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	<title>Deuser or Die &#187; Bühnenstories</title>
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	<description>das Comedy Blog</description>
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		<title>10 Jahre NightWash, das gibt es nur einmal!</title>
		<link>http://www.deuserordie.de/2010/07/14/10-jahre-nightwash-das-gibt-es-nur-einmal/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 14:11:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Burkhardt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Das gibt es wirklich nur einmal und wird DAS Comedy Event des Jahres! Einen kleinen Vorgeschmack, was Euch erwarten wird, seht Ihr in unserem neuen kleinen Trailer.
Viel Spaß beim Anschauen und Weiterleiten!

Alle Infos zur Veranstaltung am 20.08.2010 im Kölner Tanzbrunnen findet ihr hier
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/WG5pUEbPtfg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/WG5pUEbPtfg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<p>Das gibt es wirklich nur einmal und wird DAS Comedy Event des Jahres! Einen kleinen Vorgeschmack, was Euch erwarten wird, seht Ihr in unserem neuen kleinen Trailer.</p>
<p>Viel Spaß beim Anschauen und Weiterleiten!<br />
<span id="more-2639"></span><br />
Alle Infos zur Veranstaltung am 20.08.2010 im Kölner Tanzbrunnen findet ihr <a href="http://www.nightwash.de/nightwash/tour/06715.html">hier</a></p>
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		<title>Newspresso #91: Maradonna wir kommen!</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 16:09:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Burkhardt</dc:creator>
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Heute, also Mittwoch, gibt es das Newspresso auf das alle seit Montag gewartet haben. Wegen einer ausgedehnten Feier zum Sieg der Deutschen Nationalelf gegen die Englischen Kicker, konnten wir erst heute das neue Newspresso drehen.
Dieses mal geht es natürlich um die WM, ebenso wie um die FDP, die gerade den Möllemann macht, BP, Maradonna, Ballack, den neuen Bundespräsident und und und, schaut es Euch doch einfach selbst an.  Viel Spaß.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="591" height="356"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/MuI3ffURMAI&#038;hl=en_US&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/MuI3ffURMAI&#038;hl=en_US&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="591" height="356"></embed></object></p>
<p>Heute, also Mittwoch, gibt es das Newspresso auf das alle seit Montag gewartet haben. Wegen einer ausgedehnten Feier zum Sieg der Deutschen Nationalelf gegen die Englischen Kicker, konnten wir erst heute das neue Newspresso drehen.<br />
Dieses mal geht es natürlich um die WM, ebenso wie um die FDP, die gerade den Möllemann macht, BP, Maradonna, Ballack, den neuen Bundespräsident und und und, schaut es Euch doch einfach selbst an.  Viel Spaß.</p>
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		<title>NightWash &amp; Comedy Lab</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 12:30:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
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Auch wenn ich mich wiederhole: „Bin ich froh, dass ich mit diesem Blog begonnen habe! Denn ohne ihn hätte ich wahrscheinlich nicht all die Projekte gestartet, die ich jetzt abarbeiten muss.“
Timing ist im Leben halt alles. Ok, ich habe im Bereich Timing immer noch ein gewisses Verbesserungspotenzial, aber besser zu viel Arbeit als keine! Oder?!
NightWash läuft ab dem 05.11. wieder im Fernsehen. Jeden Donnerstag um 21:15 auf Einsfestival. Endlich wieder aus einem Waschsalon. Die ersten Aufzeichnungen haben wir hinter uns gebracht und es werden super Sendungen. Ein besserer und coolerer ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2188" title="123" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/11/123.jpg" alt="123" width="431" height="318" /></p>
<p>Auch wenn ich mich wiederhole: „Bin ich froh, dass ich mit diesem Blog begonnen habe! Denn ohne ihn hätte ich wahrscheinlich nicht all die Projekte gestartet, die ich jetzt abarbeiten muss.“<br />
Timing ist im Leben halt alles. Ok, ich habe im Bereich Timing immer noch ein gewisses Verbesserungspotenzial, aber besser zu viel Arbeit als keine! Oder?!<span id="more-2186"></span></p>
<p>NightWash läuft ab dem 05.11. wieder im Fernsehen. Jeden Donnerstag um 21:15 auf Einsfestival. Endlich wieder aus einem Waschsalon. Die ersten Aufzeichnungen haben wir hinter uns gebracht und es werden super Sendungen. Ein besserer und coolerer Look als früher und doch wieder ein echter Waschsalon mit Schaufensterscheibe und jeder Menge Action auf der Straße. So wollte ich es immer haben. Liebe Jungs und Mädels von EinsFestival: „Vielen Dank, dass ihr mich/uns so toll unterstützt habt.“<br />
Hier die Website zur Show: <a title="NightWash" href="http://www.einsfestival.de/sendungen/nightwash.jsp" target="_blank">http://www.einsfestival.de</a></p>
<p>Und dann geht es zusätzlich am 15.11. bei ZDFneo mit dem Comedy Lab los. Natürlich haben mich jede Menge Menschen gefragt: „Was wird denn das? Machst du jetzt NightWash 2.0?“ Natürlich nicht. Das muss man schon klar trennen. NightWash ist nun mein Baby und war und ist die Grundlage all dessen, was ich in den letzten 9 Jahren gemacht habe. Aber nicht zuletzt aufgrund dieses Blogs habe ich Lust bekommen noch einen Schritt weiter zu gehen. Ich möchte mit Comedy Lab aktueller werden und Comedyformen einsetzen, für die wir bei NightWash keinen Platz haben. Sicherlich werden wir auch immer den ein oder anderen Stand-upper einsetzen, aber entweder konzentrieren wir uns auf die ganz jungen Künstler oder wir versuchen neue Facetten von schon bekannten Künstlern zu zeigen. So wird zum Beispiel John Doyle, einer der wirklich großartigen Stand-upper, im Lab als Auslandskorrespondent eingesetzt. Oder Sascha Korf darf endlich auch regelmäßig im TV zeigen, was für ein hervorragender Impro-Künstler er ist. Daneben gibt es auch Gäste und visuelle Showacts. Letztendlich wird es aber ein Laboratorium, mit dem wir versuchen auszuloten, was man alles so in 4x 15 Minuten innerhalb einer Woche erreichen kann.<br />
Hier die Website zur Show: <a title="Comedy Lab" href="http://neo.zdf.de/ZDFde/inhalt/28/0,1872,7920348,00.html" target="_blank">http://neo.zdf.de</a></p>
<p>Werde gerade ein wenig nervös, weil ich merke, dass ich mehr Wörter für das ZDFneo Projekt verwendet habe, als für Einsfestival. @ Beide: Keine Angst, ich kümmere mich um den nötigen Proporz. (Das wird noch lustig …)<br />
Aber jetzt mal ehrlich – ich finde es super, dass sich die öffentlich-rechtlichen Sender auf zwei solche Projekte einlassen und das auch noch parallel. Da soll mal einer sagen, die wären nicht auf der Höhe der Zeit. Ich habe mir oft mehr Engagement von den Sendern bezüglich Projekten und neuen Gesichtern gewünscht. Hier sind zwei, die es tatsächlich machen und ich verspreche hier schwarz auf weiß, dass ich mir richtig Mühe gebe und weiterhin geben werde die Erwartung irgendwie zu erfüllen.<br />
Falls ich aber doch den ein oder anderen Gag nicht richtig setzen werde, kommt vorsichtshalber am 23.11.09 mein Buch „How to be lustig.“ auf den Markt. Dort kann ich und jeder Comedyinteressierte nachlesen, wie ich es hätte besser machen können.<br />
Zusätzlich hatte ich am 23.10. im Senftöpfchen in Köln Premiere mit meinem neuen Programm „Mist, mir geht´s gut.“ Mist, jetzt bekomme ich endlich gute Kritiken, die Theater werden auch ohne Gästelisten voll, erhalte ständig neue Anfragen und dann habe ich kaum noch Zeit es zu spielen. Ich sag ja, Timing ist alles …<br />
So genug angegeben. Vielleicht versteht jetzt der ein oder andere Leser, warum ich in der letzten Zeit so wenig geschrieben habe. Es ist einfach schwer nur über die eigenen Projekte zu schreiben, aber zu etwas anderem hatte ich einfach nicht die Zeit.</p>
<p>P.S.: Ich hatte Comedians gesucht, die als Gastautoren mal einzelne Monate übernehmen würden. Leider habe ich keinen gefunden, aber das Angebot steht immer noch.</p>
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		<title>Zwei GROSSE Projekte</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 13:18:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Auf Deuser or Die wurde es in letzter Zeit etwas ruhiger. Grund dafür sind zwei große Projekte die in den letzten beiden Monaten in Fahrt kamen und erste Früchte tragen.
Zum einen gibt es unsere Kult-Comedy Show NightWash wieder im Fernsehen. Ab dem 05.11. gibt es wieder neue Folgen aus dem Waschsalon auf EinsFestival. Peer Schrader berichtet dazu schon gestern eingehend auf dem FAZ Fernsehblog:
faz-community.net/nightwash-schleudert-sich-zurueck-ins-fernsehen
Das andere große Projekt ist das Comedy Lab, eine neue Late Night Show auf ZDF_neo die wir gerade intensivst vorbereiten. Hier eine kurze Preview:
faz-community.net/dfneo-probiert-sich-mit-comedy-lab-an-der-mini-latenight
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2177" title="deuser03" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/10/deuser03.jpg" alt="deuser03" width="552" height="200" /></p>
<p>Auf Deuser or Die wurde es in letzter Zeit etwas ruhiger. Grund dafür sind zwei große Projekte die in den letzten beiden Monaten in Fahrt kamen und erste Früchte tragen.<br />
Zum einen gibt es unsere Kult-Comedy Show NightWash wieder im Fernsehen. Ab dem 05.11. gibt es wieder neue Folgen aus dem Waschsalon auf EinsFestival. Peer Schrader berichtet dazu schon gestern eingehend auf dem FAZ Fernsehblog:<br />
<a href="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2009/10/28/nightwash-schleudert-sich-zurueck-ins-fernsehen.aspx" target="_blank">faz-community.net/nightwash-schleudert-sich-zurueck-ins-fernsehen</a></p>
<p>Das andere große Projekt ist das Comedy Lab, eine neue Late Night Show auf ZDF_neo die wir gerade intensivst vorbereiten. Hier eine kurze Preview:<br />
<a href="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2009/10/29/zdfneo-probiert-sich-mit-comedy-lab-an-der-mini-latenight.aspx" target="_blank">faz-community.net/dfneo-probiert-sich-mit-comedy-lab-an-der-mini-latenight</a></p>
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		<title>Edinburgh Festival &#8211; Das größte Comedy- und Kulturfestival der Welt</title>
		<link>http://www.deuserordie.de/2009/08/20/edinburgh-festival-das-groste-comedy-und-kulturfestival-der-welt/</link>
		<comments>http://www.deuserordie.de/2009/08/20/edinburgh-festival-das-groste-comedy-und-kulturfestival-der-welt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 09:10:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steve Dix</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
So you think that Cologne Comedy Fest is pretty big?
Then you&#8217;ve got a shock coming, because The Edinburgh Fringe is absolutely huge.  I don&#8217;t know if any of you looked through the PDF that Knacki posted, but the actual hard-copy Fringe programme is about the size of a small telephone directory.  There are VENUES with bigger programmes than Cologne Comedy Fest!
The fringe is not only comedy, of course, as it includes Dance, Theatre and Music.  Add to that the fact that the fringe is actually only PART ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-1909 aligncenter" title="fringe_flyers" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/08/fringe_flyers.jpg" alt="fringe_flyers" width="590" height="358" /></p>
<p>So you think that Cologne Comedy Fest is pretty big?</p>
<p>Then you&#8217;ve got a shock coming, because The <a href="http://www.edfringe.com/" target="_blank">Edinburgh Fringe</a> is absolutely huge.  I don&#8217;t know if any of you looked through the <a href="http://www.deuserordie.de/2009/07/24/mustsee_vol1/" target="_blank">PDF</a> that Knacki posted, but the actual hard-copy Fringe programme is about the size of a small telephone directory.  There are VENUES with bigger programmes than Cologne Comedy Fest!</p>
<p>The fringe is not only comedy, of course, as it includes Dance, Theatre and Music.  Add to that the fact that the fringe is actually only PART of the Edinburgh festival, which incorporates several festivals all rolled into one.  We managed to count the Edinburgh International Festival (Opera and Classical), Edinburgh Book Festival, Edinburgh Islam festival, and, for all I know, Edinburgh Festival Festival (with classes on how to organise a festival and cities which are looking for a festival to put on..)</p>
<p>This means that Edinburgh is absolutely jam-packed solid, with performers, shows and people looking for shows to go to, and so accomodation is very expensive.  Fortunately I have relatives in the area who work at a Hotel in North Queensferry, who fixed us up with accomodation (at staff rates too!  Thanks Andrew!) and we commuted over the Firth of Forth using the Park &amp; Ride buses.  The Park and Ride works out at about 4.50 UKP day return.  Note that it is best to use <a href="http://www.ferrytoll.org/routes.html" target="_blank">Stagecoach buses</a> and that tickets are not transferable between different buses.  Bear in mind that the last bus goes sometime around 11pm, which means that you miss a lot of the late shows.</p>
<p>We arrived in the Bus centre, in the New Town, and made our way toward Old Town, where the Castle is.  A lot of the Fringe is centred on the Old Town on what is termed &#8220;the Royal Mile&#8221;,but not all of it.  However, a visit to the Royal Mile is important, because not only are there a large amount of shows going on in pubs and bars there, and in the side streets, but the streets are full of performers &#8211; not just street performers, such as jugglers, fire-eaters and magicians, but theatre companies on small, portable stages.  In fact, it&#8217;s more like Karneval in Cologne than a comedy fest.  It is virtually impossible to walk down the streets without someone stopping you and thrusting a flyer for a show into your hand.  It can be a bit irritating, but ultimately rewarding, because you will often find shows and performers that you never knew about, and this is where we struck real comedy gold.  Not only that, you often come into contact with the performer themselves, handing out leaflets : We ran into Jem Brooks from Laughing Horse, who I knew from <a href="http://www.hollywoodscomedynights.de/" target="_blank">Hollywood&#8217;s Comedy Night</a>.<br />
A lot of the funniest things we saw cost us absolutely nothing : For example, at the Waverley Railway Station shopping centre, there was an exhibition of funny signs from round the world, and you haven&#8217;t lived until you&#8217;ve heard the theme from &#8220;Star Wars&#8221; played on the bagpipes by someone in full Highland regalia.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1925" title="fringe" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/08/fringe.jpg" alt="fringe" width="590" height="390" /></p>
<p>Beyond the Royal Mile, There are several concentration points for comedy.  The stand-up venues in Edinburgh open multiple stages at various points : the &#8220;Stand-Up&#8221;, one of Edinburgh&#8217;s all-year-round comedy clubs, had about five or six, and &#8220;The Pleasance&#8221;, a legendary Edinburgh fringe venue so-named after the street it&#8217;s on, expands to five or six venues with multiple stages.  The Pleasance Courtyard is turned into an open-air bar, where you can enjoy a drink whilst waiting for your show, or book a ticket, or read pasted-up reviews of the comedians.  We went to see Chris McCausland, the UK&#8217;s only blind comedian, performing his solo show &#8220;7 Strikes&#8221; at Pleasance Below.  We enjoyed Chris, who has a very dry sense of humour like my own, but didn&#8217;t enjoy the venue, which had very cramped and uncomfortable seating.  After an hour, it was a relief to get out of the theatre.</p>
<p>The Fringe is far too big to take in.  You can spend a good month just pouring over the programme, trying to work out who to see.  You can quite easily take in about 6 &#8211; 7 shows per day, as shows start at about ten in the morning and go on until late into the night.  Venues range from small backrooms in pubs, to huge theatres.  Add to that that the cost of both attending and putting on a show has risen, and you&#8217;ll soon realise that you can go through a lot of money very quickly.  Personally, I missed a lot of the shows that I thought I&#8217;d go to, for various reasons, such as the cost, the time and because I was on holiday with my girlfriend, who wanted to see the sights, not just the Fringe.  I would have loved to see American Comedian <a href="http://www.janeane.net/">Janeanne Garofalo</a>, who was performing, as well as <a href="http://blogs.mirror.co.uk/festivals/2009/08/sarah-millican---typical-woman.html">Sarah Millican</a> and legendary Scottish musician <a href="http://www.edwyncollins.com/" target="_blank">Edwyn Collins</a>, but they were all booked-out, or expensive, or at the wrong time.</p>
<p>Due to the high price of the fringe, two movements have arisen : the <a href="http://www.gsohcomedy.co.uk/fivepoundfringe/" target="_blank">five-pound Fringe</a>, and the <a href="http://freefringe.org.uk/" target="_blank">PBH Free Fringe</a>.  The idea behind these two movements is to generate publicity for new acts by presenting mix shows that give the audience a sampler of new comedians, and to allow the comedians to promote their solo shows.  With the free fringe, although it&#8217;s free to enter, it&#8217;s not free to leave : the audience is expected to donate money at the end when the bucket is passed round, so the comics at least get some money out of what could be a potentially loss-making operation.  It&#8217;s a wonderful way of finding new comedy.  It can be a bit hit-and-miss, but I found a number of new comedians this way.  I also unfortunately found a couple of hack comics, but that&#8217;s the risk you take.</p>
<p><strong>Finally, if any of you feel like going to the Fringe, here&#8217;s a few tips:</strong></p>
<p>1) Be prepared to budget. Accomodation and food are expensive.<br />
2) Some of the best stuff is free.  Spend time on the Royal Mile and go to the square next to the Galleries.  The street performers at the Fringe are some of the best in the World.<br />
3) Prebook the shows you really want to see before you set out, because queues at the Fringe booking offices are long.<br />
4) Check out the Fringe kiosk by the Galleries.  Half-price tickets are often on-sale.<br />
5) Support the Free and five-pound fringe.<br />
6) Be prepared to take risks.  Nothing quite beats seeing the next big comedian just before they hit the big time.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1917" title="steve_dickunddoof1" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/08/steve_dickunddoof1.jpg" alt="steve_dickunddoof1" width="450" height="560" /></p>
<p>Unser Gastautor Steve Dix ist Stand-Up Comedian, Blogger und zeichnet Cartoons. Mehr zu ihm erfahrt ihr auf <a href="http://www.stevedix.de" target="_blank">www.stevedix.de</a>.</p>
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		<title>„Wow, wem habe ich denn da wieder was zugesagt?“</title>
		<link>http://www.deuserordie.de/2009/08/17/%e2%80%9ewow-wem-habe-ich-denn-da-wieder-was-zugesagt%e2%80%9c-nov-2004/</link>
		<comments>http://www.deuserordie.de/2009/08/17/%e2%80%9ewow-wem-habe-ich-denn-da-wieder-was-zugesagt%e2%80%9c-nov-2004/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 08:05:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühnenstories]]></category>
		<category><![CDATA[Schicksalsschläge]]></category>
		<category><![CDATA[bühne. deuser. nightwash]]></category>
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Ich finde nicht, dass das Fernsehen noch die Bedeutung innerhalb der Gesellschaft hat wie vor 10 oder 20 Jahren, es zieht dich aber während der Arbeit immer noch extrem in seinen Bann und es fühlt sich gut an vor einer Kamera rumzuspringen.
Trotzdem &#8211; richtig Spaß machen Liveauftritte. Comedy ist Live! Du gehst auf die Bühne und die Zuschauer gehen ab. Das ist Adrenalin und Glück pur.
Es gibt nur ein klitzekleines Problem mit dieser Euphorielawine. Sie macht dich anfällig für die Entgegennahme von Bitten und Wünschen, mit denen Menschen nach Auftritten ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-1862 aligncenter" title="yesno" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/08/yesno.jpg" alt="yesno" width="590" height="376" /></p>
<p>Ich finde nicht, dass das Fernsehen noch die Bedeutung innerhalb der Gesellschaft hat wie vor 10 oder 20 Jahren, es zieht dich aber während der Arbeit immer noch extrem in seinen Bann und es fühlt sich gut an vor einer Kamera rumzuspringen.</p>
<p>Trotzdem &#8211; richtig Spaß machen Liveauftritte. Comedy ist Live! Du gehst auf die Bühne und die Zuschauer gehen ab. Das ist Adrenalin und Glück pur.</p>
<p>Es gibt nur ein klitzekleines Problem mit dieser Euphorielawine. Sie macht dich anfällig für die Entgegennahme von Bitten und Wünschen, mit denen Menschen nach Auftritten auf dich zukommen. Ein Lehrer kam nach einem solchen Auftritt mit einem Bier auf mich zu, drückte es mir glücklich strahlend in die Hand zu und fragte, ob ich nicht an seiner Schule für seinen Theaterkurs einen Vortrag über die Comedyarbeit halten könnte und ob sich das nicht vielleicht noch mit einem kurzen Workshop verbinden ließe.</p>
<p>Da war ich doch in meinem Metier. Begeistert griff ich seinen Vorschlag auf. „Klar, so was muss man machen, junge Menschen unterstützen, finde ich super. So eine Idee hatte ich selber schon einmal, machen wir, ruf im Büro an und sucht einen Termin, an dem ich kann.“</p>
<p>Drei Wochen später fragte mich mein Büro, ob ich denn schon einen Titel für meinen Vortrag hätte, denn die Schule hätte angerufen und bittet um mehr Informationen, die sie der örtlichen Presse zu Verführung stellen möchte.<br />
Wie Schule, Presse, Vortrag? Ich wusste gar nicht, von was sie sprachen? „Na der Vortrag und der Workshop, den du nächste Woche an dem Gymnasium in Weiden halten willst.“</p>
<p>Wow, wem habe ich denn da wieder was zugesagt?<br />
Ich hatte noch eine Woche und nur eine grobe Vorstellung, was ich da machen könnte. Aber eine Idee für den Titel oder wie ich starten sollte, hatte ich nun wirklich nicht. Das hat sich auch in den folgenden Tagen nicht geändert. Ich habe mir den Kopf zermartert, aber mir fiel weder ein sinnvoller Titel noch der richtige Einstieg ein.<br />
Einen Tag vor dieser geplanten Lehrstunde wurde ich dann richtig nervös. Der Lehrer und das Sekretariat der Schule riefen fast im Stundentakt an. 21 Schüler und Schülerinnen hatten sich schon angemeldet, zwei Zeitungen und das Lokalradio standen auf der Matte. Nur ich hatte immer noch keinen Titel und keine Idee, wie ich anfangen sollte.<br />
Eine Mitarbeiterin der Schule tröstete mich am Telefon mit den Worten: „Ich verstehe sie, ich weiß auch nie, wie ich anfangen soll.“ Mein Gott, da waren Titel und Idee. Lagen die ganze Zeit vor meinen Augen: Anfangen.<br />
Ist das nicht eines der größten Probleme von allen Auftritten und Vorträgen. „Wie fange ich an?“ Genauso habe ich den Vortrag und den Workshop betitelt. Und es hat geklappt. Ich habe eine Stunde über Anfänge, Nervosität und Mut erzählt und wie schnell sich Wege und Lösungen aufzeichnen können, wenn man erst einmal den ersten Schritt gemacht hat. Im Anschluss gab es noch zwei Impro-Spiele zu den Themen: „Wie betrete ich eine Bühne?“ und „Wie begrüße ich die Zuschauer?“<br />
Alle waren glücklich. Ich auch, denn nur so kann ich mir erklären, dass ich mich danach habe breitschlagen lassen die nächste Abiturrede zu halten. Etwas, das ich vorher natürlich noch nie gemacht habe, aber den Titel hatte ich ja schon: „Abi – Ende und Anfang.“</p>
<p>Zwei Dinge hat mich dieses Erlebnis gelehrt: Wenn jemand nach einem erfolgreichen Auftritt sehr zielstrebig auf mich zu steuert, dann spiele erst einmal toten Mann und zwar solange bis meine Adrenalinausschüttung wieder ein halbwegs normales Level erreicht hat. Und ich habe verstanden, dass „Anfangen“ die halbe Miete ist. Lieber auch mal beginnen und scheitern, als immer nur auf Nummer sicher gehen und nie wirklich starten.<br />
Da ich dieses Thema für so wichtig erachte, hatte ich ihm aschon eine ganze Artikel-Serie gewidmet habe (Anfangen <a href="http://www.deuserordie.de/2008/07/02/wie-lose-ich-ein-problem-von-dem-ich-uberhaupt-keine-ahnung-habe/">Teil I</a> &amp; <a href="http://www.deuserordie.de/2008/07/04/wie-lose-ich-ein-problem-von-dem-ich-uberhaupt-keine-ahnung-habe-teil-23/">Teil II</a> &amp; <a href="http://www.deuserordie.de/2008/07/08/wie-lose-ich-ein-problem-von-dem-ich-uberhaupt-keine-ahnung-habe-teil-33/">Teil III</a>).</p>
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		<title>März 1995 – Two in One (manche Katastrophen kommen nur im Doppelpack)</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 09:42:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
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„Das freut uns, dass sie da sind, Herr Deuser. Haben sie die Bälle dabei? Herr Böttcher (Name vorsichtshalber geändert …) wartet schon auf sie. Sie können sofort reingehen.“
Erstaunlicher Empfang. Frau Müller-Wasserhaus, die Projektleiterin der Agentur Showlive, die mich für diesen Job vorgeschlagen hat, steht freundlich lächelnd neben der ebenfalls lächelnden Vorzimmerdame des Vorstandvorsitzenden des jungen Mobilfunkanbieters E-Plus, für den ich in 2 Wochen auf der Cebit arbeiten soll.
Merkwürdig &#8211; normalerweise werden dir erst einmal 3 Kaffee angeboten und erklärt, dass der GF oder Vorstand nur ganz wenig Zeit hat, parallel ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1832" title="doubletrouble" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/08/doubletrouble.jpg" alt="doubletrouble" width="590" height="353" /></p>
<p>„Das freut uns, dass sie da sind, Herr Deuser. Haben sie die Bälle dabei? Herr Böttcher (Name vorsichtshalber geändert …) wartet schon auf sie. Sie können sofort reingehen.“<br />
Erstaunlicher Empfang. Frau Müller-Wasserhaus, die Projektleiterin der Agentur Showlive, die mich für diesen Job vorgeschlagen hat, steht freundlich lächelnd neben der ebenfalls lächelnden Vorzimmerdame des Vorstandvorsitzenden des jungen Mobilfunkanbieters E-Plus, für den ich in 2 Wochen auf der Cebit arbeiten soll.<br />
Merkwürdig &#8211; normalerweise werden dir erst einmal 3 Kaffee angeboten und erklärt, dass der GF oder Vorstand nur ganz wenig Zeit hat, parallel wirst du ausführlich gebrieft, was du sagen kannst und was besser nicht und dann begleiten dich 5 Personen in sein Büro, die dann die ganze Zeit reden und erst, nachdem dem Chef endgültig der Kragen platzt, schaffst du es selber eine Minute mit ihm zu reden. Aber Direktdurchgehen? Finde ich gut!<br />
Wenn ich heute zu einem TV-Sender oder zu einem großen Unternehmen gehe, um eine Idee vorzustellen oder ein neues Projekt zu besprechen und alles läuft im Vorfeld so perfekt, dann weiß ich ganz genau: Da stimmt was nicht. Nun, für einen kurzen Moment hatte mich der Satz „Haben sie Bälle dabei?“ schon irritiert, aber richtig nervös werden lassen, hat er mich auch nicht.<br />
Der Grund unseres Treffens waren die letzten Absprachen für das Mitarbeiterfest auf der kommend Cebit, der weltweit größten Computer- und Telekommunikations-Messe der Welt. E-Plus, erst im Jahre 1993 gegründet und 1994 ins Netz gegangen, wollte dort zusammen mit allen Mitarbeitern „Ein Jahr im Netz“ feiern. Ich wurde gebeten eine Nummer zu entwicklen mit der ich lustig und kabarettistisch das letzte Jahr Revue passieren lassen könnte. Vieler solcher Jobs hatte ich damals auch noch nicht und als i-Tüpfelchen gab es eine unglaubliche „2000 DM“ &#8211; Gage plus 500 DM Texterstellung. Dafür haben sie auch das Beste bekommen, was ich damals anzubieten hatte: eine Business-Jonglage. Ich erklär mal kurz. Ich kann und konnte schon damals ganz gut jonglieren. Ich weiß Jonglieren an sich ist kreuzlangweilig, aber – ich benutze das Jonglieren, um damit, die von mir geschriebenen Geschichten, visuell zu untermalen. Wenn ich sage, dass am Ende alles wie am Schnürchen läuft, dann ziehe ich einen der Bälle wie an einem unsichtbaren Faden rauf und runter.<br />
Ok, wenn ich das jetzt lese, verstehe ich auch, warum ich das immer vormachen muss. Diese Nummer ist viel spektakulärer als sie sich anhört!! Aber das allerbeste dieser Nummer ist, dass ich die Texte für jede Gelegenheit neu schreibe und individuell anpasse. Sozusagen: Custom made. Letztens arbeitete ich mit einer jungen Agentur zusammen dessen Chef mich ganz ehrfürchtig fragte: „Sie schreiben jedes Mal eine komplett neue Nummer?“ Natürlich, was hätte ich auch sonst sagen sollen? Vielleicht das, was Herr Berlusconi auf die Frage, ob er immer treu gewesen sei, geantwortet hat? „Immer? Immer ist ein großes Wort, ich würde sagen oft.“<br />
Kurz noch ein Wort zu den Bällen. Ich bin davon ausgegangen, dass der Job sicher war und Frau Müller-Wasserhaus mich nur deshalb bat die Bälle mitzunehmen, weil sie die Nummer so sehr mag. Ich Blödmann, dachte ich wirklich, sie wollte danach mit mir ausgehen und ich könnte sie dann endgültig mit einer kleinen Jongliereinlage rumkriegen? Wahrscheinlich. Wahrscheinlich dachte ich auch, so ein Doppelname wäre Pflicht für eine Werbeagentur und hätte nichts mit ihrem Familienstand zu tun.<br />
Statt dessen eilte ich dem Vorstandsvorsitzenden entgegen und zwar alleine, denn hinter mir schloss sich, wie von Geisterhand bewegt, die schwere Holztür.<br />
„Herr Deuser, freut mich sie einmal persönlich kennenzulernen. Viel von ihnen gehört. Frau Müller-Wasserhaus hat mir von einer Jongliernummer erzählt, die wir eventuell mit ins Programm nehmen würden. Zeigen sie mal.“<br />
Wie, eventuell? Hat sie mir deshalb den Vertrag noch nicht geschickt? Sie sagte doch, sie hätte den Brief nur falsch adressiert? Ein echter Künstler wäre jetzt gegangen und hätte sofort seinen E-Plus Vertrag gelöst und mit Frau Müller-Wasserhaus Schluss gemacht. Jetzt hatte ich aber weder was mit ihr noch einen E-plus Vertrag und die Gage war auch schon längst verplant. Also nahm ich die Bälle aus meiner Aktentasche und legte los. 8 Minuten vor einem Mann, der tief versunken in seinem Ledersessel hinter einem 4 x 1,5 Meter großen Schreibtisch thronte und kritisch begutachtete, was ich da so machte. Mein Hauptproblem war, dass ich nicht wusste, wohin ich gucken sollte. Schaute ich nur auf die Bälle, könnte es unprofessionell wirken. Sobald ich ihn aber ansah, wurde er nervös und schaute weg. Auch keine Lösung. Er sollte die Nummer schon sehen, sonst kauft er sie ja nie. Jonglieren UND reden ist schon nicht einfach, aber wenn du während dessen noch überlegen musst, wie du deinen einzigen Zuschauer behandeln sollst, damit er sich nicht unwohl fühlt, dann fragst du dich schnell, warum du dein Studium nicht beendet hast.<br />
Nach 8 qualvollen Minuten hatte ich es geschafft. Er klatsche sogar einmal in die Hände und entließ mich mit den Worten: „Prima, dann in 2 Wochen.“ Schnell entscheiden konnte er zumindestens …<br />
2 Wochen später, ich in Hannover, Cebit, Messestand von E-Plus. Frau Müller-Wasserhaus, die mittlerweile doch sehr verheiratet aussieht, führt mich wieder sofort zu Herrn Böttcher. Nicht nur, dass er mich noch kennt, er ist förmlich aus dem Häuschen und duzt mich. Was 6 Tage Messe aus einem Menschen alles machen können. „Du, ich sag mal du. Also, die Nummer ist super. Die bringen wir direkt nach meiner Begrüßung und ich sag dich selber an, damit das so richtig gut kommt.“ Und damit ich mich so richtig wohlfühle, drückt er mir auch noch ein Bier in die Hand. Super und ich soll gleich jonglieren.<br />
90 Minuten später war es dann soweit, das Bier war zum Glück wieder abgebaut, Herr Böttcher begrüßt seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und dann kam die unglaublichste Ankündigung meiner ganzen Karriere.<br />
„Liebe Kollegen und Kolleginnen, wir haben heute einen jungen Künstler eingeladen mit einer ganz hervorragenden Nummer. Sie müssen sich das so vorstellen, er erzählt gleich mit 3 Bällen jonglierend die Geschichte unseres Unternehmens. Er zeigt, wie wir uns durch die Anfänge durchgeboxt haben und dann schließlich vor einem Jahr ins Netz gegangen sind und dabei jongliert er die ganze Zeit. Dann küsst er die Bälle und erzählt wie wir immer freundlich zu unseren Kunden geblieben sind. Wie wir uns nicht haben verunsichern lassen und statt dessen zugepackt haben. Passen dazu packt er die Bälle.“<br />
Hallo? Was macht der denn? Nicht nur, dass er das Geheimnis meiner Nummer verrät, ich sollte als Marketingexperte angekündigt werden, nein er erzählt die komplette Nummer inklusive aller Jonglierfiguren, die er pantomimisch nachmacht. Wie soll ich denn jetzt noch irgend jemand verblüffen, geschweige denn beeindrucken? Ich wurde immer blasser und blasser, da hörte ich auch schon den letzten Satz: „Genug der Worte, lassen sie sich verblüffen. Hier ist, achten sie auf den Vornamen, Knacki Deuser.“<br />
Ich gehe auf die Bühne, stehe neben ihm, da fällt ihm noch ein kurzer Zusatz ein. „Ach übrigens, bevor ich es vergesse, das Buffet ist eröffnet.“ Das hat der doch jetzt nicht wirklich gesagt? Doch er hat. Ich stehe auf der Bühne und 400 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen rennen an der Bühne vorbei zum Buffet.<br />
Was machen? Abbrechen, durchziehen oder solange überbrücken bis alle zurück sind? Auch diese Entscheidung nahm mir Herr Böttcher ab. Als Mann der schnellen Entscheidungen war er sofort bereit mir ein zweites Mal zu helfen. Er nahm einen Bistrotisch, stellte ihn vor die Bühne und verdonnerte seine Frau, ein weiteres Vorstandsmitglied und dessen Frau mir zu zuschauen. Also durchziehen. Zum Ende der Nummer kamen dann auch die ersten Mitarbeiter mit gefüllten Tellern vom Buffet zurück. In Ermangelung genügender Bistrotische setzten sie sich einfach auf die Bühne. Über ihre Rücken auf die Teller schauend, konnte ich feststellen, dass sich E-Plus beim Buffet nicht hat lumpen lassen.<br />
Herr Böttcher hat mir an diesem Abend noch 3x versichert, wie toll er die Nummer fand, aber engagiert hat er mich trotzdem nie mehr! Tja, egal wie gut deine Nummer ist, wenn sie keiner sieht, hast du ein Problem.<br />
Wie kommt man um solche Situationen herum? Erfahrung, Fingerspitzengefühl und vor allem die Rahmenbedingungen deines Jobs im Vorfeld genau klären. Aber manchmal gibt es Sachen, die gibt es einfach nicht. Ich wäre ich nie im Leben auf die Idee gekommen, dass jemand in der Ankündigung meine Jongliernummer komplett nacherzählt. Ein Ankündigung sollte die Aufmerksamkeit für die Person herstellen, die danach auftritt. Der Name und die Funktion sollte genannt werden, aber NIEMALS sollte die Nummer erklärt und beschrieben werden. Und wenn doch &#8211; trink ein Bier, lach über den Wahnsinn des Lebens und schreibe 5 Jahre später eine Nummer drüber.</p>
<p>Bild: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC</a> von <a href="http://www.flickr.com/photos/giles72/">giles farrington</a></p>
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		<title>05.12.1982 &#8211; „Warum lachen die?“</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 08:30:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bin ich noch nervös vor Auftritten? Selten und das macht die Nervosität so extrem heimtückisch. Früher war es einfacher, da wusste ich, in 2 Stunden trittst du auf und logischerweise fühlst du dich gleich so richtig übel und beginnst über neue Berufsmöglichkeiten nachzudenken. Das war anstrengend, aber berechenbar. Heutzutage werde ich immer entspannter je näher der Auftritt rückt. Die Gewissheit, dass mittlerweile sogar Menschen zu meinen Auftritten kommen, die nicht mit mir verwandt sind und das Gefühl, einer grundsätzlichen Kontrolle über meine Arbeit puscht mich jedes mal enorm.
Dummerweise trifft diese ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bin ich noch nervös vor Auftritten? Selten und das macht die Nervosität so extrem heimtückisch. Früher war es einfacher, da wusste ich, in 2 Stunden trittst du auf und logischerweise fühlst du dich gleich so richtig übel und beginnst über neue Berufsmöglichkeiten nachzudenken. Das war anstrengend, aber berechenbar. Heutzutage werde ich immer entspannter je näher der Auftritt rückt. Die Gewissheit, dass mittlerweile sogar Menschen zu meinen Auftritten kommen, die nicht mit mir verwandt sind und das Gefühl, einer grundsätzlichen Kontrolle über meine Arbeit puscht mich jedes mal enorm.<br />
Dummerweise trifft diese Aussage nur auf 95 % meiner Auftritte zu. Die restlichen 5%, die dann auch noch vollkommen unvorhersehbar auftreten, treffen mich dann &#8211; sozusagen zum Ausgleich &#8211; mit einem Vielfachen der Wucht von früher.</p>
<p>Wer braucht Nervosität? Wessen Idee ist diese Nervosität? Klingt sehr nach katholischer Kirche &#8211; oder? Wenn Menschen schon etwas tun, was ihnen Spaß macht, sollen sie zumindestens vorher leiden. Wissenschaftler wiederum erklären Nervosität mit einem Schutzmechanismus der Natur, der, ausgelöst durch einen erhöhten Adrenalinausstoß, zu größeren Leistungen führen soll. Größere Leistung durch Nervosität? Waren Wissenschaftler jemals nervös? Wie soll das aussehen? Ich werde zu den Löwen in die Arena geschickt und aufgrund meiner Nervosität fangen meine Hände so an zu zittern, dass ich mit einem einzigen Speerwurf direkt drei Löwen treffe?</p>
<p>Doch selbst die schlimmsten Momente der Jetztzeit reichen nicht im entferntesten an den meines ersten öffentlichen Auftritts außerhalb der Schule heran.<br />
Ein Freund von mir, der seinen Zivildienst an der katholischen Hochschulgemeinde (KHG) in Koblenz absolvierte, überredete mich und einen dritten Freund gemeinsam mit ihm eine Weihnachtsshow auf die Beine zu stellen. Super Idee. Zumindestens hielt ich das 2 Wochen vorher für eine super Idee. Am Morgen des Auftrittstages sah ich das schon anderes und 2 Stunden vor Showbeginn ging gar nichts mehr. Ich wusste überhaupt nicht mehr, wie ich die Zeit verbringen sollte? Gerne hätte ich mich ja irgendwie abgelenkt, aber mir fiel vor lauter Nervosität einfach nichts ein. Aus der Not heraus begann ich zum wiederholten Male mein Kostüm zu überprüfen, welches ich natürlich schon seit 2 Stunden anhatte und von dem ich wusste, dass es die Fahrkarte zum Erfolg sein würde. Uns Dreien war klar, um Lacher zu erzielen, musst du mit der Erwartungshaltung der Zuschauer spielen und sie verblüffen. Da es eine komische Weihnachtsshow werden sollte und wir schon seit unserer Schulzeit für unsere schrägen Ideen bekannt waren, war uns klar, dass die Zuschauer natürlich erwarten würden uns als Osterhasen oder Pfingstochsen auf der Bühne zu sehen. Aber nicht mit uns. Wir würden sie mit dem Kostüm verblüffen, mit dem sie mit Sicherheit nicht rechnen würden: Drei perfekt verkleidete Weihnachtsmänner. Und wenn ich perfekt sage, dann meine ich auch perfekt. Allein für den Bart habe ich zwei Packungen Watte und eine ganze Tube Pattex verarbeitet. Pattex und Watte, eine sicherlich etwas unkonventionelle, und wie ich feststellen musste, sehr aufwendige Methode, aber mit hohem Ablenkungspotenzial.</p>
<p>Doch irgendwann war die Tube leer und alles, was ich an Watte hatte, war verbraucht. Noch 5 Minuten. Meine Bauch rumorte. Mein Kopf war benebelt. Gut, letzteres konnte auch auf die Ausdünstungen von 300 Gramm Klebstoff am meinem Kinn zurückzuführen sein. Tatsache war jedoch, mir ging es richtig mies und ich konnte mich nicht erinnern, dass es mir jemals schlechter gegangen wäre. Gut dass ich nicht in die Zukunft blicken konnte, denn 2 Minuten später war meine Nervosität auf dem nächsten Level. Durch den ganzen Stress hatte ich doch komplett unseren Pfarrer vergessen. Mit den Sätzen: „Oh, so viele Leute hatten wir ja noch nie. Hoffentlich klappt es heute.“ betrat er die Bühne und hielt eine 5 minütige Einleitung, mit Hinweisen auf Hilfsaktionen für hungernde Kinder in Afrika, incl. plastischer Beschreibung des dortigen Elendes. Super, die perfekte Einleitung für eine Comedyshow. Wir überlegten krampfhaft, wie wir einen kirchlichen Notfall herbeileiten könnten oder ob wir seine Ministranten entführen sollten, als er uns überraschenderweise dann doch die Bühne überließ. Ist ihm aber nicht leicht gefallen.</p>
<p>Entweder waren unsere Zuschauer so extrem schlau, dass sie mit unserer perfekt ausgetüftelten Verblüffungsaktion gerechnet haben oder wir waren doch noch nicht so bekannt für unsere schrägen Ideen, denn wirklich verblüfft war niemand über unseren Coup de Kostüm. Selbst mein Bart bekam, trotz geschickter Präsentation keinen Extraapplaus. Wenn das aber schon das Schlimmste gewesen wäre, hätte dieser Tag noch als Erfolg verbucht werden können. Natürlich kam es noch schlimmer. Obwohl der Anfang gar nicht so schlecht lief. Die Zuschauer lachten mehr, als wir es uns erhofft hatten und erstaunlicherweise spürten wir, wie auch sie immer entspannter wurden. Ein Phänomen, das ich erst viel später verstanden habe. Nicht nur Künstler, auch Zuschauer können nervös es sein. Sei es bei Premieren oder wenn sie die Künstler gut kennen oder wenn es nicht richtig voll ist, dann leiden die Zuschauer schnell mit den Künstlern mit. Gefährliche Situation, denn Mitleid erzeugt keine Lacher. Die Zuschauer mögen dich, lachen aber nicht. Daher muss man ihnen so schnell wie möglich das Gefühl geben, dass du alles unter Kontrolle hast. Vielleicht hat es gereicht, dass meine zwei Kollegen ihnen dieses Gefühl gegeben haben, denn meine Anspannung nahm und nahm nicht ab.</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-1790" title="lampenfieber" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/08/lampenfieber-1024x377.jpg" alt="lampenfieber" width="590" height="217" /><br />
Um ganz ehrlich zu sein, habe ich den wahren Grund für meine enorme Nervosität bisher auch noch gar nicht offenbart: Heute durfte ich zum ersten Male ernsthaft vor Publikum steppen. Seit dem <a href="http://www.deuserordie.de/2008/07/30/jugenderinnerungen-%e2%80%9ekomiker-werden%e2%80%9c-23/">4. Schuljahr</a> wollte ich immer steppen lernen. Aber wie pubertierende Jungens nun mal so sind, habe ich mich nie getraut eine Ballettschule zu besuchen, trotzdem nie aufgehört davon zu träumen.</p>
<p>Ende des vorangegangenen Sommers, ich war jetzt 20, habe ich dann die ersten Steppunterrichtstunden genommen und es trat zutage, was mir schon immer klar war: Ich war der legitime Nachfahre von Fred Astaire und dies wollte ich heute der Weltöffentlichkeit kundtun. Nach fast 30 Minuten war es soweit. „Jingle Bells on tap.“ Ich, als Weihnachtsmann mit Bart, Stock und Weihnachtsmütze, steppte zu einer instrumentalen Jazzversion dieses Weihnachtsklassikers wie um mein Leben. Man war ich gut! Es gab nur ein einziges kleines Problem. Niemand hörte das Steppen. Mist. Ein erster kurzer Blick nach unten. Die richtigen Schuhe hatte ich an und ich steppte auch auf der Holzfläche der Bühne und nicht auf dem Teppichboden. Ok., dann muss es wohl an der Musik liegen. Doch egal wie geschickt ich dem Techniker zu verstehen gab die Musik leiser zu fahren, er reagierte nicht. Was soll man auch von einem Pfarrer erwarten, der sich freiwillig anbietet den Ton zu steuern? Als ob ich in der Kirche jemals etwas verstanden hätte.</p>
<p>Nur zum Verständnis, ich war zwar verzweifelt aber ich steppte weiter. Vielleicht sollte ich besser sagen, jetzt stampfte ich weiter. Nichts, kein Ton, aber die ersten Lacher. Mittlerweile hatte sogar der Pfarrer die Situation bemerkt und begann an der Musikanlage herumzuspielen, mit dem Ergebnis, dass man jetzt weder Steppen noch Musik hörte. Immer mehr Zuschauer lachten. Das war es nicht, was ich wollte. Doch ich war nicht bereit jetzt schon meine Tanzkarriere zu beenden. Schließlich sang ich die letzte Strophe des Liedes selber und bearbeitete den Boden mit der ganzen Kraft meiner durch 10 Jahre intensives Mittelstreckentraining geschulter Beine. Nichts. Ich sprang, hüpfte, schlug meine Füße wie einen Hammer auf einen Amboss. Kein Ton, nichts, null, niente. Nicht nur, dass die Zuschauer lachten, jetzt klatschten sie auch noch. Mit dem letzten Ton sprang ich in eine lang geprobte Abschlusspose. Auf dem rechten Bein balancierend, die Arme zur Seite gestreckt und das linke Bein angewinkelt nach vorne in die Luft haltend, konnte ich zum ersten Mal unter meinen Schuh schauen. Zwei Wörter entwichen meinem Mund. „Oh, Watte.“<br />
Danach gab es kein Halten mehr. Die Zuschauer tobten. Auch später hörte ich nur tolle Kommentare. „Wahnsinnsidee, ein Wattestepp. Wie abgefahren. Eine Steppnummer mit den Watteschuhen. Das musst du auf jeden Fall weitermachen. Suuuper Idee.“</p>
<p>Was sollte jetzt aus mir werden? Ich wollte doch an den Broadway? Tänzer werden. Und was wurde ich? Ein Clown. Dieser komplexe Watte-Pattex-Verbund, den ich so sorgfältig zu einem Bart verarbeitet hatte, klebte genauso fest unter meinen Steppschuhen wie an meinem Kinn und verhalf mir so zu einer der leisesten und lustigsten Steppnummern aller Zeiten. Als ob dieser Tiefschlag nicht gereicht hätte, haben wir drei uns an diesem Abend auch noch entschieden eine Comedytruppe zu gründen: <a href="http://www.deuserordie.de/2009/04/27/sag-nichts-gegen-%e2%80%9eold-school%e2%80%9c/">Die Niegelungen</a>! Na gut, dann habe ich halt damit die nächsten 11 Jahre mein Geld verdient. Manche Chancen muss man einfach ergreifen, auch wenn sie weh tun!</p>
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		<title>NightWash #31 mit Olaf Bossi und Jens Heinrich Claassen</title>
		<link>http://www.deuserordie.de/2009/07/28/1726/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 11:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Burkhardt</dc:creator>
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NightWash WebTV geht nun schon in die 31.Runde. Auch diesmal mit dem besten aus dem Waschsalon. Die Highlights von Olaf Bossi und Jens Heinrich Claassen vom 15.06.09 könnt Ihr hier auf video.nightwash.de sehen.
Viel Spaß!
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://video.nightwash.de/?p=1905"><img class="alignnone size-full wp-image-1727" title="thumb31" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/07/thumb31.png" alt="thumb31" width="640" height="480" /></a></p>
<p>NightWash WebTV geht nun schon in die 31.Runde. Auch diesmal mit dem besten aus dem Waschsalon. Die Highlights von Olaf Bossi und Jens Heinrich Claassen vom 15.06.09 könnt Ihr <a href="http://video.nightwash.de/?p=1905">hier auf video.nightwash.de</a> sehen.</p>
<p>Viel Spaß!</p>
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		<title>&#8220;Der ist bestimmt von der Presse&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 12:11:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
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Ich weiß nicht, was mich an diesem Tag mehr verblüfft hat, dass Kinder immer noch Gabi heißen oder die Tatsache, dass ich jetzt seit über zwanzig Jahren in Köln wohne und noch nie im Sommer nach Rodenkirchen zu den dortigen kleinen Rheinbuchten mit ihren großen Sandstränden gefahren bin? Mir ist oft davon erzählt worden, aber ich weiß auch das Kölner, wenn es um die Schönheit ihre Stadt geht, gerne übertreiben. Köln ist lustig, ja, aber schön? Nein!
Doch die Sandstrände sind es tatsächlich und bei 28 Grad fühlte ich mich fast ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/07/blind.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1625" title="blind" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/07/blind.jpg" alt="blind" width="589" height="346" /></a></p>
<p>Ich weiß nicht, was mich an diesem Tag mehr verblüfft hat, dass Kinder immer noch Gabi heißen oder die Tatsache, dass ich jetzt seit über zwanzig Jahren in Köln wohne und noch nie im Sommer nach Rodenkirchen zu den dortigen kleinen Rheinbuchten mit ihren großen Sandstränden gefahren bin? Mir ist oft davon erzählt worden, aber ich weiß auch das Kölner, wenn es um die Schönheit ihre Stadt geht, gerne übertreiben. Köln ist lustig, ja, aber schön? Nein!<br />
Doch die Sandstrände sind es tatsächlich und bei 28 Grad fühlte ich mich fast wie im Urlaub, wenn nicht die Mutter neben mir ständig nach ihrer Gabi gerufen hätte. Wer, bitte schön, nennt denn heutzutage sein Kind noch Gabi? Moderne Kinder heißen Kina, Samina, Hanalika, Marbello. Der aktuelle Kindernamen-Trend geht zu den sogenannten First Call-Names. Namen, die es noch nie gab und an die sich auch noch nicht einmal die nächsten Verwandten beim nächsten Besuch erinnern können. Ein bisschen beruhigt war ich, als ich merkte, dass die Frau nicht nach ihrer Tochter, sondern nach ihrer Mutter rief, die langsam den Rhein herunter trieb. Es hatte was, wie der Vierer-Ohne des örtlichen Rudervereins diese bestimmt knapp 100 Kilo schwere kölsche Frau wieder zurück in die Bucht verfrachtet hat. Mich hat nur gewundert, dass die Kölner während des Rettungsversuchs nicht gesungen haben.</p>
<p>Die Mutter war schon nicht schön, aber die Tochter, die ich zuerst für die Mutter gehalten habe, war es erst recht nicht. Kaum kam mir diese Erkenntnis habe ich mir sofort Vorwürfe gemacht: „Schau jetzt bitte nicht immer zu der Frau. Die kann nichts dafür. Die ist bestimmt nett.“ Aber wenn du dich einmal auf jemanden eingeschossen hast, dann kannst du einfach nicht mehr weggucken. Viellicht war es Zufall, aber mit einem Mal sah ich überall auf dem Strand ihre Verwandten im Körper. Ich glaube so etwas nennt man selektive Wahrnehmung. Ein Effekt den jeder, der einmal auf Bühne gestanden hat, kennt. 100 Leute lachen, aber du siehst die einzige Person im Zuschauerraum, die nicht einzige Miene verzieht.</p>
<p>1984, mein zweites Jahr auf der Bühne, spielten wir im Sommer mit den Niegelungen auf einem kleinen Festival in der Nähe von Villingen-Schwenningen. Ca. 150 Personen, die von Anfang an richtig Spaß hatten. Nur ein einzelner Mann in der dritten Reihe sah mich die ganze Zeit irgendwie merkwürdig an und lachte während der ersten 30 Minuten nicht ein einziges Mal. Was solls, dafür waren ja die anderen supergut drauf. Wenn es doch so einfach wäre. Ob ich wollte oder nicht, mein Blick schweifte immer wieder zu diesem Mann. Irgendwann wird der doch wohl mal lachen? Nein. Nichts. Kein Lachen, kein Lächlen nur konzentriertes Starren. Blödmann.<br />
Während der Pause fragte ich meine zwei Mitstreiter, ob sie den Typen in der dritten Reihe gesehen hätten. Klar haben sie ihn gesehen. Wie kann man denn jemanden übersehen, der bei einer solchen Hammer Show nicht lacht. Langsam wurde ich sauer. Warum ist der überhaupt hier? Wenn er schon keinen Spaß am Leben hat, dann muss er sich doch keine Comedyshow ansehen? Oder hat ist es seine Lebensaufgabe andere Menschen runter zu ziehen, am besten noch die auf der Bühne, damit die bloß nie wieder versuchen andere zum Lachen zu bringen? Das einzig Gute war, wir hatten Pause und in der Regel machen sich solche Typen dann vom Acker, weil sie ihre schlechte Laune selber nicht mehr aushalten. Nicht er. Kaum hatten wie mit dem zweiten Teil angefangen, sah ich ihn schon wieder. Wow, ein Profi, der schafft es tatsächlich dir auch noch die zweite Hälfte zu vermiesen. Was mich noch mehr als sein nicht vorhandenes Lachen irritierte, war sein konzentriertes Starren. Was ist mit dem los? Geh, hau ab. Was hab ich dir getan? Plötzlich wurde es mir klar. Er ist der Mann von der Presse. Nicht nur, dass er keinen Spaß hat, nein, er genießt es jetzt schon wie er uns morgen in der örtlichen Zeitung total niedermacht. So dankbar wir damals über jede ausbezahlte Gage waren, viel wichtiger war aber eine gute Pressekritik. Es gab noch keine TV-Sendungen, wo du als Jungcomedian auftreten und bekannt werden konntest. Von daher hingen deine weiteren Auftritte fast ausschließlich von einzelnen Pressekritiken ab, nur die garantierten neue Auftritte. Eine gute Kritik aus Villingen-Schwenningen hätte uns das Tor zum kompletten Schwarzwald aufgemacht.</p>
<p>Ich weiß gar nicht mehr, wie die Show zu Ende ging, ob alle anderen Zuschauer weiterhin lachten, ob sie alle bis zur Zugabe blieben. Ich war fertig und frustriert. Kaum waren wir wieder in unsere Garderobe kam auch schon der Veranstalter und gratulierte uns. Kein Wort habe ich ihm geglaubt. Wir waren jung und er wahrscheinlich gut erzogen und wollte uns deshalb wahrscheinlich nicht sofort fertigmachen. Er lud uns sogar noch an die Bar ein. Dort würde ein Zuschauer sitzen, der gerne einmal persönlich mit uns sprechen würde. Auch wir waren gut erzogen, also gingen wir raus. Es ist ja klar, wer da auf uns wartete. Deshalb war der Veranstalter so nett. Die Zwei hatten das wahrscheinlich den ganzen Tag schon geplant. Nicht nur das diese eine Person nie lachte und uns morgen mit ihrer Kritik endgültig den Boden unter den Füssen wegreißen würde, jetzt musste er uns das alles auch noch persönlich sagen. Warum sind wir bloß hier hingefahren?</p>
<p>Ich weiß noch ganz genau, was dieser Mensch uns damals sagte. Er erzählte uns, dass er blind sei und so etwas noch nie erlebt hat. Da wir ja nicht die ganze Zeit gesprochen hätten, sei es für ihn nicht immer leicht gewesen der Show zu folgen, doch er hätte sich wahnsinnig konzentriert, um ja nichts zu verpassen. Auch wenn es ihn oft belastet blind zu sein, hätte er es heute während unserer Show total vergessen. Er wollte uns nur einmal sagen, wie toll er alles gefunden hat, wie viel Spaß und Energie wir ihm mitgegeben hätten und er wünscht uns, dass wir es noch ganz weit bringen würden.</p>
<p>Selten habe ich mich nach einem Auftritt schuldiger gefühlt als damals und doch führte dieser Abend zu einer der wichtigsten Bühnenerkenntnisse meines Lebens. Sobald du auf irgendeiner Bühne stehst, machst du dich abhängig von der Meinung anderer Menschen. Und negative Reaktionen haben immer eine stärkere Wirkung als eine Positive, aber lass dich nicht zu schnell verrückt machen. Es liegt nicht immer nur an dir, wenn mal irgendetwas nicht so funktioniert wie du es erwartest. Manche Zuschauer kommen schon gestresst zur Show oder sie sind gezwungen worden mit zu gehen oder sie sind krank oder sie verstehen kein deutsch. Konzentrier dich auf die Personen, die dir zuhören und auf deiner Seite stehen. Nur über diese kannst du dann auch den Rest der Zuhörer überzeugen.</p>
<p>Klingt einfach, ist es aber nicht. Ich habe auch immer auf die dicke Frau am Strand anschauen müssen. So hässlich konnte man einfach nicht sein. War sie auch nicht, denn sie war Teil eines Fernsehfilms. Jetzt weiß ich auch warum niemand sang und der Strand so schön war.</p>
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