es waren 6 Frauen und 2 Männer? (Sorry, Fabian und Michi.) Ich darf aber wohl sagen, dass das Wochenende sogar meine positive Grundeinstellung übertroffen hat. Die waren ja alle lustig, sogar die Frauen!
Jennifer ist nicht nur lustig, sondern auch hochdramatisch.
Ich habe versucht eine Mischung aus theoretischen Erklärungen (20 %) und praxisorientierter Arbeit zu schaffen (Klingt doch fast schon nach dem Vorwort eines von der Kulturminsterkonferenz abgenommenem Curriculum).
Bei meinen theoretischen Ausführungen fragte ich mich schon das ein oder andere Mal, ob nicht einige wünschten, dass sie jetzt mal langsam zum Ende kämen und sie endlich ihre Nummern präsentieren konnten. Kann ich verstehen, aber irgendwann werdet Ihr merken wie wichtig es ist den Markt oder Techniken theoretisch zu verstehen. Und davon bringt mich niemand ab.
Das ist gar nicht der Präsentationsraum, aber für ein paar theoretische Ausführungen muss immer Zeit sein. Wahrscheinlich bin ich erst dann endgültig mit dem Leben im Reinen, wenn vor meinem Namen „Prof.“ steht.
Das Hauptproblem solcher Kurse ist, dass jeder mit einem ganz anderen Problem oder anderen Wünschen ankommt. Einige wollten gerne ihre Nummern inhaltlich überarbeiten, andere hatten eher Fragen zur Präsentation, andere überlegen wie sie Ausschnitte aus ihrem 90-minütigem Programm herausfiltern können. Für mich war es wichtig, dass jeder (Mist – jede), eine fertige Nummer mitbrachte, an der wir exemplarisch weiterarbeiten konnten. Daher habe ich neben der Gruppenarbeit sowohl Samstags und Sonntags für alle auch eine individuell Session (jeweils 30 Min.) eingelegt. Das waren letztendlich die wirklich anstregenden und rückblickend auch richtig erfolgreichen Momente. Ich habe in vielen Fällen das Gefühl, dass wir hier große Fortschritte erzielt haben.
So unterschiedlich die Vorkurs-Erfahrungen und die Erwartungshaltungen der Teilnehmerinnen waren, so unterschiedlich sind auch die Ergebnisse. Doch ich habe niemanden gesehen, der nicht viel besser aus diesem Wochenende heraus gegangen ist als sie oder er hinein gegangen ist.
Mir ist klar geworden, dass wir in Zukunft noch mehr versuchen werden die unterschiedlichen Kurse aufeinander abzustimmen. Aus diesem Gedanken heraus haben wir auch festgelegt, dass jeder der mehr als einen Kurs in einem Jahr bucht für die nächsten Kurse jeweils eine 20-prozentige Ermäßigung erhält.
Und – ich werde spätestens ab 2010 unterschiedliche Schwierigskeitsgrade anbieten. Mein persönliches Interesse ist neben dem allgemeinen Wunsch Menschen zu motivieren sich kreativ zu betätigen, eine klare Eliteförderung. Für meine Kurse werde ich wahrscheinlich noch weniger Teilnehmerinnen aufnehmen und dafür noch intensiver in die Einzelarbeit gehen (Wird bestimmt auch was teuerer, lohnt sich aber garantiert!).

Danke, es hat richtig Spaß gemacht (und ich habe sogar 2x richtig gelacht.)

great thing.
Hallo,
Meine arme Seminargruppe musste mich gestern und heute schwer ertragen. Bestes Lob: “Boh, der war jetzt fies, aber sehr lustig!”
ich fange langsam an, die Erkenntnisse vom Wochenende zu verarbeiten. Ich habe wirklich viel gelernt. Nachdem ich auch noch die Sache mit den Gags verstanden hatte, denke ich bei jeder (un)passenden Gelegenheit an Oneliner.
Wie ich das Video verarbeiten werde, das weiß ich noch nicht. Vielleicht stark sein und aus den Fehlern lernen?
Superkurs! Du hast echt schwer geackert mit uns allen am Wochenende. Dankeschön! Danke auch an “Björn” für die gute Betreuung. Freue mich auf weitere Workshops!
Viele Grüße
Sandra
… siehste, der Blog ist doch für was gut … hier an der Ostsee scheint gerade die Sonne … bis nachher
Hallöle Zusammen,
welch großartiges Wochenende wir doch zusammen hatten, es hat einfach riesigen Spaß gemacht , wieviel wir mit guter Laune lernen können – wenn Unterricht doch nur immer so angenehm und lehrreich wäre – ja dann säße ich jetzt wohl im Bundeskanzleramt und Frau Merkel brächte mir die Post.
DANKE für alles & auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen.
Liebe Grüße,
Sandra us Bickendorf
Der NW-Schul-Kurs hat’s gebracht:
http://www.esistdeinezeit.de/Helden/Play/ute_hamelmann
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