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	<title>Deuser or Die &#187; solo</title>
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		<title>Video: Ausschnitte aus dem Soloprogramm &#8220;Mist, mir geht´s gut&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 09:03:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
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Ausschnitte aus dem aktuellen Programm &#8220;Mist, mir geht´s gut&#8221; aus dem Kölner Senftöpfchen Theater
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<p>Ausschnitte aus dem aktuellen Programm &#8220;Mist, mir geht´s gut&#8221; aus dem Kölner Senftöpfchen Theater</p>
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		<title>Stand-Up A-Z: B wie Beobachtung</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jul 2009 07:35:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gute Texte basieren häufig auf guten Beobachtungen.
Man muss sie nur haben. Genau wie das Auftreten muss man auch das Beobachten lernen und trainieren. Die ersten Tipps, die ich bekommen habe, lauteten: „Jetzt setz dich einfach mal in die U-Bahn und beobachte.“ Habe ich natürlich gemacht. Ich also ab in die U-Bahn und dann guckte ich und guckte und guckte und am Ende hatte ich so viele Eindrücke, dass ich gar nicht mehr wusste, was ich alles gesehen habe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/07/beobachtung2.jpg" alt="beobachtung2" title="beobachtung2" width="590" height="402" class="aligncenter size-full wp-image-1746" /></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"><span> </span></span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p>Typische Publikumskommentare einer richtig guten Show: „So ist es! Genau das kenn ich! Stimmt ja! Da hat er ja Recht!“</p>
<p>Typische Künstlerkommentare: „Mist, warum habe ich das nicht gesehen. Warum ist mir das nicht eingefallen. Das liegt doch so auf der Hand.“</p>
<p>Gute Texte basieren häufig auf guten Beobachtungen.<br />
Man muss sie nur haben. Genau wie das Auftreten muss man auch das Beobachten lernen und trainieren. Die ersten Tipps, die ich bekommen habe, lauteten: „Jetzt setz dich einfach mal in die U-Bahn und beobachte.“ Habe ich natürlich gemacht. Ich also ab in die U-Bahn und dann guckte ich und guckte und guckte und am Ende hatte ich so viele Eindrücke, dass ich gar nicht mehr wusste, was ich alles gesehen habe.<br />
Nicht einfach Bahn fahren und „mal gucken“, sondern erst dann fahren, wenn du dir im Vorfeld deinen persönlichen Fragenkatalog erstellt hast. WIE fahren die Leute Bahn:<br />
Wer steht, wer setzt sich, wie halten sich die Leute fest, wer redet mit dem Busfahrerbzw.bahnfahrer?<br />
Überlege dir auch wo deine Fragen beantwortet werden könnten. Es macht wenig Sinn, Vögel beobachten zu wollen und dann tauchen zu gehen.</p>
<p>Und als nächstes musst du das Besondere aus deiner Beobachtung herausfiltern und gegebenenfalls überspitzen. Ein Beispiel zum Thema Kino und dem Unterschied „früher – heute“.<br />
„Früher wurde geknutscht, heute wird gegessen. Ich warte nur darauf, dass die neben mir anfangen zu Grillen.“<br />
Beobachtung und Überspitzung.</p>
<p>Je mehr du dich vorbereitest und je mehr Fragen du dir stellst, desto mehr erkennst du auch. Und je besser du die Absurdität des Alltages durchblickst, um so besser wird dein Material.</p>
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		<title>Kleinere Schicksalschläge… „Überbrück mal eben“</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 09:20:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schicksalsschläge]]></category>
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		<category><![CDATA[nightwash]]></category>
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2005, Herbst, Aufzeichnung von NightWash für den WDR, 30 Sekunden vor dem Schluss der Nummer des letzten Künstlers, Fatih Cevikkollu, ein kurzer Stromausfall. Ist ärgerlich, passiert aber. In solch einem Fall wird die Nummer kurz abgebrochen, man wartet, bis die Technik wieder läuft und der Künstler setzt kurz vor der abgebrochenen Stelle noch einmal an.
Kaum hatte Fatih wieder angefangen, dasselbe Problem. Schon ärgerlicher. Man spürte, wie alle etwas unruhig wurden, aber Fatih, super cool, setzte die Nummer auch noch ein drittes Mal an. Exakt an derselben Stelle der nächste Abbruch. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/07/clock.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1592" title="clock" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/07/clock.jpg" alt="clock" width="590" height="393" /></a></p>
<p>2005, Herbst, Aufzeichnung von <a href="http://www.nightwash.de">NightWash</a> für den WDR, 30 Sekunden vor dem Schluss der Nummer des letzten Künstlers, <a href="http://www.fatihland.de/">Fatih Cevikkollu</a>, ein kurzer Stromausfall. Ist ärgerlich, passiert aber. In solch einem Fall wird die Nummer kurz abgebrochen, man wartet, bis die Technik wieder läuft und der Künstler setzt kurz vor der abgebrochenen Stelle noch einmal an.<br />
Kaum hatte Fatih wieder angefangen, dasselbe Problem. Schon ärgerlicher. Man spürte, wie alle etwas unruhig wurden, aber Fatih, super cool, setzte die Nummer auch noch ein drittes Mal an. Exakt an derselben Stelle der nächste Abbruch. Richtig unangenehm wurde es, als wir auch den 4. Versuch abbrechen mussten. So was ist uns in den bis dato 80 Aufzeichnungen noch nie passiert. Was machen? Die Technik muss einmal komplett durchgecheckt werden. Wie lange das genau dauern würde, konnte mir aber keiner sagen. Der Aufnahmeleiter hielt beide Hände aus der Tür der Garderobe. 10 Minuten? Ok, das kann ich irgendwie retten.</p>
<p>Das Publikum saß jetzt schon seit zwei Stunden im Waschsalon und der war wie gewöhnlich extrem heiß. Wenn wir jetzt die Zuschauer für eine Pause nach draußen schicken würden, würden sicherlich einige nicht zurückkommen und wir würden wahrscheinlich auch nicht mehr die Stimmung hin bekommen, die wir gerade hatten. Da ich bei NightWash nicht nur Moderator, sondern auch Produzent bin, entschied ich das Publikum solange im Waschsalon zu halten, bis alles wieder läuft.<br />
Dummerweise habe ich noch einen dritten Job. Ich bin nämlich auch der Warm-upper der Sendung, das heißt, ich bin derjenige, der die Zuschauer in den Pausen bei Laune halten muss. Mach ich prinzipiell gerne und ist bei NightWash auch nie so schwer. Uns war immer wichtig, dass wir nicht eine künstliche hochgepuschte Stimmung haben, sondern dass die Zuschauer sich entspannt auf die Künstler freuen können. Aber nach fast zwei Stunden waren auch die größten Fans froh, wenn so eine Aufzeichnung zu Ende geht.</p>
<p>Zum weiteren Verständnis sollte ich vielleicht noch vermerken, dass ich zwar die ganzen Jahre vorher die Sendung moderiert und immer mal den ein oder anderen Gag gesetzt habe, aber ich hatte keine Nummern wie die auftretenden Künstler, geschweige denn ein ganzes Programm. Aber 10 Minuten habe ich mir schon zugetraut. Mein Warm-up vor der Aufzeichnung ist nie schlecht und dauert ja auch 12 – 15 Minuten. Dummerweise hatte ich aber die vermeintlich besten Gags genau dort im Warm-up schon verbraten.</p>
<p>Egal, mach das Beste aus der Situation und fang an. Wie ich solche Sprüche früher gehasst habe. Blöderweise war ich es diesmal der mir diesen Spruch reingedrückt hat und da ich jetzt schon genug Stress um die Ohren hatte, wollte ich mich nicht auch noch mit mir anlegen. Was dazu führte, dass ich anfing. Währenddessen suchte ich in meinem Kopf nach allem, was irgendwie nach Gag, Witz oder komischer Story aussah. Es war ja nicht so, dass ich mich schnell noch einmal hätte zurückziehen können, doch dafür lief es gar nicht so schlecht. Die Zuschauer lachten und ich war froh einmal nicht die üblichen 10 Warm-up Gags bringen zu müssen. Meine Angst war nur, dass die Crew das Technikproblem nicht rechtzeitig lösen würde. Immerhin stand Fatih neben der Bühne und war bereit sofort wieder zu starten.<br />
Irritierenderweise zeigte mir unser Aufnahmeleiter ständig seine zwei Hände. Habe ich da was falsch verstanden? Oder war mein Zeitverständnis irgendwie aus den Fugen geraten. Ich weiß, dass ich schnell reden kann, aber auch ich kann nicht 10 Gags in 0 Minuten spielen. Umgekehrt geht das, aber das wollte ich mir nun doch nicht vorstellen. Komm, 3 &#8211; 4 Minuten schaffst du noch. Erstaunlich, was einem auf der Bühne alles einfällt, wenn der Druck nur hoch genug ist. Die Technik lief zwar immer noch nicht, aber immerhin ging niemand und ein Stammgast, der bei meinen Moderationen noch nie gelacht hat, hatte gerade geklatscht. Immer noch zwei Hände. Vielleicht doch eine Pause? Ich könnte aber noch ein paar USA-Storys erzählen. Ich habe eigentlich eine ganz gute Idee für eine NY-Nummer. Wow, ich sehe klatschende Hände. Noch wichtiger war mir aber, was sagen die Hände aus der Garderobe?<br />
Sie sagten „Daumen hoch“. Wahnsinn, ihm gefällt es auch. Tatsächlich hat es ihm wohl gefallen, zumindest hat er das hinterher gesagt, aber an dieser Stelle wollte er mir zu verstehen geben, dass die Technik wieder am Start sei. Als ich diese Botschaft dann nach zwei Minuten sofort verstanden hatte, habe ich Fatih noch einmal auf die Bühne geholt, der auch ohne Probleme seine Nummer beendet hat. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass sein Applaus nach dieser Panne gigantisch war.</p>
<p>Ich jedenfalls werde diese 15 Minuten nie vergessen. Vor allem, weil nach der Show zwei Künstler und unser Redakteur zu mir kamen und alle das selbe sagten: „Knacki, ich wusste ja gar nicht, dass du ein Solo-Programm hast?“ Ich auch nicht. Was hatte denn diese Panne mit meinem Solo-Programm zu tun? Nun wie sich später rausstellte, ist nicht die ganze Technik ausgefallen. Eine Kamera lief die ganze Zeit durch und anhand dieser Aufnahme konnte ich feststellen, dass ich nicht 15, sondern genau 63 Minuten überbrückt habe und ehrlich gesagt, damit kannst du locker mit einem Solo-Programm starten. 8 Monate habe ich das mit dem Programm „Stand-Up!!“ dann auch gemacht.</p>
<p>Das ganze Jahr über hatte ich schon mit mir gerungen, ob ich mich nicht vielleicht einmal selber an ein Programm herantrauen sollte, aber ich bin mir sicher ohne diesen Katstrophenabend hätte ich diese Idee nie realisiert.</p>
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		<title>Eine Show entsteht – Zwischenbericht</title>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2009 07:55:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Mein Ziel war es mit dieser Rubrik die Entwicklungsschritte einer Solo-Show zeitnah und chronologisch aufzuschreiben und zu erklären. Die erste Erkenntnis die mir diese Arbeit gebracht hat ist, dass Tagebücher nicht meine Sache sind, nie waren und nie sein werden. Jeweils die einzelnen Schritte zu beschreiben ist mir ehrlich gesagt viel zu mühselig, außerdem gehe ich, wenn es um meine eigenen Projekte geht, eher spontan und intuitiv als strukturiert und planend vor, wie ich es immer predige. Daher werde ich mich ab jetzt immer auf Zwischenberichte beschränken. Ich denke das ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1235" title="liste_kl" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/05/liste_kl.jpg" alt="liste_kl" width="500" height="259" /></p>
<p>Mein Ziel war es mit <a href="http://www.deuserordie.de/category/making-of/">dieser Rubrik</a> die Entwicklungsschritte einer Solo-Show zeitnah und chronologisch aufzuschreiben und zu erklären. Die erste Erkenntnis die mir diese Arbeit gebracht hat ist, dass Tagebücher nicht meine Sache sind, nie waren und nie sein werden. Jeweils die einzelnen Schritte zu beschreiben ist mir ehrlich gesagt viel zu mühselig, außerdem gehe ich, wenn es um meine eigenen Projekte geht, eher spontan und intuitiv als strukturiert und planend vor, wie ich es immer predige. Daher werde ich mich ab jetzt immer auf Zwischenberichte beschränken. Ich denke das erklärt mehr als genug.<span id="more-1233"></span></p>
<p>Die bisherige Arbeit hat mich zu mindestens gezwungen die einzelnen Schritte genauer zu durchleuchten und zu überlegen welche grundsätzliche Faktoren zu beachten sind. (Ganz unstrukturiert bin ich natürlich nicht vorgegangen.)</p>
<ol>
<li> <strong>Inhaltliche Arbeit:</strong> wenn du überhaupt keine Ideen und Texte hast, brauchst du auch nicht anzufangen deine Show zu verkaufen. Zumindest deine erste Solo-Show sollte mit einer klaren inhaltlichen Idee anfangen. Aber warte auch nicht zu lange. Wenn du erst dann weiter planst, wenn du den Text zu 100% hast, ist er mit Sicherheit vollkommen veraltet, wenn du den ersten Auftritt hast. Ich kenne erfahrene Kollegen, die legen Premierentermine fest, damit sie genügend Druck haben, um überhaupt wieder nachdenken zu können, aber glaub mir diesen Stress willst du nicht … (Grundidee, 4-5 Nummern, dann Mut zur Lücke und Termine suchen.)<br />
Worum soll es in der Show gehen? Durchgehende Geschichte? Wann und wie schreibe ich? Mit oder ohne Drogen? Welcher Stil? Schreibst du alleine? Regie? Wie groß planst du die Show? Mit oder ohne Bühnenbild? Titel??? Festes Outfit oder verschiedene Kostüme?</li>
<li><strong>Organisatorische Fragen:</strong> Herstellung des Infomaterials, z.B.: Homepage, , Pressefoto, Plakate, Radioclips, Videomitschnitte. Wie finanziere ich das alles? Bau des Bühnenbilds. Transportfragen. Mit oder ohne festen Techniker. Technik- und Bühnenanweisung für Veranstalter. Catering-Anforderungen. Fahrt-Dispo. Wer verkauft die Show??? Das ist alles kein Hexenwerk, 2-3 Tage nachdenken und dann anfangen. Kein Stress, man vergisst immer irgendetwas.</li>
<li><strong>Verkauf der Show: </strong>Dieser Bereich ist gerade für Einsteiger das Hauptproblem. In der Regel wird diese Arbeit von Agenturen vorgenommen. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass Einsteiger in im ersten Jahr oft alleine mehr Auftritte organisiert bekommen. Sie gehen kreativer und engagierter vor und können besser ihre persönlichen Kontakte spielen lassen. Mittelfristig geht es selten ohne Agentur, aber man sollte seine persönlichen Kontakte (Schule, Freunde, Sportverein, etc.) nie unterschätzen und sie solange wie möglich nutzen.</li>
<li><strong>Timing: </strong>Einen groben Zeitplan sollte man sich auf jeden Fall zu Recht legen. Wann soll Premiere sein? Gibt es Vorpremieren, wo ihr die Show einspielt? Wie lange wollt ihr die Show spielen? Sind Spielpausen geplant? Ferien? Wann muss Pressematerial fertig sein? Zeitplan lohnt sich immer. Lohnt sich aber am meistens, wenn er am Anfang des Projektes erstellt wird.</li>
</ol>
<p><strong>Wo stehe ich heute?</strong><br />
Die Idee für die Show steht zu 70%, denn noch bin ich mit Titel nicht ganz zufrieden und dadurch weiß ich immer noch nicht genau, wie ich in die Show einsteige. Habe aber jetzt einen Co-Autor mit dem ich die Nummern regelmäßig überarbeite. Weil ich mich mit dem Titel so schwer getan habe, habe ich die Pressefotos nicht rechtzeitig fertig bekommen. Ich musste für vier Programmhefte ein Ersatzfoto nutzen. Dasselbe gilt für Plakate. Webmäßig sind wir aber auch dank dieses Blogs auf dem Laufenden. Kostüm steht, da ich so auftrete wie immer. Fast 50 Termine sind gebucht worden, damit bin ich genau im Plan. Ich wollte von Oktober bis April eben 50 mal spielen. Da ich aber für Vorpremieren spiele, versuchen wir jetzt noch 5-6 weitere Termine. Tourmanagement und Technikpläne sind in drei Wochen fertig zum Versand. Hier hilft es natürlich, wenn es nicht dein erstes Programm ist.</p>
<p>Bild: CC by <a href="http://www.flickr.com/photos/sunshinecity/">sunshinecity</a> @ Flickr</p>
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		<title>Spaß, Verzweiflung, die Dritte und ein neuer Titel</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 07:39:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine Show entsteht]]></category>
		<category><![CDATA[krise]]></category>
		<category><![CDATA[pressetext]]></category>
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		<description><![CDATA[
Vier Wochen voller Arbeit liegen hinter mir, während derer ich über alles mögliche nachgedacht habe, nur nie über mein neues Programm. Der April stand eher im Zeichnen der Niegelungen und es hat sich gelohnt, sich drei Wochen komplett auf dieses Thema zu fokussieren.
Jetzt steht die NightWash-School vor der Tür, der detaillierte Ablauf und die begleitenden Handouts müssen noch vorbereitet werden. Langsam drängt die Zeit. Letzten Montag (27.04.09) wollte ich die offiziellen Presse- und Plakatfotos aufnehmen. Und wie sooft überkam mich die schon mehrmals beschriebene Panik, wenn es um das Thema ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1009" title="mist-mir-gehts-gut" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/05/mist-mir-gehts-gut.jpg" alt="mist-mir-gehts-gut" width="500" height="223" /></p>
<p>Vier Wochen voller Arbeit liegen hinter mir, während derer ich über alles mögliche nachgedacht habe, nur nie über mein neues Programm. Der April stand eher im Zeichnen der <a href="http://www.myspace.com/niegelungen">Niegelungen</a> und es hat sich gelohnt, sich drei Wochen komplett auf dieses Thema zu fokussieren.<br />
Jetzt steht die <a href="http://www.nightwash.de/nightwash/info/04501.html">NightWash-School</a> vor der Tür, der detaillierte Ablauf und die begleitenden Handouts müssen noch vorbereitet werden. Langsam drängt die Zeit. Letzten Montag (27.04.09) wollte ich die offiziellen Presse- und Plakatfotos aufnehmen. Und wie sooft überkam mich die schon mehrmals beschriebene Panik, wenn es um das Thema Titel- und Pressefoto geht. <span id="more-1008"></span></p>
<p>„Ist die Idee, die Krise als Grundthema des neuen Programms sowohl im Titel als auch im Foto so deutlich heraus zuarbeiten, wirklich so clever? Nervt das Thema Krise nicht schon? Wie sieht das in 2 Jahren aus?“<br />
Zusammenfassend kann ich sagen, meine innere Entscheidungs-Kommission hat sich gegen das Wort Krise entschieden. Ich kann es selbst nicht mehr hören. Das heißt nicht, dass die Krise bzw. Krisen im allgemeinen kein Thema für mich sind, aber ich hätte gerne eine etwas originellere Herangehensweise. Kurzer Hand sagte ich das Fotoshooting ab, was auf allgemeines Gegrummel gestoßen ist. Wir brauchen jetzt wirklich die Fotos für die Programmhefte der Theater. Tut mir leid, aber diesmal mache ich keine Kompromisse bei Titel und Foto.</p>
<p>Letzte Woche, genau genommen Mittwoch, früher Nachmittag, hatte ich plötzlich, ohne einen ersichtlichen Grund zwei Stunden Spaß am Leben. Und sofort fühlt ich mich schuldig. Wie kann man sich heutzutage in Zeichen einer noch lange nicht überwundenen Wirtschaftskrise, im Zeichen der Schweinegrippe, eines fehlenden internationalen Fußballstandards in Deutschland und einer endgültig heraneilenden Klimakatastrophe, hatten wir nicht den wärmsten April seit 120 Jahren, gut fühlen? Geht nicht, können wir nicht und haben wir auch nie gelernt. Aber wann sind wir Deutschen am Besten?<br />
Die Geschichte hat es uns doch ganz klar aufgezeigt, wenn wir uns schuldig fühlen. Das ist mein Thema: wir in Deutschland können einfach besser leiden als genießen.</p>
<p><strong>„Mist, mir geht es gut.“</strong></p>
<p>Und damit habe ich auch einen neuen Titel, der mir gefiel und sofort einen Rattenschwanz an Arbeit nach sich zog.<br />
Kann ich meine vorhandenen Ideen jetzt noch weiterbenutzen. Ja, denn ohne das Thema „Krisen“ müsste ich mich ja gar nicht für meine Gefühle entschuldigen.<br />
Das größere Problem ist der <a href="http://www.deuserordie.de/2009/02/26/das-problem-mit-pressetexten/">Pressetext</a>, der natürlich komplett umgeschrieben werden muss. Womit ich auch am Freitag auf Rückfahrt von Bremerhaven nach Köln (<a href="http://www.nightwash.de/nightwash/club/index.html?list=club">NW-Club</a>) begann. Die Fahrt dauerte ca. vier Stunden und ich bin immer noch nicht fertig. Pressetexte nerven.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Making of „König für eine Krise“</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 10:21:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine Show entsteht]]></category>
		<category><![CDATA[anfang]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie stellt man ein Stand-Up- (Kabarett-, Kleinkunst-) Programm auf die Beine?
Diesmal gehe ich dieses Thema nicht theoretisch an, sondern begleitete mich selber in den nächsten Wochen und Monaten bei der Entwicklung und dem Verkauf meines neuen Programmes &#8211; quasi als Doku in Tagebuchform. Los gehts&#8230;
Was bisher geschah
Anfang Januar habe ich darüber nachgedacht, ob ich mit einem neuen Programm rauskommen sollte.
Für mich gab es drei Gründe, die dafür sprachen:
1.	Das aktuelle Programm läuft immer erfolgreicher, aber ich habe nicht genügend neue Spielstätten an der Hand, die es noch buchen würden. Meine bisherigen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie stellt man ein Stand-Up- (Kabarett-, Kleinkunst-) Programm auf die Beine?</strong><br />
Diesmal gehe ich dieses Thema nicht theoretisch an, sondern begleitete mich selber in den nächsten Wochen und Monaten bei der Entwicklung und dem Verkauf meines neuen Programmes &#8211; quasi als Doku in Tagebuchform. Los gehts&#8230;<span id="more-402"></span></p>
<p><strong><img class="size-full wp-image-417 alignright" title="anfang" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/02/anfang.jpg" alt="anfang" width="150" height="170" />Was bisher geschah</strong><br />
Anfang Januar habe ich darüber nachgedacht, ob ich mit einem neuen Programm rauskommen sollte.</p>
<p>Für mich gab es drei Gründe, die dafür sprachen:</p>
<p>1.	Das aktuelle Programm läuft immer erfolgreicher, aber ich habe nicht genügend <strong>neue Spielstätten</strong> an der Hand, die es noch buchen würden. Meine bisherigen Spielstätten würden mich sehr gerne wieder buchen, aber sie bräuchten ein neues Programm.</p>
<p>2.	Ein Teil des Materials, das ich spiele, hat den Höhepunkt seiner <strong>Aktualität</strong> erreicht.</p>
<p>3.	Für mich steht die Gegenwart klar <strong>im Zeichen der Krise</strong>, d.h. nicht, dass jeder Bereich unseres Lebens krisengeschüttelt ist, aber „die Krise“ ist aus unserem Denken und unseren Ängsten nicht mehr wegzudenken und ich habe einfach das Bedürfnis dazu Stellung zu nehmen.</p>
<p>Für mich gab es nur zwei Möglichkeiten, entweder mein aktuelles Programm noch einmal grundlegend zu verändern oder mit einem ganz neuen Programm zu starten. Aber die Idee für ein neues Projekt zu haben und es tatsächlich zu starten, ist <a href="http://www.deuserordie.de/2008/07/02/wie-lose-ich-ein-problem-von-dem-ich-uberhaupt-keine-ahnung-habe/">ein enormer Schritt</a>.</p>
<p><strong><img class="size-full wp-image-413 alignright" title="initial1" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/02/initial1.jpg" alt="initial1" width="150" height="169" />Die Initialzündung</strong><br />
Und auch diesmal ging es los, wie es bei mir fast immer losging: Jemand vereinbarte für mich einfach einen Termin für die Premiere. Meine Managerin <a href="https://www.xing.com/profile/Jutta_vonWahlde">Jutta von Wahlde</a> sprach mit dem <a href="http://www.senftoepfchentheater.de/">Senftöpfchen</a> (Kölner Theater) über Termine meines alten Programmes.<br />
Dabei erzählte sie, dass ich über ein neues Programm nachdenke. Frau Kassen, die Theaterleiterin, fackelte nicht lange und bot uns zwei Termine während des <a href="http://www.koeln-comedy.de/">Köln Comedy Festivals</a> für die Premiere an. Das mussten wir einfach annehmen und jetzt haben wir einen Premierentermin.<br />
Nach der ersten Freude setzte die Panik ein. Wie soll ich das eigentlich schaffen?<br />
Gut, ich habe ein paar Ideen und auch schon ein paar Textfragmente, aber reicht das für 90 Min.?</p>
<p><strong><img class="size-full wp-image-414 alignright" title="titel1" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/02/titel1.jpg" alt="titel1" width="150" height="169" />Titelfindung</strong><br />
Dank meines Artikels &#8220;<a href="http://www.deuserordie.de/2009/01/07/stand-up-a-z-t-wie-titel/">T wie Titel</a>&#8221; begann ich fieberhaft über einen Titel nach zudenken. In der Vergangenheit habe ich mich oft mit dem Titel schwer getan, doch diesmal will ich alles richtig machen.<br />
Nach zehn Varianten haben wir uns letzte Woche geeinigt auf <strong><br />
&#8220;Deuser &#8211; König für eine Krise&#8221;</strong></p>
<p>Noch finde ich ihn gut, aber ich habe jetzt schon Sorge, dass ich ihn sobald die Plakate gedruckt werden, wieder doof finde. So ging es mir zu mindestens früher immer.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br />
Zum Thema &#8220;Anfangen&#8221; hatte ich letztes Jahr schon ein kleine Serie geschrieben:<br />
<a href="http://www.deuserordie.de/2008/07/02/wie-lose-ich-ein-problem-von-dem-ich-uberhaupt-keine-ahnung-habe/">Wie löse ich ein Problem von dem ich überhaupt keine Ahnung habe?!! (Teil 1</a> / <a href="http://www.deuserordie.de/2008/07/04/wie-lose-ich-ein-problem-von-dem-ich-uberhaupt-keine-ahnung-habe-teil-23/">Teil 2</a> / <a href="http://www.deuserordie.de/2008/07/08/wie-lose-ich-ein-problem-von-dem-ich-uberhaupt-keine-ahnung-habe-teil-33/">Teil 3</a>)</p>
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		<title>Mein Buch / König für eine Krise / Doku</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 08:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thinktank]]></category>
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		<category><![CDATA[Das Buch]]></category>
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Heute mal was in eigener Sache.
Warum macht dieser Blog Sinn, zu mindestens für mich? Etwas zu denken ist eine Sache, seine Gedanken aber zu artikulieren, ist eine andere. Und hätte ich nicht aus einer Laune heraus mit „Deuser or Die“ begonnen und in diesem Zusammenhang mein Stand-Up A-Z gestartet, wäre ich nie auf die Idee gekommen endlich das Buch fertig zu stellen, über das ich schon lange nachdenke. Aber jetzt steht die Planung. Im Spätherbst, es kann auch Frühwinter sein, bringe ich ein Buch über Stand-up Comedy heraus. Arbeitstitel lautet: ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-349" title="paper1" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/02/paper1.jpg" mce_src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/02/paper1.jpg" alt="paper1" width="500" height="152"><br />
Heute mal was in eigener Sache.<br />
Warum macht dieser Blog Sinn, zu mindestens für mich? Etwas zu denken ist eine Sache, seine Gedanken aber zu artikulieren, ist eine andere. Und hätte ich nicht aus einer Laune heraus mit „Deuser or Die“ begonnen und in diesem Zusammenhang mein <a href="http://www.deuserordie.de/category/stand-up-a-z/" mce_href="http://www.deuserordie.de/category/stand-up-a-z/">Stand-Up A-Z</a> gestartet, wäre ich nie auf die Idee gekommen <b>endlich das Buch fertig zu stellen</b>, über das ich schon lange nachdenke.<span id="more-347"></span> Aber jetzt steht die Planung. Im Spätherbst, es kann auch Frühwinter sein, bringe ich ein Buch über Stand-up Comedy heraus. Arbeitstitel lautet: „How to be lustig“. Hinweise, Ideen, Tipps für alle, die sich als Stand-up Comedians betätigen wollen. Gleichzeitig ist es aber auch ein Ratgeber wie man Humor, Spaß und Comedytechniken für jede Form von Präsentationen nutzen kann und sollte.<br />
Grundlage wird mein Stand-up A-Z sein. <a href="http://www.deuserordie.de/2009/01/08/a-b-c-d-d-f-n-n-m-m-m-p-p-s-t-t-t-w-z" mce_href="http://www.deuserordie.de/2009/01/08/a-b-c-d-d-f-n-n-m-m-m-p-p-s-t-t-t-w-z">Einige Artikel</a>, die ich bisher geschrieben habe, werde ich noch einmal überarbeiten, einige ganz Neue werden dann im Buch hinzukommen. Zusätzlich kommen noch ein paar grundsätzliche Anmerkungen zum <a href="http://www.deuserordie.de/?s=unterhaltungsmarkt&amp;searchsubmit=Los%21" mce_href="http://www.deuserordie.de/?s=unterhaltungsmarkt&amp;searchsubmit=Los%21">Unterhaltungsbusiness</a> hinzu. Damit das aber nicht zu tröge wird, bin ich schon mit einigen Cartoonisten im Gespräch, die Themen wie z.B. „Mut“ mit ihren Cartoons kommentieren. Ob wir mit einem Verlag arbeiten oder ob wir es selbst auflegen, steht noch nicht fest. Aber die Arbeit an diesem Blog, hat mich lernen lassen, dass Content das Wichtigste ist. Möglichkeiten der Veröffentlichung gibt es genügend, man muss nur etwas kreativ sein. Ich halte alle Interessierten über die nächsten Schritte auf dem laufenden.<br />
Und es gibt noch eine zweite Neuigkeit.<br />
<b>„König für eine Krise“</b><br />
lautet der Titel meines 2. Soloprogramms, das im Oktober in Köln im Rahmen des Kölner Comedy Festivals im Senftöpfchen Premiere haben wird. (Noch gibt es Karten!)<br />
Hätte ich nicht diesen Blog geschrieben, hätte ich weder den Titel, noch die Lust und noch das Material gefunden mit einem zweiten Programm zu beginnen. Wie der Titel grob vermuten lässt, geht es um Krisen. Um alltägliche Krisen, um weltweite Krisen, um finanzielle Krisen, um meine Krisen und um die Erkenntnis, dass wir Deutschen Krisenjunkies sind.<br />
Ich bin gerade am überlegen, ob ich nicht aus den <b>Vorbereitungen zu diesem Programm eine Blog-Doku</b> machen sollte. Das heißt, ich berichte wöchentlich über den jeweiligen Stand des Programmes, wie weit ich bin, welche Projektschritte anliegen. Ein Programm raus zu bringen, bedeutet ja nicht nur, dass du es schreiben musst, du musst es ja auch promoten, dich für einen Titel festlegen, Pressefotos aufnehmen, aussuchen, Pressetexte schreiben, die Show anbieten, Verträge aufsetzen, Bühnenbild klären, Technikanforderungen abstimmen, etc. Gerade der richtige zeitliche Ablauf eines solchen Projektes ist eine größere Herausforderung.<br />
Ihr könnt euch ja melden, ob es interessiert. Wenn nicht, stelle ich die Show trotzdem auf die Beine und berichte euch dann Ende Oktober, wie sie funktioniert hat.</p>
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		<title>Stand-Up A-Z: A wie Ausverkauft</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 08:01:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stand-Up A-Z]]></category>
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Das wichtigste Attribut für einen Komiker lautet: „Fernsehen“, Fernseh-Komiker, eigene Fernsehshow, deutscher Fernsehpreis, Fernsehgagen.
Der zweit wichtigste Begriff lautet: „Ausverkauft”. Ich glaube sogar, dass „Ausverkauft“ noch mehr Sex ausstrahlt.
Fernsehen steht für Ruhm und Ruhm ist ein virtueller Wert. Wenn du berühmt bist, heißt das noch lange nicht, dass du Geld verdienst. Aber „Ausverkauft“ bedeutet ein volles Haus, was heißt, dass Menschen Tickets gekauft haben und wenn du nicht einen total bescheuerten Vertrag abgeschlossen hast, wird für dich auch Geld fließen.
Aber „Ausverkauft“ garantiert dir auch eine gute Stimmung, denn auch den Zuschauern ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-289" title="ausverkauft" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/01/ausverkauft.jpg" alt="" width="500" height="224" /></p>
<p>Das wichtigste Attribut für einen Komiker lautet: „Fernsehen“, Fernseh-Komiker, eigene Fernsehshow, deutscher Fernsehpreis, Fernsehgagen.</p>
<p>Der zweit wichtigste Begriff lautet: <strong>„Ausverkauft”</strong>. Ich glaube sogar, dass „Ausverkauft“ noch mehr Sex ausstrahlt.<span id="more-287"></span><br />
Fernsehen steht für Ruhm und Ruhm ist ein virtueller Wert. Wenn du berühmt bist, heißt das noch lange nicht, dass du Geld verdienst. Aber „Ausverkauft“ bedeutet ein volles Haus, was heißt, dass Menschen Tickets gekauft haben und wenn du nicht einen total bescheuerten Vertrag abgeschlossen hast, wird für dich auch Geld fließen.<br />
Aber „Ausverkauft“ garantiert dir auch eine gute Stimmung, denn <strong>auch den Zuschauern gibt dieser Begriff ein gutes Gefühl.</strong> Nichts ist so sexy wie Erfolg. In einer ausverkauften Show zu sitzen bedeutet: Man hatte den richtigen Riecher, man hat Tickets ergattert und andere eben nicht. „Ausverkauft“ ist gleichbedeutend mit Qualität. Zitat eines Zuschauers: „Wenn so viele Menschen dahin gehen, dann kann es ja nicht schlecht sein.“ Das Erstaunlichste ist, dass der Begriff „Ausverkauft“ eine Wirkung an sich hat. Es ist egal, ob es sich um eine große Stadthalle oder nur um ein kleines Kleinkunsttheater handelt.<br />
Was ist besser, ein 100-Personen-Saal, der ausverkauft ist oder ein 350-Personen-Saal mit 210 Zuschauern? Als Kaufmann musst du dich klar für den 2. Fall entscheiden. Als Marketingmensch wirst du dir immer den ersten Fall wünschen. 210 Zuschauer zu bekommen ist gar nicht so einfach, aber auch nicht so toll, um damit zu werben. Wie soll der Slogan heißen? „Die neueste Erfolgsshow. Deutschlandweit immer um die 210 Zuschauer!“</p>
<p>Hingegen klingt: „Ständig ausverkaufte Vorstellungen“ viel, viel besser.<br />
Gerade wenn du noch nicht den großen Namen hast, ist Mundpropaganda das wichtigste Werbemittel. Sobald der Begriff „Ausverkauft“ fällt, werden Menschen hellhörig. <strong>Niemand möchte den neuesten Trend oder den neuesten Star verpassen.</strong><br />
Viele Künstler nutzen dieses Wissen beim Vermarkten ihrer Shows. Man fängt lieber in kleineren Sälen an, um sofort mit „Ausverkauft“ werben zu können. Einige Künstler starten sogar mit ausverkauften Vorstellungen, die es in Wahrheit gar nicht gibt.</p>
<p>Es heißt Dr. Stratmann hat so in Essen seine neue Show gestartet. Er startete mit der Werbung für seine neue Show und wenige Tage später folgte die Meldung, dass die erste Woche schon ausverkauft sei. Natürlich wurde sofort getuschelt: „Wahnsinn, hast du gehört, der Stratmann hat schon die erste Woche voll. Da müssen wir uns aber beeilen, dass wir noch Karten bekommen.“ Und jeder, der sich jetzt eine Karte kauft, ist ein potenzieller Multiplikator, der hilft die Show weiter nach vorne zu schieben. Denn wenn du dir schon eine Karte gekauft hast, dann willst du ja auch, dass die Anderen das wissen. Ich weiß nicht, ob er es so gemacht hat, falls ja: Hut ab!<br />
So etwas funktioniert natürlich nur, wenn du auch eine realistische Chance hast, genügend Tickets zu verkaufen. Aber es gibt viele Möglichkeiten mit dem Mythos „Ausverkauft“ zu werben. Man muss von Fall zu Fall maßgeschneiderte Wege suchen. Spielt man in kleineren Sälen, geht man engagiert mit Gästekarten um, beugt man die Wahrheit ein wenig, baut man diese Information in Pressetexte ein, in die E-Mail Signatur, verweist man auf der Homepage auf diese Auftritte gesondert? Die Kunst ist damit anzugeben, ohne dass es zu auffällig wird.<br />
Übrigens: Ich <a href="http://kj-deuser.de/html/newstermine_termine.html">spiele</a> nächste Woche in Korschenbroich und Böblingen mein Soloprogramm. Aber leider gibt es keine Karten mehr – <strong>Ausverkauft!</strong></p>
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