Bühnenstories, Niegelungen, Schicksalsschläge »
Bin ich noch nervös vor Auftritten? Selten und das macht die Nervosität so extrem heimtückisch. Früher war es einfacher, da wusste ich, in 2 Stunden trittst du auf und logischerweise fühlst du dich gleich so richtig übel und beginnst über neue Berufsmöglichkeiten nachzudenken. Das war anstrengend, aber berechenbar. Heutzutage werde ich immer entspannter je näher der Auftritt rückt. Die Gewissheit, dass mittlerweile sogar Menschen zu meinen Auftritten kommen, die nicht mit mir verwandt sind und das Gefühl, einer grundsätzlichen Kontrolle über meine Arbeit puscht mich jedes mal enorm.
Dummerweise trifft diese …
Stand-Up A-Z »
Gute Texte basieren häufig auf guten Beobachtungen.
Man muss sie nur haben. Genau wie das Auftreten muss man auch das Beobachten lernen und trainieren. Die ersten Tipps, die ich bekommen habe, lauteten: „Jetzt setz dich einfach mal in die U-Bahn und beobachte.“ Habe ich natürlich gemacht. Ich also ab in die U-Bahn und dann guckte ich und guckte und guckte und am Ende hatte ich so viele Eindrücke, dass ich gar nicht mehr wusste, was ich alles gesehen habe.
Stand-Up A-Z »
Braucht man Regie? Wie sieht die aus? Wer kann das machen? Wie bezahlt man solche Arbeit?
Wenn du als Schauspieler arbeitest, stellst du dir diese Frage wahrscheinlich nie. Natürlich arbeitet man mit einem Regisseur oder einer Regisseurin. Wie denn sonst?
Die Stand-Upper sehen das schon anders und der, der nur einmal einen Vortrag halten soll, weiß wahrscheinlich gar nichts mit dieser Frage anzufangen. Nicht nur dass Stand-Upper meistens alleine arbeiten, sie schreiben auch ihre Texte in der Regel selber. Daher arbeiten viele Stand-Upper eher mit Autoren als mit einem klassischen Regisseur zusammen. …
buch »
Ich sitze gerade an dem Vorwort für mein Buch („How to be lustig … “) und das schon seit Stunden, denn meine Lektorin hat mir gesagt, das wichtigste an einem Sachbuch sei das Vorwort. Die muss es ja wissen. Mittlerweile habe ich deren Drei. Das Tolle an einem Blog ist jedoch, man kann sie alle posten und der, der am wenigsten kritisiert wird, wird dann genommen. Vielleicht wird der folgende Text dann zum Klappentext, denn der sei gemäß meiner Lektorin ja das wichtigste eines jeden Buches.
Vorwort Nr. 3:
„How to be …
Stand-Up A-Z »
Deutscher Comedypreis 2008. Dieter Nuhr hat so eben das erste Mal die TV-Show moderiert. Nicht schlecht.
Olaf Schubert ist zum besten Nachwuchs-Comedian gewählt worden. Geht doch.
Auf der Aftershow-Party sprangen sie dann alle rum. Atze, Cindy, Pastewka, Anke Engelke, Mario Barth, Johann König, Hennes Bender, Michael Kessler, Ausbilder, Pocher, Dave Davis (wurde gerade mit Bruce Darnell verwechselt), Bülent Ceylan, Eckardt von Hirschhausen, Johannes Flöck, Ingo Applet, Rüdiger Hoffmann, Hugo Egon Balder…
Newspresso »
Bühnenstories, Schicksalsschläge »
Ich weiß nicht, was mich an diesem Tag mehr verblüfft hat, dass Kinder immer noch Gabi heißen oder die Tatsache, dass ich jetzt seit über zwanzig Jahren in Köln wohne und noch nie im Sommer nach Rodenkirchen zu den dortigen kleinen Rheinbuchten mit ihren großen Sandstränden gefahren bin? Mir ist oft davon erzählt worden, aber ich weiß auch das Kölner, wenn es um die Schönheit ihre Stadt geht, gerne übertreiben. Köln ist lustig, ja, aber schön? Nein!
Doch die Sandstrände sind es tatsächlich und bei 28 Grad fühlte ich mich fast …
Stand-Up A-Z »
Warum lacht man?
Es gibt einen ganzen Wissenschaftszweig, der sich mit dieser Frage beschäftigt, die Gelotologie. Man geht davon aus, dass Lachen eine angeborene Fähigkeit ist, mit der man auf komische Situationen reagiert. Lachen kann aber auch eine Form der Entlastungsreaktion nach überwundenen Gefahren sein oder als Abwehrmechanismus gegen spontane Angstzustände eingesetzt werden.
Keine Angst, ich möchte jetzt niemanden in Extremsituationen versetzen, damit es zu einem befreienden Lachen kommt. Die entsprechenden Nahtoderfahrungen kommen beim ersten Auftritt sowieso von ganz alleine. Trotzdem ist ganz hilfreich zu wissen, wie man Lachen gezielt bewirken …
Schicksalsschläge »
2005, Herbst, Aufzeichnung von NightWash für den WDR, 30 Sekunden vor dem Schluss der Nummer des letzten Künstlers, Fatih Cevikkollu, ein kurzer Stromausfall. Ist ärgerlich, passiert aber. In solch einem Fall wird die Nummer kurz abgebrochen, man wartet, bis die Technik wieder läuft und der Künstler setzt kurz vor der abgebrochenen Stelle noch einmal an.
Kaum hatte Fatih wieder angefangen, dasselbe Problem. Schon ärgerlicher. Man spürte, wie alle etwas unruhig wurden, aber Fatih, super cool, setzte die Nummer auch noch ein drittes Mal an. Exakt an derselben Stelle der nächste Abbruch. …
Schicksalsschläge »
In einem der letzten Artikel habe ich über die Idee geschrieben, dass Tiefschläge die besseren Inspirationsquellen für Veränderungen und Weiterentwicklungen sind als Erfolge und leichte Siege.
Drei solcher Tiefschläge habe ich schon im letzten Jahr beschrieben: Jugenderinnerungen I bis III.
Jetzt habe ich noch einmal alle meine vermeintlichen physischen und emotionalen Unfälle und Bühnen-Katastrophen unter der Prämise „haben mich solche Momente wirklich weitergebracht?“ betrachtet.
Und ich habe einige Beispiele gefunden bei denen diese Theorie voll zutrifft. (Die anderen erzähl ich natürlich nicht…) Der vorläufige Arbeitstitel dieser neuen Rubrik lautet: kleinere Schicksalschläge…
Bild: CC by …

