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Must See: Steven Wright

Steve Dix 30. Juli 2009 kein Kommentar

stevenwright

Auf Grund des 40-Jährigen Jubiläums der Mondlandung (Titel notieren), schauen wir uns jemanden mit einer speziellen Weltallverbindung an: Steven Wright. Nein, nicht weil er auf einem anderen Planeten lebt: Sondern weil Steven Wrights Vater bei elektronischen Tests für das Apollo Projekt beschäftigt war und eine Menge seiner Arbeit auf dem Mond gelandet ist. Manche würden sagen, dass sein Sohn immer noch dort lebt…

Im England der Mit-achtziger, haben Comedy begeisterte regelmäßig „Des O’Connor Tonight“ eingeschaltet. Die Grundlage dieser Show war eine Celebrity Chat Show, gestützt auf Des der ein paar Durchschnitts Lieder für das Oma Element im Publikum trällerte –
Ein bisschen so wie eine Englische Version von Heino nur ohne die Sonnenbrille und das blonde Haar. (Des war ein riesen Hit bei meiner Oma – dieselbe die mir das Bill Cosby Album kaufte.)
Da die Show eine Chat Show war, waren regelmäßig Amerikanische Comedians vertreten. Zu dieser Zeit war die Englische Comedy Szene in zwei Lager aufgeteilt: Die alten Wächter, die aus dem Arbeiterbezirk kamen und oft auf sexistischen und rassistischen Humor in Form von Straßenwitzen aufbauten und „Alternative Comedy“ welche auf den observatorischen Amerikanischen Stil zustrebte. Man darf raten welche der beiden interessanter war.

Jedenfalls habe ich weiter zu BBC2 geschaltet, kam an Des Einführungssong vorbei ohne den Willen zu Leben zu verlieren und war plötzlich mit einem sehr Schafsgesichtigen, unglücklich aussehenden Amerikanischen Charakter konfrontiert der noch nicht einmal das Publikum beachtete sondern nur auf der Bühne umherwanderte, Mikrofon in der Hand haltend einen surrealen Monolog lieferte.

„I have a decaffinated coffee table.
You wouldn’t know it just to look at it.“

(“Ich habe ein entkoffeiniertes Kaffetischchen.
Man würde nur beim Anblick nie darauf kommen.”)

„The other day somebody stole everything
in my apartment and replaced it with an
exact replica… When my roommate came
home I said, ‘How did this happen?’ He said,
‘Do I know you?’”

(“Letztens hat jemand alles aus meiner Wohnung geklaut und mit exakt den gleichen Dingen ersetzt. Als mein Mitbewohner nach Hause kam habe ich gesagt: „Wie ist das passiert?“ Er sagte: „Kennen wir uns?“„)

„When I die, I’m going to leave my body to
Science Fiction“

(„Wenn ich sterbe, übergebe ich meinen Körper der Science Fiction.“)

Wer war dieser Mann der solch seltsame und lustige Dinge sagte? Am Nächsten daran in der Englischen Comedy war Spike Milligan (der in einem Interview einen der oben stehenden Witze als einen seiner Favoriten zitierte.) Ich war gefesselt, genauso zweifelsohne Menschen wie Mitch Hedberg und Jimmy Carr (der höchstwahrscheinlich auch an dem Abend zuschaute…)

Steven Wright vermittelt seine Comedy indem er lang und langsam affektiert spricht während er über die Bühne schreitet.
Im Unterschied zu den anderen Comedians, ignoriert er oft das Publikum und macht den Anschein als führe er Selbstgespräche. Er ist der König des trockenen Humors und man kann sich sicher sein, dass Mitch Hedberg ihm viel zu verdanken hat. Aber während Hedberg die Surrealität des täglichen Lebens aufzeigt, ist Steven Wrights Vorgehensweise wie die eines Salvador Dali – wenn dieser Stand-Up Comedy machen würde- und ich meine beides mit Bezug auf Surrealität und Kunstfertigkeit.

Wright erklärt, dass er all seine Spiegel zuklebt um sich davor zu schützen in eine alternierende Dimension zu fallen (beschattet von „The Twilight Zone“ sowie von „Durch den Spiegel und was Alice dort fand“) – und das ist einer seiner eher normalen Witze. Wenn man Ihn anschaut dann weiß man nicht so recht ob er selbst all diese Dinge glaubt. Er sieht sicherlich aus wie ein verrückter Ausgestoßener den man mit sich selbst redend in der U-Bahn vorfinden würde. Glücklicherweise hat er im Wahren Leben alles im Griff und ergänzt seine Comedy mit Schauspielern und Filmemachen: Er trat in „Reservoir Dogs“ auf und hat sogar einen Oscar für seinen Film „ The Appointments of Dennis Jennings“ gewonnen. Er hat seine eigene Website unter:
http://www.stevenwright.com/ welche die folgende exzellente Biografie beinhaltet:

„ Ich wurde geboren. Als ich 23 war, habe ich angefangen Witze zu erzählen. Dann habe ich angefangen zum Fernsehen zu gehen und Filme zu machen. Das mache ich immer noch. Ende.“

<Übersetzung aus dem Englischen von Anna Kowol nach dem Originaltext von Steve Dix>

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