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Must See: Woody Allen

Steve Dix 19. Juni 2009 kein Kommentar


Woody Allen (31) erklärt seine Comedy Philosophie im Jahre 1967

Inside Woody Allen
(Original von Steve Dix. Ü: Chris Liebig. Den englischen Original-Text findet Ihr unter diesem Text.)

Noch vor dem Regisseur Woody Allen, Woody Allen dem Schauspieler, Drehbuchautor und Musiker und Woody Allen dem Tratsch-Skandal gab es Woody Allen den Stand-Up Comedian.

Allen besuchte die Universität zu New York, wurde aber nach einem Jahr rausgeschmissen. Dafür rächt er sich  in dem er die NYU regelmäßig in seinen Gags durch den Kakao zieht. Glücklicherweise fand er einen Job als Gag-Schreiber und als er 17 wurde schrieb er schon für das Fernsehen. Daraufhin fragte er sich ob er, wenn er die Gags schon schreiben, diese nicht auch vortragen konnte. Das Resultat dieser Überlegungen war der Beginn seiner Stand-Up Karriere im Jahre 1961.

Woody Allen ist ein klassisches Beispiel dafür, wie die eigene Persönlichkeit als die Basis für Comedy genutzt wird. Indem er seine eigenen Schwächen überzeichnet (er gibt offen zu das er regelmäßig zur Psychoanalyse geht), erfand er den neurotischen jüdischen New Yorker. Diese Figur ist so stark dass sie nicht nur in seiner Comedy auftaucht, sondern auch in den meisten seiner Filme. Sogar die Filme in denen er nicht den neurotischen Intellektuellen spielt, gehen in diese Richtung,  weil er hier unbedingt versucht von dieser Rolle wegzukommen. Diese Charakterisierung ist so stark das sie zu einem eigenen Stereotyp wurde. Ich habe diesen sogar in meiner eigenen Nummer genutzt.

Allens Vorgeschichte als Stand-Up-Comedian hat direkten Einfluß auf seine Filme, in denen er oft die “vierte Wand ” durchbricht und das Publikum direkt anspricht. Zum Beispiel zu Beginn des Films ‘Annie Hall’ (und später in der Kino-Schlange) oder in ‘Love and Death’ (in welchem zufällig der Sohn des Ladenbesitzers bei mir um die Ecke, Chris Saunders mitspielt – an alle Freunde der Fakten!)

Nun aber zurück zum Stand-Up. Wahrscheinlich kommt Dir Allens Material ziemlich bekannt vor. Das liegt daran das es die letzten 40 Jahren schamlos von anderen Stand-Up-Comedians kopiert wurde. Aber hört mal genau hin: Er rangiert mit Themen die manche Comedians in Jahren nicht anfassen würden. Oder die Comedians würden verstoßen weil sie nicht so subtil wie er damit umgingen.
Einem Pferd LSD zu geben könnte beispielsweise von schlechtem Geschmack herrühren oder Anschuldigungen wegen Tierquälerie mit sich führen. Aber er schafft es aus dem Stegreif sofort wieder in eine Geschichte zu schlüpfen. Die meisten seiner frühen Nummern besteht darin eine grundlegende Tatsache oder Geschichte zu nehmen und sie dann mit auf einen surrealen Flug der Phantasie zu nehmen der alle Dinge aus den Angeln hebt. Ein Beispiel ist der Klassiker die ‘Elch-Nummer’, die damit beginnt das Allen auf der Jagd ist, doch die Richtung ändert sich auf unvorhergesehene Weise:


The Moose (Der Elch)


2nd Marriage (Die 2. Heirat)

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Englischer Originaltext von Steve Dix:

Inside Woody Allen

Before Woody Allen the director, Woody Allen the Actor, playwright and musician, and Woody Allen the Tabloid scandal, there was Woody Allen the stand-up comedian. Allen attended New York University, but was thrown out after one year – he delights in taking constant revenge for this by making NYU the butt of many of his jokes. Fortunately, he was able to get a job as a gag writer, and by the time he was 17, was writing for television. He then decided that if he was writing the jokes, why couldn’t he deliver them as well? To that end, he started a career as a stand-up comic in 1961.

Allen is a classic example of using your own personality as a basis for comedy. By amplifying his weaknesses, (he admits to being regularly psychoanalysed, and often refers to Psychoanalysis in his performances) he invented a neurotic Jewish intellectual New Yorker, a theme so strong that it ran not only through his comedy, but also through most of his films. Even the films where he doesn’t play the neurotic intellectual are like that because he’s trying to get away from the character. The characterisation is so strong that it’s become a stereotype. I’ve even used it in my own act.

Allen’s stand-up background clearly comes to the fore in his films, where he often „breaks the 4th wall“ and addresses the audience directly, for example, at the start of „Annie Hall“ (and later on in the cinema queue), or „Love and Death“ (which, coincidentally, features the son of our local shopkeeper, Chris Saunders, fact fans!)

But back to the standup. You’ll probably find Allen’s material very familiar, as he’s been shamelessly ripped off for 40 years by other stand-up comics. But listen closely : he tackles subjects which other comedians wouldn’t touch for years, or would be ostracised for tackling less subtly. Giving LSD to a horse could, for example, lead to accusations of bad taste and animal cruelty, but he manages to slip it into a story in an almost offhand manner. Most of his early comedy consists of taking a basic fact or story, and then taking it on a surreal flight of fancy that exaggerates things out of all proportions – for example, the classic „Moose“ story, which starts with Allen out hunting, but changes direction unpredictably.

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