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Stand-Up A-Z: R wie Regie

KJ Deuser 22. Juli 2009 kein Kommentar

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Braucht man Regie? Wie sieht die aus? Wer kann das machen? Wie bezahlt man solche Arbeit?

Wenn du als Schauspieler arbeitest, stellst du dir diese Frage wahrscheinlich nie. Natürlich arbeitet man mit einem Regisseur oder einer Regisseurin. Wie denn sonst?
Die Stand-Upper sehen das schon anders und der, der nur einmal einen Vortrag halten soll, weiß wahrscheinlich gar nichts mit dieser Frage anzufangen. Nicht nur dass Stand-Upper meistens alleine arbeiten, sie schreiben auch ihre Texte in der Regel selber. Daher arbeiten viele Stand-Upper eher mit Autoren als mit einem klassischen Regisseur zusammen. Dennoch kann eine Arbeit, die über das Schreiben hinaus geht, Sinn machen. Wie baue ich mein Programm dramaturgisch auf? Kann ich meine Präsentation verbessern? Kann man den Vortrag noch besser inszenieren? Bühnenbild, ja oder nein? Lichtinszenierung? Kleidung?

Die Frage, ob ihr einen Autor oder einen Personalcoach oder einen Regisseur braucht, hängt nicht nur von der Notwendigkeit, sondern oft auch vom vorhanden Budget ab. Grundsätzlich möchte ich anmerken, wenn ihr die Chance habt, mit jemandem zusammen zu arbeiten, nutzt diese Chance. Es kann nur helfen. Und es muss nicht nur eine Person sein. Unterschiedliche Fragen führen zu unterschiedlichen Helfern. Ein guter Autor hilft meiner Meinung nach immer und sei es, dass er euer Material hinterfragt. Ein Coach ist eher jemand mit dem ihr an euren Grundlagen arbeitet und der euch regelmäßiges Feedback gibt. Ein Regisseur hilft euch vor allem, wenn es um die Inszenierung eines größeren Vortrages oder des eigenen Soloprogramms geht. Es gibt mittlerweile wirklich gute Regisseure für Stand-Upper, z. B. Gregor Mönter, Markus Barth, Detlev Winterberg, Hans Kieseier, Michael Ehnert und nicht zuletzt Thomas Hermanns.

Was die Bezahlung angeht, gibt es viele Ansätze. Tagespauschalen von 100,- bis 1500,- €, Projektpauschalen oder prozentuelle Anteile der Programmeinnahmen (3% -10 %, je nach Aufwand). Gerade die letzte Variante, gegebenenfalls gekoppelt mit einer geringen Basispauschale, halte ich für eine faire Variante. Zumindestens kenne ich es so aus England und den USA. Erfahrungsgemäß tun sich aber Comedians in Deutschland damit sehr schwer, vielleicht weil man, wie oft im Leben, Angst hat zu viel von der Taube auf dem Dach abzugeben. Investieren lohnt sich immer!!!

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