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	<title>Deuser or Die &#187; medien</title>
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		<title>März 1995 – Two in One (manche Katastrophen kommen nur im Doppelpack)</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 09:42:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
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„Das freut uns, dass sie da sind, Herr Deuser. Haben sie die Bälle dabei? Herr Böttcher (Name vorsichtshalber geändert …) wartet schon auf sie. Sie können sofort reingehen.“
Erstaunlicher Empfang. Frau Müller-Wasserhaus, die Projektleiterin der Agentur Showlive, die mich für diesen Job vorgeschlagen hat, steht freundlich lächelnd neben der ebenfalls lächelnden Vorzimmerdame des Vorstandvorsitzenden des jungen Mobilfunkanbieters E-Plus, für den ich in 2 Wochen auf der Cebit arbeiten soll.
Merkwürdig &#8211; normalerweise werden dir erst einmal 3 Kaffee angeboten und erklärt, dass der GF oder Vorstand nur ganz wenig Zeit hat, parallel ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1832" title="doubletrouble" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/08/doubletrouble.jpg" alt="doubletrouble" width="590" height="353" /></p>
<p>„Das freut uns, dass sie da sind, Herr Deuser. Haben sie die Bälle dabei? Herr Böttcher (Name vorsichtshalber geändert …) wartet schon auf sie. Sie können sofort reingehen.“<br />
Erstaunlicher Empfang. Frau Müller-Wasserhaus, die Projektleiterin der Agentur Showlive, die mich für diesen Job vorgeschlagen hat, steht freundlich lächelnd neben der ebenfalls lächelnden Vorzimmerdame des Vorstandvorsitzenden des jungen Mobilfunkanbieters E-Plus, für den ich in 2 Wochen auf der Cebit arbeiten soll.<br />
Merkwürdig &#8211; normalerweise werden dir erst einmal 3 Kaffee angeboten und erklärt, dass der GF oder Vorstand nur ganz wenig Zeit hat, parallel wirst du ausführlich gebrieft, was du sagen kannst und was besser nicht und dann begleiten dich 5 Personen in sein Büro, die dann die ganze Zeit reden und erst, nachdem dem Chef endgültig der Kragen platzt, schaffst du es selber eine Minute mit ihm zu reden. Aber Direktdurchgehen? Finde ich gut!<br />
Wenn ich heute zu einem TV-Sender oder zu einem großen Unternehmen gehe, um eine Idee vorzustellen oder ein neues Projekt zu besprechen und alles läuft im Vorfeld so perfekt, dann weiß ich ganz genau: Da stimmt was nicht. Nun, für einen kurzen Moment hatte mich der Satz „Haben sie Bälle dabei?“ schon irritiert, aber richtig nervös werden lassen, hat er mich auch nicht.<br />
Der Grund unseres Treffens waren die letzten Absprachen für das Mitarbeiterfest auf der kommend Cebit, der weltweit größten Computer- und Telekommunikations-Messe der Welt. E-Plus, erst im Jahre 1993 gegründet und 1994 ins Netz gegangen, wollte dort zusammen mit allen Mitarbeitern „Ein Jahr im Netz“ feiern. Ich wurde gebeten eine Nummer zu entwicklen mit der ich lustig und kabarettistisch das letzte Jahr Revue passieren lassen könnte. Vieler solcher Jobs hatte ich damals auch noch nicht und als i-Tüpfelchen gab es eine unglaubliche „2000 DM“ &#8211; Gage plus 500 DM Texterstellung. Dafür haben sie auch das Beste bekommen, was ich damals anzubieten hatte: eine Business-Jonglage. Ich erklär mal kurz. Ich kann und konnte schon damals ganz gut jonglieren. Ich weiß Jonglieren an sich ist kreuzlangweilig, aber – ich benutze das Jonglieren, um damit, die von mir geschriebenen Geschichten, visuell zu untermalen. Wenn ich sage, dass am Ende alles wie am Schnürchen läuft, dann ziehe ich einen der Bälle wie an einem unsichtbaren Faden rauf und runter.<br />
Ok, wenn ich das jetzt lese, verstehe ich auch, warum ich das immer vormachen muss. Diese Nummer ist viel spektakulärer als sie sich anhört!! Aber das allerbeste dieser Nummer ist, dass ich die Texte für jede Gelegenheit neu schreibe und individuell anpasse. Sozusagen: Custom made. Letztens arbeitete ich mit einer jungen Agentur zusammen dessen Chef mich ganz ehrfürchtig fragte: „Sie schreiben jedes Mal eine komplett neue Nummer?“ Natürlich, was hätte ich auch sonst sagen sollen? Vielleicht das, was Herr Berlusconi auf die Frage, ob er immer treu gewesen sei, geantwortet hat? „Immer? Immer ist ein großes Wort, ich würde sagen oft.“<br />
Kurz noch ein Wort zu den Bällen. Ich bin davon ausgegangen, dass der Job sicher war und Frau Müller-Wasserhaus mich nur deshalb bat die Bälle mitzunehmen, weil sie die Nummer so sehr mag. Ich Blödmann, dachte ich wirklich, sie wollte danach mit mir ausgehen und ich könnte sie dann endgültig mit einer kleinen Jongliereinlage rumkriegen? Wahrscheinlich. Wahrscheinlich dachte ich auch, so ein Doppelname wäre Pflicht für eine Werbeagentur und hätte nichts mit ihrem Familienstand zu tun.<br />
Statt dessen eilte ich dem Vorstandsvorsitzenden entgegen und zwar alleine, denn hinter mir schloss sich, wie von Geisterhand bewegt, die schwere Holztür.<br />
„Herr Deuser, freut mich sie einmal persönlich kennenzulernen. Viel von ihnen gehört. Frau Müller-Wasserhaus hat mir von einer Jongliernummer erzählt, die wir eventuell mit ins Programm nehmen würden. Zeigen sie mal.“<br />
Wie, eventuell? Hat sie mir deshalb den Vertrag noch nicht geschickt? Sie sagte doch, sie hätte den Brief nur falsch adressiert? Ein echter Künstler wäre jetzt gegangen und hätte sofort seinen E-Plus Vertrag gelöst und mit Frau Müller-Wasserhaus Schluss gemacht. Jetzt hatte ich aber weder was mit ihr noch einen E-plus Vertrag und die Gage war auch schon längst verplant. Also nahm ich die Bälle aus meiner Aktentasche und legte los. 8 Minuten vor einem Mann, der tief versunken in seinem Ledersessel hinter einem 4 x 1,5 Meter großen Schreibtisch thronte und kritisch begutachtete, was ich da so machte. Mein Hauptproblem war, dass ich nicht wusste, wohin ich gucken sollte. Schaute ich nur auf die Bälle, könnte es unprofessionell wirken. Sobald ich ihn aber ansah, wurde er nervös und schaute weg. Auch keine Lösung. Er sollte die Nummer schon sehen, sonst kauft er sie ja nie. Jonglieren UND reden ist schon nicht einfach, aber wenn du während dessen noch überlegen musst, wie du deinen einzigen Zuschauer behandeln sollst, damit er sich nicht unwohl fühlt, dann fragst du dich schnell, warum du dein Studium nicht beendet hast.<br />
Nach 8 qualvollen Minuten hatte ich es geschafft. Er klatsche sogar einmal in die Hände und entließ mich mit den Worten: „Prima, dann in 2 Wochen.“ Schnell entscheiden konnte er zumindestens …<br />
2 Wochen später, ich in Hannover, Cebit, Messestand von E-Plus. Frau Müller-Wasserhaus, die mittlerweile doch sehr verheiratet aussieht, führt mich wieder sofort zu Herrn Böttcher. Nicht nur, dass er mich noch kennt, er ist förmlich aus dem Häuschen und duzt mich. Was 6 Tage Messe aus einem Menschen alles machen können. „Du, ich sag mal du. Also, die Nummer ist super. Die bringen wir direkt nach meiner Begrüßung und ich sag dich selber an, damit das so richtig gut kommt.“ Und damit ich mich so richtig wohlfühle, drückt er mir auch noch ein Bier in die Hand. Super und ich soll gleich jonglieren.<br />
90 Minuten später war es dann soweit, das Bier war zum Glück wieder abgebaut, Herr Böttcher begrüßt seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und dann kam die unglaublichste Ankündigung meiner ganzen Karriere.<br />
„Liebe Kollegen und Kolleginnen, wir haben heute einen jungen Künstler eingeladen mit einer ganz hervorragenden Nummer. Sie müssen sich das so vorstellen, er erzählt gleich mit 3 Bällen jonglierend die Geschichte unseres Unternehmens. Er zeigt, wie wir uns durch die Anfänge durchgeboxt haben und dann schließlich vor einem Jahr ins Netz gegangen sind und dabei jongliert er die ganze Zeit. Dann küsst er die Bälle und erzählt wie wir immer freundlich zu unseren Kunden geblieben sind. Wie wir uns nicht haben verunsichern lassen und statt dessen zugepackt haben. Passen dazu packt er die Bälle.“<br />
Hallo? Was macht der denn? Nicht nur, dass er das Geheimnis meiner Nummer verrät, ich sollte als Marketingexperte angekündigt werden, nein er erzählt die komplette Nummer inklusive aller Jonglierfiguren, die er pantomimisch nachmacht. Wie soll ich denn jetzt noch irgend jemand verblüffen, geschweige denn beeindrucken? Ich wurde immer blasser und blasser, da hörte ich auch schon den letzten Satz: „Genug der Worte, lassen sie sich verblüffen. Hier ist, achten sie auf den Vornamen, Knacki Deuser.“<br />
Ich gehe auf die Bühne, stehe neben ihm, da fällt ihm noch ein kurzer Zusatz ein. „Ach übrigens, bevor ich es vergesse, das Buffet ist eröffnet.“ Das hat der doch jetzt nicht wirklich gesagt? Doch er hat. Ich stehe auf der Bühne und 400 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen rennen an der Bühne vorbei zum Buffet.<br />
Was machen? Abbrechen, durchziehen oder solange überbrücken bis alle zurück sind? Auch diese Entscheidung nahm mir Herr Böttcher ab. Als Mann der schnellen Entscheidungen war er sofort bereit mir ein zweites Mal zu helfen. Er nahm einen Bistrotisch, stellte ihn vor die Bühne und verdonnerte seine Frau, ein weiteres Vorstandsmitglied und dessen Frau mir zu zuschauen. Also durchziehen. Zum Ende der Nummer kamen dann auch die ersten Mitarbeiter mit gefüllten Tellern vom Buffet zurück. In Ermangelung genügender Bistrotische setzten sie sich einfach auf die Bühne. Über ihre Rücken auf die Teller schauend, konnte ich feststellen, dass sich E-Plus beim Buffet nicht hat lumpen lassen.<br />
Herr Böttcher hat mir an diesem Abend noch 3x versichert, wie toll er die Nummer fand, aber engagiert hat er mich trotzdem nie mehr! Tja, egal wie gut deine Nummer ist, wenn sie keiner sieht, hast du ein Problem.<br />
Wie kommt man um solche Situationen herum? Erfahrung, Fingerspitzengefühl und vor allem die Rahmenbedingungen deines Jobs im Vorfeld genau klären. Aber manchmal gibt es Sachen, die gibt es einfach nicht. Ich wäre ich nie im Leben auf die Idee gekommen, dass jemand in der Ankündigung meine Jongliernummer komplett nacherzählt. Ein Ankündigung sollte die Aufmerksamkeit für die Person herstellen, die danach auftritt. Der Name und die Funktion sollte genannt werden, aber NIEMALS sollte die Nummer erklärt und beschrieben werden. Und wenn doch &#8211; trink ein Bier, lach über den Wahnsinn des Lebens und schreibe 5 Jahre später eine Nummer drüber.</p>
<p>Bild: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC</a> von <a href="http://www.flickr.com/photos/giles72/">giles farrington</a></p>
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		<title>Blogparade Vol. 1</title>
		<link>http://www.deuserordie.de/2009/07/16/blogparade-vol-1/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 14:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris Liebig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Comedy]]></category>
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		<category><![CDATA[medien]]></category>

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		<description><![CDATA[
Heute möchte ich euch ein paar interessante Blogs und Seiten vorstellen die uns regelmäßig mit dem richtigen Input versorgen. Auf diesem Blog bewegen wir uns ja auf diversen Gebieten und unsere Blogroll spiegelt das glaube ich ganz gut wieder. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch einige wackere Streiter aus unserem Netzwerk vorstellen mit denen wir immer gerne zusammenarbeiten.
Auch das Netz ist immer ein Geben und Nehmen. Daher freuen wir uns wenn ihr uns verlinkt und weiterempfehlt. Wir sind immer auf der Suche nach neuem Content, interessanten Blogs und Websites im ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/07/net_1.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-1647" title="net_1" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/07/net_1-1024x364.jpg" alt="net_1" width="591" height="210" /></a></p>
<p>Heute möchte ich euch ein paar interessante Blogs und Seiten vorstellen die uns regelmäßig mit dem richtigen Input versorgen. Auf diesem Blog bewegen wir uns ja auf diversen Gebieten und unsere Blogroll spiegelt das glaube ich ganz gut wieder. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch einige wackere Streiter aus unserem Netzwerk vorstellen mit denen wir immer gerne zusammenarbeiten.</p>
<p>Auch das Netz ist immer ein Geben und Nehmen. Daher freuen wir uns wenn ihr uns verlinkt und weiterempfehlt. Wir sind immer auf der Suche nach neuem Content, interessanten Blogs und Websites im Bereich Comedy. Wenn ihr also gute Link-Tipps habt, tut euch keinen Zwang an und teilt uns diese mit. Gerne würde ich unsere Blogroll um ein paar interessante Seiten erweitern.</p>
<p>So und nun zur Blogparade:</p>
<p><strong>Comedy &#8211; Was die Welt noch so komisches zu bieten hat.</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.chortle.co.uk">Chortle:</a> Englands Plattform Nr. 1 für Stand-Up Comedy. Da geht einiges.</li>
<li><a href="http://ccinsider.comedycentral.com/">Comedy Central Insider:</a> Interessante News zur Comedy in den Staaten.</li>
<li><a href="http://www.rooftopcomedy.com/">Rooftop Comedy:</a> Amerikanisches Portal für Stand-Up Comedy.</li>
<li><a href="http://improveverywhere.com/">Improv Everywhere:</a> Sehr interessante Projekte die Comedy in der Öffentlichkeit fortsetzen.</li>
<li><a href="http://willvideoforfood.com/">Kevin Nalts:</a> YouTube-Guru mit enormen Output. Dazu noch Marketing-Ass.</li>
<li><a href="http://www.ehrensenf.de">Ehrensenf:</a> Der Klassiker des deutschen WebTV. Immer wieder einen Blick wert.</li>
<li><a href="http://www.myspass.de">MySpass:</a> Unsere Partner-Plattform mit allem was Comedy zu bieten hat.</li>
<li><a href="http://video.nightwash.de">NightWash:</a> Deutschlands Comedy Talentschmiede Nr.1 mit toller Webiste;)</li>
</ul>
<p><strong>Blogroll &#8211; Blogs die wir lesen</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.gugelproductions.de/blog/">Bertram Gugel:</a> Der 1-Man-Thinktank in Sachen Online Video. Sehr wertvoll.</li>
<li><a href="http://www.gruenderszene.de/">Gründerszene: </a>News, Interviews und Interessantes rund um Start-Ups.</li>
<li><a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/">Indiskretion Ehrensache:</a> Der Journalist Thomas Knüwer bloggt Interessantes  zu den Medien.</li>
<li><a href="http://www.medienpiraten.tv/">Medienpiraten TV</a>/ <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/">Fernsehblog: </a>Fundierte Fernsehkritik von Peer Schrader, Journalist und Fernsehexperte.</li>
<li><a href="http://www.pr-blogger.de/">PR Blogger: </a>Die neuesten Trends der Online PR von Klaus Eck.</li>
<li><a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/">Stefan Niggemeier:</a> Medienkritik mit spitzer Feder vom Bild-Blog-Gründer.</li>
<li><a href="http://www.evsan.de/">Ibrahim Evsan:</a> Mr. Sevenload bloggt über sein Business, scheint nun aber komplett auf Twitter umgestiegen zu sein.</li>
<li><a href="http://www.longtail.com/">Chris Anderson:</a> Gute Denkansätze zur Internetökonomie vom Autor von The Long Tail und FREE.</li>
<li><a href="http://blogmaverick.com/">Mark Cuban: </a>Self-Made Milliadär mit herrlich kontroversen Ansätzen zum Internetbusiness.</li>
<li><a href="http://www.newteevee.com/">NewTeeVee:</a> Das Neueste in Sachen Webvideo.</li>
<li><a href="http://www.blogspot.cinematech.com/">Scott Kirsner:</a> Journalist und Autor von Fans, Friends and Followers und The Future of Webideo.Immer Lesenswert.</li>
</ul>
<p><strong>Netzwerk &#8211; Leute mit denen wir gerne zusammenarbeiten:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.film-manufaktur.de/">Robert Wiezorek:</a> Unser Mann für die bewegten Bilder. Regisseur und Kameramann erster Sahne.</li>
<li><a href="http://www.quasimono.net/">Alex Flucht:</a> Musikproduzent, „Die Band“ von NightWash und FC-Fan.</li>
<li><a href="http://www.guidoschroederfotografie.de/">Guido Schröder:</a> 1A- Fotograf und guter Freund der NightWash Familie.</li>
<li><a href="http://www.stevedix.de/blog">Steve Dix:</a> Comedian, Cartoonist und Brite. Unser Spezialist fürs Must See.</li>
<li><a href="http://www.derlars.com">Lars Hohlfeld:</a> Comedian, Autor und gern gelesener Gast-Blogger auf DoD.</li>
<li><a href="http://www.dom.de/">DOM:</a> Internet made in Köln. Seit den ersten Tagen auch mit NightWash verbündelt.</li>
</ul>
<p>So,nun seit ihr dran. Die Kommentare sind eröffnet&#8230;</p>
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		</item>
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		<title>Stand-Up A-Z: G wie Glaubwürdigkeit</title>
		<link>http://www.deuserordie.de/2009/04/01/stand-up-a-z-g-wie-glaubwurdigkeit/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 08:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stand-Up A-Z]]></category>
		<category><![CDATA[authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Comedy]]></category>
		<category><![CDATA[glaubwürdigkeit]]></category>
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		<description><![CDATA[
Glaubwürdigkeit
– eines der Schlüsselwörter der Unterhaltungsindustrie.
Glaube ich der Person, der ich zuschaue, was er oder sie gerade sagt oder spielt?
Natürlich wissen wir, dass Robert de Niro eine Rolle spielt, aber wir lassen uns von seiner Art der Darstellung mit in die Geschichte ziehen, weil wir ihm glauben, dass er diese Person sein könnte. Ich nehme Dieter Bohlen ab, dass er so ist, wie er bei DSDS auftritt. Das heißt nicht, das ich deshalb Dieter Bohlen immer mögen muss, aber wenn ich merken würde, seine ganze Art wäre nur ein einziger ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-771" title="glaubw1" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/04/glaubw1.jpg" alt="glaubw1" width="500" height="286" /></p>
<p><strong>Glaubwürdigkeit</strong><br />
– eines der Schlüsselwörter der Unterhaltungsindustrie.</p>
<p>Glaube ich der Person, der ich zuschaue, was er oder sie gerade sagt oder spielt?<br />
Natürlich wissen wir, dass Robert de Niro eine Rolle spielt, aber wir lassen uns von seiner Art der Darstellung mit in die Geschichte ziehen, weil wir ihm glauben, dass er diese Person sein könnte. Ich nehme Dieter Bohlen ab, dass er so ist, wie er bei DSDS auftritt. Das heißt nicht, das ich deshalb Dieter Bohlen immer mögen muss, aber wenn ich merken würde, seine ganze Art wäre nur ein einziger großer Fake, würde ich ihn mit Sicherheit schrecklich finden.<br />
Glaubwürdigkeit ist mehr als nur ein Tool, um Lacher zu erzeugen. Glaubwürdigkeit ist das Fundament für jedwelche Art der erfolgreichen Präsentation. Ich glaube das Konzept der Glaubwürdigkeit geht noch viel weiter. <span id="more-763"></span><strong>Verkaufsgespräche, Vorstellungsgespräche, Präsentationen, selbst erfolgreiches Flirten basiert immer auf der Glaubwürdigkeit des Auftretens.</strong><br />
Warum sollte ich mich auf jemanden einlassen, wenn ich ihm nicht glaube, dass er morgen früh wirklich, wie versprochen, das Frühstück macht?<br />
Ein Großteil der Schauspielarbeit beschäftigt sich mit der Erschaffung der Glaubwürdigkeit der Darstellung. Hier gibt es Techniken, Tipps und Coaches.</p>
<p>Wie aber sieht es im Bereich Stand-Up aus?<br />
Es gibt eine einfache Antwort: Sei einfach du selbst, steh zum dem, was du machst und wenn du dir selber nicht glaubst, was du sagst, lass es sein!<br />
Wenn du das umsetzt, jetzt noch ein paar Gags findest und ein paar Auftritte hinlegst ist deine Karriere gesichert. Wozu brauchst du Unterricht, vergiss diesen Blog, vergiss jegliche Form der Regiearbeit, wenn du dich auf der Bühne gefunden hast und dieses ICH vom Wesen her auch noch lustig ist, dann hast du es geschafft.<br />
Wenn man sich nun aber überlegt, wie schwer es schon ist im normalen Leben ICH zu sein, dann kann man sich vorstellen, wie viel schwerer es ist, diese geforderter Normalität in einer Stresssituation wie die eines Auftritts zu erreichen.<br />
Ihr könnt jahrelang euere Auftritte per Videoaufzeichnung analysieren, ich verspreche euch ihr seht sofort, wo ihr nicht echt seit, wo es nicht stimmt, aber dadurch werdet ihr nicht automatisch besser. Glaubwürdigkeit ist viel mehr ein Spiegelbild euerer inneren Einstellung zum Leben und zur Arbeit.  Was ist der Grund, warum du hier stehst? Musst du hier stehen oder willst du hier stehen? Was willst du den Menschen erzählen, willst du ihnen überhaupt etwas erzählen, willst du sie unterhalten oder geht es dir nur um den Ruhm? Wenn ja, musst du auch dazu stehen. Vielleicht bist du ja eher eine Verona Pooth als ein Woody Allen.<br />
Wenn du es machen musst, mache es und genieße deine Arbeit (siehe auch Artikel zu <a href="http://www.deuserordie.de/2008/08/13/stand-up-a-z-m-wie-mut/">Mut</a> und <a href="http://www.deuserordie.de/2008/12/17/stand-up-a-z-z-wie-zufriedenheit/">Zufriedenheit</a>).<br />
Mir ist jemand viel lieber, der die ganze Zeit nuschelt, aber zu seinem Vortag steht, als jemand der mich rhetorisch hervorragend anlügt. Unter diesem Aspekt möchte ich mich sogar zu einem Ausruf hinreißen lassen: Rhetorik wird total überbewertet.<br />
Trotzdem möchte ich abschließend noch mal klarstellen. Glaubwürdigkeit macht euren Vortrag oder eure Präsentation nicht sofort lustiger, aber sie macht sie auf jeden Fall besser.</p>
<p>Zusatz:<br />
In diesem Zusammenhang noch eine Anmerkung des Autors zu einem etwas heiklem Thema.</p>
<p>Meine Schauspiel-Lehrerin in NY hat mir mal zum Thema Nervosität und Glaubwürdigkeit folgenden Tipp gegeben: &#8220;Be a man on mission.&#8221; &#8211; Finde, woran du glaubst und was dich wirklich auf die Bühne treibt und stehe dazu.</p>
<p>Eine tiefe Überzeugung macht dir das Auftreten soviel einfacher. Sie hatte damals auch bewusst auf die ganzen religiösen Selbstmordattentäter verwiesen und uns gesagt, dass sie sicherlich vor ihren Anschlägen nervös seinen. Doch sei ihr Glaube (meistens) so stark, dass sie ihren ganz Mist trotzdem durchziehen. Ein eindrückliches, wenn auch schwieriges Beispiel.<br />
Vielleicht sollten wir mal darüber nachdenken, warum wir immer erst dann zu unseren Überzeugungen stehen, wenn sie in eine aggressive Form umschlagen…</p>
<p>Foto: CC by <a href="http://www.flickr.com/photos/-jule/">Jule&#8217;Kill</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>TV &#8211;  warum gibt es (manchmal) doch neue Gesichter?</title>
		<link>http://www.deuserordie.de/2009/01/26/tv-warum-gibt-es-manchmal-doch-neue-gesichter/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 08:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thinktank]]></category>
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Immer wieder hört man ähnliche Aussagen. Im Fernsehen treten doch immer nur dieselben bekannten Nasen auf (Nun bei Mike Krüger und Gottschalk stimmt sogar der Begriff).
Und doch gibt es ja immer mal wieder Überraschungen. Plötzlich taucht ein Mario Barth auf oder eine Cindy (auch wenn sie jetzt schon wieder zum Inventar gehören).
Sind sie wirklich nur Zufallsprodukte?
Das glaube ich nicht. Fernseh-Producer und Entscheider haben in der Regel zwei Seelen in ihrer Brust schlagen. Zum Ersten wollen sie erfolgreich sein. Das heißt, sie greifen das auf, was Erfolg garantiert oder schon in ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-286" title="miketommy2" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/01/miketommy2.jpg" alt="" width="500" height="218" /><br />
Immer wieder hört man ähnliche Aussagen. Im Fernsehen treten doch immer nur dieselben bekannten Nasen auf (Nun bei Mike Krüger und Gottschalk stimmt sogar der Begriff).<br />
Und doch gibt es ja immer mal wieder Überraschungen. Plötzlich taucht ein Mario Barth auf oder eine Cindy (auch wenn sie jetzt schon wieder zum Inventar gehören).<br />
Sind sie wirklich nur Zufallsprodukte?<br />
Das glaube ich nicht. Fernseh-Producer und Entscheider haben in der Regel <strong>zwei Seelen in ihrer Brust schlagen</strong>. Zum Ersten wollen sie erfolgreich sein. Das heißt, sie greifen das auf, was Erfolg garantiert oder schon in anderen Bereichen erfolgreich ist.<span id="more-273"></span><br />
Daraus kann man die erste Chance für „neue Gesichter“ ableiten: Nicht nur aufs Fernsehen schielen, sondern versuchen sich durch <a href="http://www.deuserordie.de/2008/10/13/der-unterhaltungsmarkt-iii-live-dreh-und-angelpunkt/">Live-</a>, <a href="http://www.deuserordie.de/2008/12/08/der-unterhaltungsmarkt-ix-radio/">Radio-</a>, <a href="http://www.deuserordie.de/2008/08/25/besonderheit-von-internetproduktionen/">Webproduktionen</a> so interessant zu machen, dass man immer wieder auffällt, solange bis die Entscheider das Gefühl haben man steht für „Erfolg“ und „gehört dazu“. Ich finde, dass z. B. Jan Böhmermann diese Strategie momentan sehr beachtlich und konsequent durchzieht.</p>
<p>Die zweite Seele steht für die <strong>künstlerische Seite eines Producers</strong>. Jeder Produzent möchte natürlich auch Dinge und Künstler als Erster präsentieren und damit beweisen, dass er oder sie mehr ist als nur ein Abwickler. Man ist Entdecker, mit einem untrüglichen Gespür für neuste Trends. Und ich bin froh, dass es diese Seite gibt, denn sonst würden es nie neue Gesichter auf den Schirm schaffen.<br />
Aber man sollte sich als Künstler, der in einer solchen Gunst steht, klar machen, dass dieses Zeitfenster eine begrenzte Lebensdauer hat. Denn irgendwann ist man überall rumgereicht und vorgestellt worden, und verliert ohne, dass man wirklich die Chance für eine Produktion bekommen hat, schon wieder den Bonus des Neuen. Und dann ist man <strong>das Schlimmste für alle TV-Entscheider: &#8220;halbbekannt&#8221;.</strong> Man kennt dich, aber dein Name steht nicht für den sofortigen Erfolg.<br />
Leider habe ich es viel zu häufig mitbekommen, wie dieses Zeitfenster leichtsinnig verschenkt worden ist. So wichtig Agenten für Künstler sind, in dieser Phase machen sie die meisten Fehler. Agenturen sehen sich häufig als Beschützer der Künstler, die ihnen helfen die Karriere zu lenken. Aber man kann eine Karriere nur lenken, wenn sie auch da ist. Für diese Phase gibt es keinen besseren Spruch wie: „Man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist.“<br />
Natürlich kann man mit längeren Verhandlungen mehr Geld herausschlagen, aber man kann auch den Job erst gar nicht bekommen und in der Anfangszeit ist es wichtiger überhaupt ins Fernsehen zu kommen als den optimalen Vertrag herauszuschlagen. Und selbst wenn man den Job hat, muss man durchhalten. Das Geld kommt irgendwann von alleine und sei es durch Live- oder <a href="http://www.deuserordie.de/2008/11/03/der-unterhaltungsmarkt-v-industriejobs/">Industrieauftritte</a>.<br />
Und den „Halbbekannten“ sei gesagt, im Prinzip gilt für sie dasselbe wie für die neuen Gesichter. Man sollte sich vom Fernsehen unabhängig machen. Seine Kraft in andere Medien stecken und sich dort einen Namen aufbauen. Jetzt braucht man eine richtig gute Agentur, die hartnäckig deinen Namen im Spiel hält. Und – abwarten, denn irgendwann sind alle Entscheider auf anderen Posten und vielleicht bist du plötzlich wieder ein „neues Gesicht“.</p>
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		<title>TV &#8211; warum immer die selben Gesichter?</title>
		<link>http://www.deuserordie.de/2009/01/19/tv-warum-immer-dieselben-gesichter/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Jan 2009 08:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Nach welchen Kriterien werden Shows besetzt? 
„Warum sieht man immer die selben Gesichter? Warum nimmt mich keiner in die Show? Ich bin doch soviel besser als diese ganzen Schnapsnasen.“ Fragen, die sich sicherlich jeder einmal gestellt hat.
Um zu verstehen warum, und wie Shows besetzt werden, sollte man sich einmal klar machen, wie Sendungen produziert werden und wer dafür verantwortlich ist.
Grundsätzlich gibt es zwei Produktionswege: Entweder der TV-Sender produziert die Sendung selber oder der Auftrag wird an eine externe Produktionsfirma vergeben. Bei Inhouse-Produktionen werden die Sendungen von angestellten Redakteuren entwickelt und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-275" title="tv_1" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/01/tv_1.jpg" alt="" width="500" height="273" /></p>
<p><strong>Nach welchen Kriterien werden Shows besetzt? </strong></p>
<p>„Warum sieht man immer die selben Gesichter? Warum nimmt mich keiner in die Show? Ich bin doch soviel besser als diese ganzen Schnapsnasen.“ Fragen, die sich sicherlich jeder einmal gestellt hat.<br />
Um zu verstehen warum, und wie Shows besetzt werden, sollte man sich einmal klar machen, <strong>wie Sendungen produziert werden und wer dafür verantwortlich ist.</strong><span id="more-274"></span><br />
Grundsätzlich gibt es zwei Produktionswege: Entweder der TV-Sender produziert die Sendung selber oder der Auftrag wird an eine externe Produktionsfirma vergeben. Bei Inhouse-Produktionen werden die Sendungen von angestellten Redakteuren entwickelt und begleitend produziert. Diese Form ist hauptsächlich bei den öffentlich-rechtlichen Sendern anzutreffen. Die Privaten haben sich in den letzten Jahren immer mehr von ihren eigenen Produktions-Units getrennt, um so Overheadkosten zu sparen. Man kauft das, was man will, ohne den ganzen Produktions-Apparat aufrechtzuerhalten (Mittlerweile ist wieder eine Diskussion im Gange, ob das wirklich so schlau war).<br />
Aufträge werden an Produktionsfirmen (Constantin, Grundy Light, UFA, Brainpool, Zeitsprung, etc.) vergeben. In diesem Fall schreiben Redakteure Projekte aus, für die sich die Unternehmen bewerben oder (üblicher Fall) die Produktionsfirmen stellen Ideen und Projekte vor, die dann vom Sender angenommen oder abgelehnt werden.</p>
<p>War das nicht schon früher so? Warum habe ich als Zuschauer aber das Gefühl, Fernsehen ist bei Weitem nicht mehr so mutig wie noch vor 10-15 Jahren?<br />
Ich bin mir gar nicht so sicher, ob Fernsehen früher soviel mutiger war, denn richtig mutig zu sein ist nicht der Job des Fernsehens. <strong>Fernsehen ist ein Massenmedium, daher ist ein Ziel immer möglichst viele Menschen zu erreichen und das bedingt nun mal auch jede Menge Kompromisse. </strong><br />
Doch wenn ich ehrlich bin, habe auch ich das Gefühl, dass Fernsehsendungen fast immer professioneller wirken als früher, aber dafür sind sie bei Weitem nicht mehr so nuancenreich wie früher.</p>
<p><strong>Ich denke, dafür gibt es mehrere Gründe:</strong></p>
<p>1.	Es ist zu einer Machtverschiebung innerhalb der Sender gekommen. <strong>Die Sender werden immer professioneller geführt</strong>, das heißt Bereiche wie Marktforschung, Marketing und Controlling haben immer größere Bedeutung bekommen und sie werden immer hierarchischer aufgebaut. Das führt dazu, dass immer weniger Menschen immer mehr Entscheidungsbefugnisse bekommen. Nicht mehr fünf unterschiedliche Redakteure entscheiden über jeweils eine Sendung, sondern ein Unterhaltungschef über fünf Shows. Und da Geschmack bekannter Maßen immer auch eine persönliche Sache ist, wird der „Geschmack“, also der Stil und die Tonalität der Sendungen von immer weniger Menschen bestimmt. Was klar macht, warum z. B. Comedy-Sendungen, Castingshows oder Hilfeshows immer ähnlicher werden.</p>
<p>2.	<strong>Die Entscheider (sowohl auf Sender, als auch auf der Seite der Produktionsfirmen) werden auch nicht jünger. </strong>Natürlich ist man mit Ende 20 mutiger, was Geschmack und auch deren Verwirrungen angeht, als mit Mitte 40.  Ein großer Flop, der auch schnell mal zu einer Entlassung führen kann, wird vielleicht mit 28 noch hingenommen, aber wenn man erst einmal verheiratet ist, 1-2 Kinder hat und ein Haus abzahlen muss, überlegt man sich ganz genau, ob man Experimente mit unbekannten Leuten angeht.</p>
<p>3.	Jahrelang wurde immer nur über Kosten diskutiert, über schlankere Unternehmen, weniger Fixkosten. Dies hat dazu geführt, dass immer häufiger nur noch Zeitarbeitsverträge verhandelt werden. Dies ist aus Sicht der Unternehmen, sowohl Sender als auch Produktionen, verständlich, aber dem Trend, dass <strong>Angst ein immer größerer Faktor bei Entscheidungen</strong> wird, ist damit sicherlich erheblich Vorschub geleitet worden. Das Fernsehbusiness ist also zu einem großen Teil ein Fear Driven Business und so etwas fördert keine besonders große Vielfalt. Aus diesem Blickwinkel heraus betrachtet, kann man verstehen, warum man gerne mit bekannten Gesichtern arbeitet. Wenn man mit Atze eine Sendung besetzt, weiß man, was man hat. Es wird sicherlich nicht mehr der „Burner“ oder der Überraschungserfolg des Jahres, aber man kann auf eine feste Fangemeinde aufbauen und so den schlimmsten Flop abwenden. Und da Flops größere Auswirkung auf die persönliche Karriere der Entscheider haben als Topps, ist man mehr mit Flopverminderung beschäftigt als mit der Toppentwicklung.</p>
<p>Soweit ein Erklärungsansatz, der erklärt warum es so eine geringe Künstlerfluktuation gibt. Der nächste Aufsatz beschäftigt sich mit der Frage, warum gibt es (manchmal) doch neue Gesichter im Fernsehen und was kann ich als Künstler oder Agentur tun um diese Prozesse anzuschieben und zu steuern.</p>
<p><strong>To be continued…</strong></p>
<p>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/davegoodman/">Happy Dave (</a><a href="http://www.flickr.com/photos/davegoodman/">CC)</a></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Dieser Artikel ist Teil einer Serie zum Unterhaltungsmarkt.</p>
<p>Bisher sind hier erschienen:<br />
(X) &#8211; <a href="http://www.deuserordie.de/2008/12/15/der-unterhaltungsmarkt-x-radio-als-pr-instrument-fur-kunstler/">Radio als PR-Instrument für Künstler </a><br />
(IX) &#8211; <a href="http://www.deuserordie.de/2008/12/08/der-unterhaltungsmarkt-ix-radio/">Radio </a><br />
(VIII) &#8211; <a href="http://www.deuserordie.de/2008/12/01/der-unterhaltungsmarkt-viii-medien/">Medien</a><br />
(VII) &#8211; <a href="http://www.deuserordie.de/2008/11/16/der-unterhaltungsmarkt-vii-dauerthema-%e2%80%9ecatering%e2%80%9c/">Dauerthema „Catering“ </a><br />
(VI) &#8211; <a href="http://www.deuserordie.de/2008/11/10/der-unterhaltungsmarkt-vi-%e2%80%9eindustriejobs%e2%80%9c-allgemeine-tipps/">„Industriejobs“- allgemeine Tipps </a><br />
(V) &#8211; <a href="http://www.deuserordie.de/2008/11/03/der-unterhaltungsmarkt-v-industriejobs/">Industriejobs</a><br />
(IV) &#8211; <a href="http://www.deuserordie.de/2008/10/20/der-unterhaltungsmarkt-iv-die-zukunft-liegt-im-livegeschaft/">Die Zukunft liegt im Livegeschäft</a><br />
(III) &#8211; <a href="http://www.deuserordie.de/2008/10/13/der-unterhaltungsmarkt-iii-live-dreh-und-angelpunkt/">Live: Dreh- und Angelpunkt</a><br />
(II) &#8211; <a href="http://www.deuserordie.de/2008/10/06/der-unterhaltungsmarkt-ii-das-magische-dreieck/">Das magische Dreieck</a><br />
(I) &#8211; <a href="http://www.deuserordie.de/2008/09/29/der-unterhaltungsmarkt-i-%e2%80%9ekann-man-davon-leben%e2%80%9c/">„Kann man davon leben?“</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Unterhaltungsmarkt (X) &#8211; Radio als PR-Instrument für Künstler</title>
		<link>http://www.deuserordie.de/2008/12/15/der-unterhaltungsmarkt-x-radio-als-pr-instrument-fur-kunstler/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Dec 2008 07:10:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Auch wenn für Künstler und Agenturen das Fernsehen meistens wichtiger ist, das Internet oft cooler, so ist für mich das Radio, das am meisten unterschätze Medium.
Das Fernsehen macht dich bekannt, aber das Radio füllt die Hallen.
Ich glaube den Musikern muss ich diese These kaum noch erläutern. Hat es früher gereicht in der Viva- oder MTV-Rotation aufgenommen zu werden, musst du es heute in die Radio-Rotation schaffen. (Rotation: wöchentlicher Abspielplan der Musikredakteure)
Das Radio wird deshalb so wichtig, weil sich einerseits die klassischen Musiksender immer mehr zu Jugendsendern transformieren und dabei das ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-236" title="Radio" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2008/12/radio2.jpg" alt="" width="500" height="203" /><br />
Auch wenn für Künstler und Agenturen das Fernsehen meistens wichtiger ist, das Internet oft cooler, so ist für mich das Radio, das am meisten unterschätze Medium.<br />
<strong>Das Fernsehen macht dich bekannt, aber das Radio füllt die Hallen.<span id="more-235"></span></strong></p>
<p>Ich glaube den Musikern muss ich diese These kaum noch erläutern. Hat es früher gereicht in der Viva- oder MTV-Rotation aufgenommen zu werden, musst du es heute in die Radio-Rotation schaffen. (Rotation: wöchentlicher Abspielplan der Musikredakteure)</p>
<p>Das Radio wird deshalb so wichtig, weil sich einerseits die klassischen Musiksender immer mehr zu Jugendsendern transformieren und dabei das Abspielen der Musiktracks immer mehr in den Hintergrund tritt und andererseits sich aber auch die Geschäftsmodelle der Bands ändern. Immer weniger wird mit dem Verkauf der Songs verdient, immer wichtiger werden die Einnahmen durch Touren und Merchandising.<br />
In diesem Zusammenhang werden die Radiostationen nicht nur als Abspielstationen für die Songs gebraucht, sondern immer mehr als <strong>Präsentatoren der Konzerte</strong>. Diese Präsentationsleistungen schafft ein Sender wie MTV nur bei internationalen Großereignissen. Die Radiostationen können hier aber lokal, auch kurzfristig, Erstaunliches auf die Beine stellen.<br />
Was die Promotion der Songs angeht, hat das Internet sehr viel von der Arbeit von MTV übernommen, z. B. durch MySpace. <strong>Aber sobald es um Konzertpromotion geht, fehlt dem Internet die lokale Kraft.</strong></p>
<p>Auch für Comedians, Kabarettisten und ihre Agenturen stellt das Radio eine große Möglichkeit zur Tourpromotion dar und ich finde, dass diese Möglichkeit oft nicht genug eingesetzt bzw. gesucht wird.<br />
Aus meiner Erfahrung weiß ich, wenn ein Comedian einen Radiosender dazu gebracht hat, seine Tour zu promoten, dann steigen die Verkaufszahlen sofort. Natürlich verstehen das die Sender auch und versuchen im Gegenzug ihre eigenen Shows auf die Beine zu stellen. Vorreiter in Deutschland war SWF 3 mit ihrer Gagtory-Tour. Mittlerweile gehen auch 1Live und Radio NRW regelmäßig mit Comedyshows auf Tour (Nicht ganz ohne mein Einwirken.).</p>
<p>Das Problem ist nur, dass die Sender nicht immer über die nötigen hauseigenen Künstler verfügen, die auch Live funktionieren. So kann man die Showreihen entweder nicht regelmäßig durchführen oder sie werden einfach zu aufwendig, weil man Radio auf Tour schicken will und nicht, wie ich finde, eine Liveshow macht. Das heißt, man braucht Künstler, die nicht nur im Radio, sondern auch Live funktionieren. Ganz clever hat es SWR 3 gemacht. Ihr wichtigster Comedian funktioniert sowohl hervorragend mit seinen Radiocomedys, als auch Live (Andreas Müller) und da er dieses Zusammenspiel anscheinend gut versteht, ist er mittlerweile auch zum Unterhaltungschef der Station geworden.</p>
<p>Die Frage für Künstler muss also lauten: Wie komme ich an die Radiosender? Ich glaube sie werden euch dann promoten, wenn sich der Sender durch die Präsentation einen Image-Gewinn verspricht oder (jetzt wird es interessant) wenn ihr es schafft, irgendwo im Programm des Senders aufzutauchen.<br />
Einfachste Möglichkeit sind Comedy-Radiospots, die man produziert und den Sendern anbietet. Aber man kann auch Ideen für regelmäßige Sendungen anbieten oder versuchen die Moderatoren der Sender in bestehende Live-Projekte mit einzubeziehen oder man heiratet sich ein oder…<br />
Wie Ihr es tatsächlich macht, ist letztendlich Eure Aufgabe oder die Eurer Agenturen, wenn Ihr die Radiosender im Boot habt, kommt das Fernsehen von ganz alleine. Siehe Paul Panzer.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Unterhaltungsmarkt (VIII) &#8211; Medien</title>
		<link>http://www.deuserordie.de/2008/12/01/der-unterhaltungsmarkt-viii-medien/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 06:30:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
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Massenmedien
Mit den folgenden Artikeln möchte ich mich langsam dem glamourösesten Teil des Unterhaltungsmarktes nähern: dem Bereich der „Medien“.
Genau genommen reden wir von den Massenmedien, aber ich bleibe bei allen weiteren Ausführungen bei meiner Kurzform.
Die Medien werden normalerweise unterteilt in Printmedien (Zeitung, Zeitschriften), elektronische Medien (Radio, TV, Kino) und digitale Medien (Internet, Handy). Eins haben alle gemeinsam: Es handelt sich hier um (Massen-)Kommunikationsmittel, über die ein Absender öffentlich Inhalte, an eine nicht festgelegt Menge von Empfängern, weitergibt.
Mir geht es weniger um die technischen Abläufe und Prozesse dieser Kommunikationsformen, als vielmehr um ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-217" title="Unterhaltungs-Dreieck" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2008/12/dreieck4.jpg" alt="" width="350" height="165" /></p>
<p><strong>Massenmedien</strong><br />
Mit den folgenden Artikeln möchte ich mich langsam dem glamourösesten Teil des <a href="http://www.deuserordie.de/?s=unterhaltungsmarkt">Unterhaltungsmarktes</a> nähern: dem Bereich der „Medien“.<br />
Genau genommen reden wir von den Massenmedien, aber ich bleibe bei allen weiteren Ausführungen bei meiner Kurzform.<br />
Die Medien werden normalerweise unterteilt in Printmedien (Zeitung, Zeitschriften), elektronische Medien (Radio, TV, Kino) und digitale Medien (Internet, Handy). Eins haben alle gemeinsam: Es handelt sich hier um (Massen-)Kommunikationsmittel, über die ein Absender öffentlich Inhalte, an eine nicht festgelegt Menge von Empfängern, weitergibt.<span id="more-216"></span><br />
Mir geht es weniger um die technischen Abläufe und Prozesse dieser Kommunikationsformen, als vielmehr um die Jobmöglichkeiten, die die Medien bieten und um die <strong>Chancen und Gefahren</strong>, die dieser Bereich für darstellende Künstler darstellt.<!--more--></p>
<p>Wo kann ich arbeiten? Wie kann ich sie für meine Karriere benutzen? Wo werde ich benutzt? Wo muss ich aufpassen? So könnte man die Hauptfragen zusammenfassen, mit denen ich mich in der nächsten Zeit beschäftige.</p>
<p><strong>„Er ist im Fernsehen – jetzt hat er es geschafft.“</strong><br />
Wenn man Menschen fragt, was ein Künstler braucht, um erfolgreich zu werden, dann wird die Mehrzahl sagen: das Fernsehen. Das Fernsehen hat, wie ich schon in früheren Artikeln beschrieben habe, eine unglaubliche <strong>Bedeutung für die gesellschaftliche Akzeptanz</strong>. Einzig das Kino hat einen größeren Glamourfaktor.<br />
Letztens hat mir ein Musiker eine neue Geschichte zu meinem Lieblingsthema erzählt:<br />
Er, ein sehr erfolgreicher Studiomusiker, immer ausgebucht, viele Veröffentlichungen, wurde immer wieder gefragt: „Du bist Musiker? Kannst du davon leben?“<br />
Lange Zeit hat er genau erklärt, was er macht und dass sein Job sehr einträglich ist. Aber geglaubt hat es ihm keiner. Schließlich hat er sich für eine neue Standardantwort entschieden: „Ja, ich bin Musiker, aber Fernsehmusiker.“ Ab diesem Moment hat keiner mehr seinen Job infrage gestellt.<br />
Ganz ehrlich, was ist ein Fernsehmusiker? Bis auf eine Handvoll Bandmitglieder der Raab-Band gibt es die doch gar nicht. Klingt aber überzeugend.</p>
<p><strong>Fernsehen = Bekanntheit = Geld ?</strong><br />
Wer im Fernsehen ist, ist bekannt und Bekanntheit wird gleichgesetzt mit Reichtum.<br />
Sehr gefährlich. Die wirklich reichen Menschen dieser Welt wissen ganz genau, dass gerade Bekanntheit der größte Nachteil vom Reichtum ist. Wenn du wirklich erfolgreich bist, wirst du auch sehr wahrscheinlich bekannt werden. Das Hauptproblem unserer momentanen Mediengesellschaft ist aber, dass wir Ruhm oft als eigenständige Qualität betrachten und glauben mit dem Ruhm kommt auch automatisch Geld und Zufriedenheit. Allein auf dieser Prämisse funktionieren die unterschiedlichsten Daily Talkshows oder Big Brother.<br />
Leider stimmt das selten, sondern der Ruhm macht alles nur noch schlimmer. Jetzt kennt dich die Welt, oder noch schlimmer, jetzt macht sich die Welt über dich lustig und als Ausgleich hast du vielleicht ein paar Tausend Euros verdient. Toller Deal.</p>
<p><strong>Die Grundfrage</strong><br />
Deshalb muss die Grundfrage für jeden ernsthaften Künstler-/in lauten: Will ich einen guten Job machen, habe ich Träume von eigenen Werken oder habe ich nur den Traum vom Ruhm?<br />
Auf die erste Seite der BILD zu kommen, ist viel einfacher als man glaubt, aber ob das zu einem erfüllten Leben reicht??<br />
Künstler sollten <strong>Täter und keine Opfer sein</strong>. Wie kann ich die Medien für meine Wünsche benützen? Und nicht, wie werde ich benutzt? Das Fernsehen bringt nur dann was, wenn du dort einen Job erhältst oder wenn du eine Idee oder ein Produkt hast, das du dort weiter vermarkten willst. Für Künstler, die mit ihren Soloshows auf Tour gehen, macht ein Auftritt bei „Genial daneben“ Sinn. Aber ein Auftritt bei dem „Supertalent“ ist immer ein Spiel mit dem Feuer. (Paul Potts hat schon vorher gesungen und wollte Sänger werden, deshalb hat es ihm auch geholfen.)</p>
<p>So, das war der Anfang. Ich werde die kommenden Wochen nutzen, um mich weiter in dieses Thema reinzuarbeiten. To be continued…</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Unterhaltungsmarkt (III) &#8211; Live: Dreh- und Angelpunkt</title>
		<link>http://www.deuserordie.de/2008/10/13/der-unterhaltungsmarkt-iii-live-dreh-und-angelpunkt/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Oct 2008 07:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Im vorherigen Aufsatz habe ich auf das magische Dreieck hingewiesen. Schwerpunkt dieses Kapitels ist der Bereich „Live“.
„Live“ ist für mich der Dreh- und Angelpunkt eines jeden Künstlers. 
Nur die wenigsten Künstler haben ihr Geschäft direkt im Medienbereich begonnen. Eine Ausnahme sind vielleicht Radiomoderatoren und einige Schauspieler. Doch es gibt kaum einen Comedian, der nicht vor seiner Fernseh- oder Filmkarriere live aufgetreten ist. Selbst unsere Fernsehköche haben erst „Live“ in ihrem Restaurant gekocht bevor sie durch Fernseh-Shows bekannt wurden.
Es gibt einige Künstler, seien es Animateure oder Coaches, die im Industriebereich begonnen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2008/10/dreieck23.jpg" alt="" title="Maisches Dreieck II" width="350" height="165" class="alignnone size-full wp-image-170" /><br />
Im vorherigen Aufsatz habe ich auf das <a href="http://www.deuserordie.de/2008/10/06/der-unterhaltungsmarkt-ii-das-magische-dreieck/">magische Dreieck</a> hingewiesen. Schwerpunkt dieses Kapitels ist der Bereich „Live“.<br />
<strong>„Live“ ist für mich der Dreh- und Angelpunkt eines jeden Künstlers. </strong><br />
Nur die wenigsten Künstler haben ihr Geschäft direkt im Medienbereich begonnen. Eine Ausnahme sind vielleicht Radiomoderatoren und einige Schauspieler. Doch es gibt kaum einen Comedian, der nicht vor seiner Fernseh- oder Filmkarriere live aufgetreten ist. Selbst unsere Fernsehköche haben erst „Live“ in ihrem Restaurant gekocht bevor sie durch Fernseh-Shows bekannt wurden.<br />
Es gibt einige Künstler, seien es Animateure oder Coaches, die im Industriebereich begonnen haben und von da aus ihre Künstlerkarriere gestartet haben. Aber auch dies sind nur wenige Fälle.<br />
(Genaueres hierzu gibt es bald im Kapitel „Industrie“)</p>
<p>Kurz zur Klärung des Unterschiedes zwischen <strong>„Live“ und „Industrie“</strong>. Im Industriebereich tritt der Künstler als <strong>Dienstleister</strong> auf. Seine Person oder seine Fähigkeiten werden eingesetzt, um eine Idee, ein Produkt oder einen anderen Menschen in ein von den ihn engagierenden Personen oder Unternehmen geplantes „Licht&#8221; zu setzen.<br />
Im Livebereich geht es um seine <strong>eigene Idee und Show</strong>, die dem Zuschauern gegen einen gewissen (Eintritts-) Preis angeboten werden. Sozusagen: <strong>Ego versus Dienstleistung</strong>. </p>
<p>Alle die selber im Showgeschäft arbeiten wissen, wie viele Graduierungen es gibt. Aber der grundsätzliche Unterschied ist klar: Geht es um meine Show oder soll ich dafür sorgen, dass Henkel mehr Persil verkauft?</p>
<p>Im Schaubild thront der Medien-Bereich über den anderen zwei Bereichen. Mit Absicht &#8211; die <strong>Medien sind der Turbo der Karriere</strong>. Kommen vor dem Kontakt mit den Medien 30 Zuschauer, sind es danach vielleicht 800.<br />
Es ist nicht nur das TV, das einen Künstler bekannt macht, es kann auch ein <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,554074,00.html">„Spiegel“-Artikel</a> oder ein <a href="http://de.youtube.com/watch?v=dMH0bHeiRNg">Youtube-Video</a> sein. Aber nur durch Live-Auftritte berühmt zu werden hat wohl seit der Erfindung der Buchdruckkunst kaum ein Künstler geschafft.<br />
Jedoch hilft nicht jeder Fernseh-, Radio- oder Zeitungsbericht einem Künstler automatisch die Hallen zu füllen. Das Einzige was die Medien sicher schaffen, ist <strong>gesellschaftliche Akzeptanz</strong>: „Er/sie ist Künstler.“ Im Kapitel „Medien“ werde ich noch einmal genauer noch auf die unterschiedlichen Medien und ihre Funktionsweisen und Einsatzmöglichkeiten eingehen.</p>
<p>Doch ohne ein Live-Produkt hilft die tollste Promotion-Maschine nichts. Ein Musiker, der seine eigene Band hat und Lieder schreiben kann, hat eine größere Überlebenschance als jeder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland_sucht_den_Superstar">DSDS</a>-Star. Was ist aus den Big Brother-Stars geworden?<br />
Sehr wenig, einzig allein Jürgen hat es mit seinen Ballermann-Songs und <strong>Live-Auftritten</strong> geschafft irgendwie im Geschäft zu bleiben und darf auch mal bei  9Live moderieren. Die Frage ist, nur ob das ein Lebenstraum ist?<br />
<a href="http://www.ingo-oschmann.de/">Ingo Oschmann</a> ist, was die Casting-Shows angeht, einer der wenigen Ausnahmen. Er hat StarSearch gewonnen und ist immer noch im Geschäft. Warum? Weil er schon vorher Künstler war und<strong> nie aufgehört seine Shows zu spielen</strong>. So geht es!</p>
<p>To be continued…</p>
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