Stand-up A-Z: A wie Anfänge
Nichts ist im Leben so schwer wie anzufangen (und ich rede hier nicht NUR von einem Stand-up Act). Ich wollte mal ein ganzes Buch über Anfänge schreiben. Mir ist aber kein vernünftiger Anfang eingefallen.
Die einfachste Regel lautet. Entweder du beginnst mit einem Mördergag (Mördergag = absoluter Bringer, Killer, Home Run, auf deutsch: nicht schlecht; (Deutsch – Comedy, Comedy – Deutsch)), oder du sagst erst einmal Hallo. Doch selbst wenn du den Mördergag hast, solltest du danach Hallo sagen. Erstaunlich wie oft Leute vor lauter Nervosität oder Fokussierung auf ihren Vortrag vergessen die anwesenden Menschen zu begrüßen. Nichts ist so entscheidend wie die Begrüßung (the first impression). Ehrlich gesagt: Vergesst den Mördergag. Wehe er klappt nicht. Ein misslungener Anfang macht mehr kaputt, als ein einzelner Anfangsgag euch jemals bringen kann. Es macht viel mehr Sinn eure Energie in ein ganz „normales Anfangen“ zu investieren.
Jeder Anfang ist wie das Warm-up einer TV-Show oder der Beginn einer Dompteurnummer. Hallo sagen, sich kurz vorstellen ohne anzugeben, und zeigen, dass ihr die Bühne unter Kontrolle habt. Nervosität ist legitim. Ihr müsst nur klarstellen, dass sie euch nicht hindert, hier auf der Bühne zu stehen. Geht auf euer Publikum ein und vermittelt ihnen das Gefühl, dass der heutige Tag etwas ganz besonderes ist. Zu Beginn eines Vortrags ist Sympathie wichtiger als jeder Gag oder jede Information. Sobald das erreicht ist, (in der Regel 1 – 2 Minuten) könnt ihr loslegen, und jetzt konzentriert euch auf den Vortrag.
- Nichts ist so schwer wie der Anfang. Deswegen fangt einfach an.
- Am Anfang schlägt Sympathie jeden Gag.
- Geht auf euer Publikum ein und sagt zu erst einmal „Hallo“. (Einer der banalsten und effektivsten Tricks.)



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