Stand-Up A-Z: F wie Frustfaktor

Man kann verhältnismäßig schnell erklären – und auch verstehen – was das Faszinierende an Auftritten und der Arbeit auf der Bühne ist: sich ausleben zu dürfen, direktes Erleben seiner Arbeit, Bestätigung, Aufmerksamkeit bis ihn zum Ruhm und möglicherweise sogar viel Geld.
Was wie eine tolle Sache klingt, ist zugleich auch die Kehrseite dieses Jobs. Die Öffentlichkeit macht dich und deine Arbeit transparent, vergleichbar und angreifbar. Zuschauer haben sofort eine Meinung zu dir und auch du siehst ganz genau, wo du innerhalb dieser Welt stehst.
Es ist sehr einfach in diesem Umfeld frustriert zu sein. Egal wie gut du bist, mit Sicherheit kennst du mindestens eine Person, die weiter und schneller nach vorne gekommen ist als du. Ist es nicht so? Diese Welt ist nicht fair, wer hat das auch behauptet? Aber diese Welt bietet Chancen und die musst du ergreifen. Und – ganz, ganz wichtig – alles braucht seine Zeit. Halte durch und genieße, das was du erreicht hast, an statt ständig auf die anderen zu schielen. Das ist pure Zeitverschwendung. Ich weiß, es ist leichter getan als gesagt. Trotzdem: Nicht heulen – lachen!
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Dies ist ein Auszug aus meinem kommenden Buch „How to be lustig“ (VÖ: Herbst 2009).
Die Illustration hier und im Buch kommen von Attik Kargar.


“Es ist sehr einfach in diesem Umfeld frustriert zu sein.” ist ein schöner Satz aus diesem Auszug.
Sehr frustrierend für Comedians (und andere Künstler) ist vor allem die Vorgehensweise – Blick auf auf den Künstler – Schublade auf – Künstler rein – Schublade zu. Aufschrift “Nö, das passt nicht” – ohne sich wirklich mit dem was der Künstler auf die Bühne bringt, auseinander gesetzt zu haben. Daily Business, oder?
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