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	<title>Deuser or Die &#187; Stand-Up A-Z</title>
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		<title>Stand-Up A-Z: Z wie zur richtigen Zeit …</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 07:44:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
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Einer der entscheidendsten Erfolgsfaktoren ist: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort (sein). Immer wieder gibt es Künstler, sei es in der Musik, Kunst, Mode oder in der Comedy, die den Nerv der Zeit perfekt treffen. Manche treffen ihn nicht nur, sie prägen ihn sogar. Das sind die ganz großen Momente der Kunst. (Leider sind diese Momente seltener als wir Künstler es uns wünschen.) Ich glaube neben einer gehörigen Portion Glück, braucht es ein grundsätzliches Interesse an der Welt in der man lebt. Manche Künstler finden ihre Themen daher ganz intuitiv, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/09/clock.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2079" title="clock" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/09/clock.jpg" alt="clock" width="319" height="319" /></a><br />
Einer der entscheidendsten Erfolgsfaktoren ist: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort (sein). Immer wieder gibt es Künstler, sei es in der Musik, Kunst, Mode oder in der Comedy, die den Nerv der Zeit perfekt treffen. Manche treffen ihn nicht nur, sie prägen ihn sogar. Das sind die ganz großen Momente der Kunst. (Leider sind diese Momente seltener als wir Künstler es uns wünschen.) Ich glaube neben einer gehörigen Portion Glück, braucht es ein grundsätzliches Interesse an der Welt in der man lebt. Manche Künstler finden ihre Themen daher ganz intuitiv, andere gehen ganz überlegt an ihr Material.</p>
<p>Rückblickend glaube ich sagen zu können, dass es immer die Künstler ganz nach oben gespült hat, die Trends frühzeitig erkannt haben, oder sogar Teil dieser Trends waren. Man kann Jahrzehnte zurückgehen und findet viele Beispiele, wie die unterschiedlichen Epochen ihre typischen Comedians hatten. Die wilden 20er mit ihren Dadaisten und Künstlern wie Karl Valentin (schon die erste Ausnahme. Er war prägend, aber nicht wirklich erfolgreich). Das Nachkriegsdeutschland mit seiner Suche nach der heilen Welt und Künstlern wie Heinz Erhardt und Peter Alexander. Die späten 60er mit seinen politischen Liedermachern und der Ablehnung von inhaltsleerem Spaß. Die kreativen 70er mit dem Beginn einer eigenen neuen deutschen Humorwelt &#8211; Otto, Insterburg &amp; Co., Loriot.</p>
<p>Die abgefahrenen 80er mit ihrer großen Experimentier- freudigkeit. Eine Vielzahl von Ensembles, wie Frankfurter Front Theater, Shy Guys, Niegelungen, Ars Vitalis, Pretty Show Company, Kleine Tiershow, Kölner Filmdose. Die 90er führten dann zu einer kontinuierlichen Professionalisierung und Kommerzialisierung dieser Welt. Immer mehr Einzelstars tauchten auf. Tom Gerhardt, Dirk Bach, Ingo Appelt, Rüdiger Hoffmann, Atze, Mittermeier. Das neue Millennium hat uns dann Klinsmann, die WM, den Aufschwung und Mario Barth geschenkt. Dann kommt die Krise und plötzlich tauchen Komiker wie Cindy aus Marzahn auf. Vielleicht Zufall, vielleicht passt sie aber einfach perfekt in diese Zeit.</p>
<ul>
<li>Ein großer Erfolgsfaktor: zur richtigen Zeit, am richtigen Ort.</li>
<li>Manche Künstler treffen Trends besser als andere.</li>
<li> Einige wenige prägen die Trends sogar.</li>
<li>Man braucht ein Interesse an der Welt in der man lebt.</li>
<li>Nie aufhören zu Beobachten.</li>
</ul>
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		<title>Stand-up A-Z: A wie Anfänge</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 08:23:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
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Nichts ist im Leben so schwer wie anzufangen (und ich rede hier nicht NUR von einem Stand-up Act). Ich wollte mal ein ganzes Buch über Anfänge schreiben. Mir ist aber kein vernünftiger Anfang eingefallen. 
Die einfachste Regel lautet. Entweder du beginnst mit einem Mördergag (Mördergag = absoluter Bringer, Killer, Home Run, auf deutsch: nicht schlecht; (Deutsch – Comedy, Comedy – Deutsch)), oder du sagst erst einmal Hallo. Doch selbst wenn du den Mördergag hast, solltest du danach Hallo sagen. Erstaunlich wie oft Leute vor lauter Nervosität oder Fokussierung auf ihren ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/09/start.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2051" title="start" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/09/start.jpg" alt="start" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Nichts ist im Leben so schwer wie anzufangen (und ich rede hier nicht NUR von einem Stand-up Act). Ich wollte mal ein ganzes Buch über Anfänge schreiben. Mir ist aber kein vernünftiger Anfang eingefallen. </p>
<p>Die einfachste Regel lautet. Entweder du beginnst mit einem Mördergag (Mördergag = absoluter Bringer, Killer, Home Run, auf deutsch: nicht schlecht; (Deutsch – Comedy, Comedy – Deutsch)), oder du sagst erst einmal Hallo. Doch selbst wenn du den Mördergag hast, solltest du danach Hallo sagen. Erstaunlich wie oft Leute vor lauter Nervosität oder Fokussierung auf ihren Vortrag vergessen die anwesenden Menschen zu begrüßen. Nichts ist so entscheidend wie die Begrüßung (the first impression). Ehrlich gesagt: Vergesst den Mördergag. Wehe er klappt nicht. Ein misslungener Anfang macht mehr kaputt, als ein einzelner Anfangsgag euch jemals bringen kann. Es macht viel mehr Sinn eure Energie in ein ganz „normales Anfangen“ zu investieren. </p>
<p>Jeder Anfang ist wie das Warm-up einer TV-Show oder der Beginn einer Dompteurnummer. Hallo sagen, sich kurz vorstellen ohne anzugeben, und zeigen, dass ihr die Bühne unter Kontrolle habt. Nervosität ist legitim. Ihr müsst nur klarstellen, dass sie euch nicht hindert, hier auf der Bühne zu stehen. Geht auf euer Publikum ein und vermittelt ihnen das Gefühl, dass der heutige Tag etwas ganz besonderes ist. Zu Beginn eines Vortrags ist Sympathie wichtiger als jeder Gag oder jede Information. Sobald das erreicht ist, (in der Regel 1 – 2 Minuten) könnt ihr loslegen, und jetzt konzentriert euch auf den Vortrag.</p>
<ul>
<li>Nichts ist so schwer wie der Anfang. Deswegen fangt einfach an.</li>
<li>Am Anfang schlägt Sympathie jeden Gag.</li>
<li>Geht auf euer Publikum ein und sagt zu erst einmal „Hallo“. (Einer der banalsten und effektivsten Tricks.)</li>
</ul>
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		<title>Stand-Up A-Z: V wie Vorbereitung</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 15:02:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Um lustig zu sein, reicht es oft nicht aus gutes Material zu haben, du musst auch noch wissen, wie du es richtig einsetzt. Und das liegt nicht nur an deinen Präsentationsfähigkeiten, sondern auch an deiner Fähigkeit, dich auf unterschiedliche Auftrittsgelegenheiten und Umgebungen einzustellen. Gerade in der Anfangszeit können die Orte und die Gelegenheiten, bei denen du auftrittst, nicht unterschiedlicher sein. Kleine Mixshows, erste Festivals, danach vielleicht schon die ein oder andere Gala, sei es auf Betriebsfesten, für Konferenzen oder Jubiläen. Wichtig ist, dass du dir im Vorfeld möglichst viele ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/09/leiter.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2023" title="leiter" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/09/leiter.png" alt="leiter" width="349" height="376" /></a> Um lustig zu sein, reicht es oft nicht aus gutes Material zu haben, du musst auch noch wissen, wie du es richtig einsetzt. Und das liegt nicht nur an deinen Präsentationsfähigkeiten, sondern auch an deiner Fähigkeit, dich auf unterschiedliche Auftrittsgelegenheiten und Umgebungen einzustellen. Gerade in der Anfangszeit können die Orte und die Gelegenheiten, bei denen du auftrittst, nicht unterschiedlicher sein. Kleine Mixshows, erste Festivals, danach vielleicht schon die ein oder andere Gala, sei es auf Betriebsfesten, für Konferenzen oder Jubiläen. Wichtig ist, dass du dir im Vorfeld möglichst viele Informationen über die Rahmenbedingungen beschaffst.</p>
<p>Die großen W´s!</p>
<ul>
<li>Wo spielst du?</li>
<li>Wann geht es los?</li>
<li>Wie viele Zuschauer werden erwartet?</li>
<li>Wer kommt oder ist eingeladen?</li>
<li>Warum kommen sie oder sind sie eingeladen?</li>
<li>Wie sieht die Bühnensituation aus?</li>
</ul>
<p>Schon die Beantwortung dieser simplen Fragen, kann dir dein Leben erheblich vereinfachen. Die Uhrzeit ist elementar. Ich trete lieber vormittags bei einer Konferenz, als bei einer Diner-Gala um 23:00 auf. Morgens sind die Zuschauer zwar müde, aber noch nüchtern. Sie sind in der Regel höflich und hören zu, lachen dafür aber später. Abends, wenn die Menschen was getrunken haben und wahrscheinlich nur noch reden wollen, muss ich viel kürzer und mit viel mehr Druck spielen. Nicht lange Fackeln, sondern sofort loslegen. Sind es Fans, die zu deinem Auftritt kommen, oder sind es Mitarbeiter bzw. Kunden eines Unternehmens? Warum kommen sie? Weil sie dich sehen wollen, oder weil die Firma, die dich engagiert hat, ihnen später etwas verkaufen will? Ist es eine Open-Air Veranstaltung mit Bierständen und dementsprechend viel Krach und Ablenkung, oder ist ein kleines gemütliches Theater?<br />
Es hilft, wenn du dir nach und nach deinen persönlichen Fragenkatalog zusammenstellst und dir schon im Vorfeld überlegst, wie du dein Material bestmöglich einsetzt. Dieser simple Tipp hilft für jede Form der Präsentation. Wenn du zum Beispiel ein Referat an der Uni halten musst, und weißt, dass keiner Lust hat anwesend zu sein, dann such nach einer Einleitung, die genau mit der Kenntnis dieser Situation spielt. „Zuschauer abholen“ ist einer der fundamentalen Tricks für erfolgreiche Präsentation. Ich habe schon einmal über „Publikum lesen“ gesprochen. Das ist das Feintuning, aber die eigentliche Arbeit beginnt im Vorfeld. Wenn man gut vorbereitet ist, kann man sich dann auf der Bühne voll auf seine eigentliche Arbeit konzentrieren.<br />
Ich kenne viel Comedians, die sich sagen, sie wollen nicht ständig mit unterschiedlichen Bedingungen konfrontiert werden und spielen daher nur ihre Soloshows. Wenn du es dir leisten kannst, ist das sicherlich eine sehr angenehme Form des Spielens. Du bestimmst Zeit, Ort und Größe des Auftritts und hast nicht so viel Stress mit den Vorbereitungen. Du musst dir nur klar machen, dass der Weg dorthin oft noch schwerer ist.</p>
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		<title>Stand-Up A-Z: F wie Frustfaktor</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 08:06:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Man kann verhältnismäßig schnell erklären &#8211; und auch verstehen – was das Faszinierende an Auftritten und der Arbeit auf der Bühne ist: sich ausleben zu dürfen, direktes Erleben seiner Arbeit, Bestätigung, Aufmerksamkeit bis ihn zum Ruhm und möglicherweise sogar viel Geld.
Was wie eine tolle Sache klingt, ist zugleich auch die Kehrseite dieses Jobs. Die Öffentlichkeit macht dich und deine Arbeit transparent, vergleichbar und angreifbar. Zuschauer haben sofort eine Meinung zu dir und auch du siehst ganz genau, wo du innerhalb dieser Welt stehst.
Es ist sehr einfach in diesem Umfeld frustriert ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/08/frustfaktor.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1979" title="frustfaktor" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/08/frustfaktor-300x225.jpg" alt="frustfaktor" width="585" height="401" /></a><br />
Man kann verhältnismäßig schnell erklären &#8211; und auch verstehen – was das Faszinierende an Auftritten und der Arbeit auf der Bühne ist: sich ausleben zu dürfen, direktes Erleben seiner Arbeit, Bestätigung, Aufmerksamkeit bis ihn zum Ruhm und möglicherweise sogar viel Geld.<br />
Was wie eine tolle Sache klingt, ist zugleich auch die Kehrseite dieses Jobs. Die Öffentlichkeit macht dich und deine Arbeit transparent, vergleichbar und angreifbar. Zuschauer haben sofort eine Meinung zu dir und auch du siehst ganz genau, wo du innerhalb dieser Welt stehst.<br />
Es ist sehr einfach in diesem Umfeld frustriert zu sein. Egal wie gut du bist, mit Sicherheit kennst du mindestens eine Person, die weiter und schneller nach vorne gekommen ist als du. Ist es nicht so? Diese Welt ist nicht fair, wer hat das auch behauptet? Aber diese Welt bietet Chancen und die musst du ergreifen. Und – ganz, ganz wichtig – alles braucht seine Zeit. Halte durch und genieße, das was du erreicht hast, an statt ständig auf die anderen zu schielen. Das ist pure Zeitverschwendung. Ich weiß, es ist leichter getan als gesagt. Trotzdem: Nicht heulen – lachen!</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Dies ist ein Auszug aus meinem kommenden Buch „How to be lustig“ (VÖ: Herbst 2009).<br />
Die Illustration hier und im Buch kommen von <a href="http://www.attik.de/">Attik Kargar</a>.</p>
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		<title>Stand-up A-Z: V wie Videoanalyse (II)</title>
		<link>http://www.deuserordie.de/2009/07/01/stand-up-a-z-v-wie-videoanalyse-ii/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 08:15:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[“Was muss ich machen, um besser zu werden?“ / „Dein ultimativer Tipp?“

Auftritt aufzeichnen und diese Aufzeichnung am nächsten Morgen ansehen. Glaub mir, es gibt nichts Einfacheres, um besser zu werden und es gibt auch nichts Härteres. Meiner Meinung nach gehört mehr Disziplin dazu sich seine Auftritte regelmäßig anzusehen, als sich regelmäßig an den Schreibtisch zu setzen und neue Texte zu schreiben. Noch mal zur Klärung: Auftritte aufzeichnen ist ein guter Anfang, aber dann bitte auch ansehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/07/tapes1.jpg"></a><a href="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/07/mini_dv_picture.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1576" title="mini_dv_picture" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/07/mini_dv_picture.jpg" alt="mini_dv_picture" width="590" height="443" /></a></p>
<p><em>Dies ist eine überarbeite erweiterte Version des <a href="http://www.deuserordie.de/2009/05/13/stand-up-a-z-v-wie-videoanalyse/">Artikels</a> vom 13.05.09.</em></p>
<p><strong>“Was muss ich machen, um besser zu werden?“ / „Dein ultimativer Tipp?“ </strong></p>
<p>Auftritt aufzeichnen und diese Aufzeichnung am nächsten Morgen ansehen. Glaub mir, es gibt nichts Einfacheres, um besser zu werden und es gibt auch nichts Härteres. Meiner Meinung nach gehört mehr Disziplin dazu sich seine Auftritte regelmäßig anzusehen, als sich regelmäßig an den Schreibtisch zu setzen und neue Texte zu schreiben. Noch mal zur Klärung: Auftritte aufzeichnen ist ein guter Anfang, aber dann bitte auch ansehen.<br />
Ein guter Freund von mir zeichnet jeden Auftritt auf. Das ZDF kann nicht mehr Aufwand betreiben. 3-Chip Camcorder, Hightech-Stativ, 15 min. Soundcheck, Intensiv-Einweisung des örtlichen Technikers, detaillierter Plan für Kamerafahrten und Zooms. Wenn er sich jetzt die Aufnahmen auch noch ansehen würde… (OK, er ist auf der Bühne einfach einer der Besten. Vielleicht ist es seine Art mit Nervosität umzugehen.)</p>
<p>Aber verstehen kann ich ihn. Ich fühle mich auch immer extrem unwohl, wenn ich mich selbst beobachten muss. Irgendwie hat man doch ein ganz anderes Bild von sich selbst. Man redet anderes, als man glaubt, bewegt sich anderes und macht Fehler an Stellen, an denen man sie nie vermuten würde. Egal wie gut du bist, du hast garantiert mehr Fehler gemacht, als du dir vorstellen kannst.</p>
<p>Trotzdem, diese Video-Analysen haben nicht die Aufgabe dich runterzuziehen, sondern sie sollen dir helfen deinen Act, deine Show oder deine Präsentationen zu verbessern. Daher lautet die gute Nachricht: Du erkennst nicht nur die verunglückten, sondern auch die guten Gags und auf die musst du dich konzentrieren.<br />
Wo ist der größte Applaus, wo die größte Ruhe? Wo lachen die Leute lange und herzlich? Was habe ich an diesem Tag anderes gemacht? Situativ reagiert? Kann ich diese Veränderung in meinen Text einbauen? Habe ich Pausen anderes gesetzt als sonst?<br />
Achte vor allem auf die Lacher und die Reaktionen, die besser und stärker sind als üblich. Was könnte Grund dafür sein? Du wirst merken, dass es oft eine Frage der Ruhe, der Selbstsicherheit und der Selbstkontrolle ist, die deinen Act verbessern. Man könnte diese Faktoren auch unter dem Begriff <a href="http://www.deuserordie.de/2009/02/18/stand-up-a-z-t-wie-timing/">Timing</a> zusammenfassen. Gerade für die Verbesserung dieses immer so häufig beschworenen Timings helfen dir diese Analysen enorm. Und sobald ihr euch das Video angesehen, analysiert und bestenfalls die textlichen Verbesserungen notiert habt, möchte ich euch auf den ultimativsten aller Tipps hinweisen:<br />
<strong>Video wegschmeißen und auftreten. </strong></p>
<p>Alles hat seine Zeit. Analysieren, Texte schreiben und nachdenken. Doch sobald du auftrittst, geht es um Spaß, Leidenschaft, Mut und an den Glauben an dein Material. Und erst danach solltest du wieder ans Analysieren gehen.</p>
<p>Kurzer technischer Hinweis: Gebt lieber sofort etwas mehr Geld für ein vernünftiges Mikro aus. Wenn die Bildqualität nicht optimal ist, reicht es immer noch zur Analyse, aber wenn du dich nicht verstehst, wird es schwer. Wichtig ist auch, dass du nicht nur deinen Sound aufzeichnest, sondern auch versuchst so viel wie möglich von der Saalstimmung mit aufzunehmen (Atmo), sonst weißt du später nicht, ob dein Publikum gelacht hat oder nicht.</p>
<p>Ich wundere mich nur, warum ich, der schon so lange um dieses Hilfsmittel weiß, es selber so selten einsetze. Wie gesagt Tipps gibt es viele …</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Stand-Up A-Z: X wie X-rated Material</title>
		<link>http://www.deuserordie.de/2009/06/17/stand-up-a-z-x-wie-x-rated-material/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 07:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
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Die, die mich nur ein wenig kennen, wissen, dass ich jemand bin, der versucht so wenig wie möglich &#8216;unter die Gürtellinie&#8217; zu gehen (&#8216;Unter die Gürtellinie&#8217;= X-rated, welch typisch deutsche Übersetzung). Das heißt aber nicht, dass man es nicht machen sollte. Man sollte sich nur klar machen, wie Zuschauer auf Themen reagieren und was man erreichen möchte?
Will man Menschen zum Lachen bringen oder will man den Zuschauern beweisen, wie cool und mutig man selber ist? Genau genommen müsste man bei X-rated Material zwischen X-rated Inhalt und X-rated Wortwahl unterscheiden. Manchmal ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/06/guertel.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1475" title="guertel" src="http://www.deuserordie.de/WP/wp-content/uploads/2009/06/guertel.jpg" alt="guertel" width="600" height="209" /></a></p>
<p>Die, die mich nur ein wenig kennen, wissen, dass ich jemand bin, der versucht so wenig wie möglich &#8216;unter die Gürtellinie&#8217; zu gehen (&#8216;Unter die Gürtellinie&#8217;= X-rated, welch typisch deutsche Übersetzung). Das heißt aber nicht, dass man es nicht machen sollte. Man sollte sich nur klar machen, wie Zuschauer auf Themen reagieren und was man erreichen möchte?</p>
<p>Will man Menschen zum Lachen bringen oder will man den Zuschauern beweisen, wie cool und mutig man selber ist? Genau genommen müsste man bei X-rated Material zwischen X-rated Inhalt und X-rated Wortwahl unterscheiden. Manchmal erscheint es mir, als ob man simple Nummern durch die intensive Benutzung von Straßenslang glaubwürdiger und ausgefallener erscheinen lassen möchte, aber wird die Nummer durch die härtere Wortwahl wirklich automatisch glaubwürdiger?<br />
Gerade in ihrer Anfangszeit greifen viele Künstler sehr schnell auf X-rated Material zurück. Meine Theorie ist, man will zeigen: &#8216;Ich bin mutiger als die anderen und ich rede über Themen über die sich andere nicht trauen zu reden.&#8217; Stimmt. Aber ist man deshalb lustig?<br />
Es gibt viele Künstler, die herausragende Nummer haben, die voll gespickt sind mit X-rated Material, ich erinnere nur an Kay Ray oder Serda Somuncu. Künstler, die sich erfolgreich mit x-rated Material arbeiten, machen es dann auch sehr konsequent und meistens auch durchdacht. Ganz oder gar nicht!<br />
Ein gutes Beispiel hierfür ist <a href="http://www.deuserordie.de/2008/06/25/george-carlin-ist-tot/">George Carlin</a> mit seiner legendären Nummer &#8216;Seven Words&#8217;:</p>
<p><object width="400" height="329" data="http://www.youtube.com/v/3_Nrp7cj_tM" type="application/x-shockwave-flash"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/3_Nrp7cj_tM" /></object></p>
<p>Ich habe mal bei einem Eingangsbriefing zu einer Liveshow gesagt, wenn ich noch einmal das Thema Urologe auf der Bühne höre, haue ich denjenigen durch die Fensterscheibe. Tatsächlich spielte genau an diesem Tage ein Künstler als ob es abgesprochen wäre eine Nummer über dieses Thema und welches Wunder, sie war lustig.<br />
Trotzdem habe ich so viel mehr Künstlern gesehen, die sich mit solchem Material ihre ganzen Nummern kaputtgemacht haben. &#8216;Geil&#8217;, &#8216;ficken&#8217; oder &#8216;Möse&#8217; auszusprechen ist nicht wirklich schwer. Aber habt ihr, gerade als ihr diese drei Wörter gelesen habt, das Gefühl, man liest Hochliteratur? Mit Sicherheit nicht. (Siehe dazu auch: <a href="http://www.deuserordie.de/2008/07/16/stand-up-a-z-w-wie-wertigkeit-von-gags/">W wie Wertigkeit von Gags</a>)</p>
<p>Künstler müssen schlauer sein als der Stammtisch. Findet Wege Dinge zu sagen und zu beschreiben auf die die typische Horde angetrunkener Menschen nicht kommt. Dinge so auszudrücken, dass jeder genau weiß, wovon gesprochen wird, ohne sie tatsächlich auszusprechen, ist natürlich schwierig, meistens aber viel lustiger.<br />
Bei deiner Themenfestsetzung für Industrie- und TV-Shows hast du oft viel mehr Freiheiten, als du glaubst, aber bei dem WIE werden die Verantwortlichen ganz schnell empfindlich.<br />
Ein Problem ist nur, es selten sagt dir jemand: „Sorry, die Nummer ist toll, aber könntest du vielleicht 35 x weniger Scheiße sagen?“ Denn deine Sprache wird immer als Teil deiner Persönlichkeit betrachtet und die wird selten offen kritisiert, also kürzen sie dich, schneiden dich aus der Show oder laden dich erst gar nicht zum nächsten Casting ein.</p>
<p>Wenn es dir aber jemand offen ins Gesicht sagt, dann folgt meistens als Gegenargument: „Ich lasse mich doch nicht zensieren!“<br />
Wirklich? Wo ist das Problem, wenn du deine Nummer genauso spielst wie immer, nur &#8216;Arsch&#8217; durch &#8216;Drecksack&#8217; ersetzt oder versuchst deinen Vorrat an &#8216;Geil&#8217; und &#8216;Fuck you&#8217; zu beschränken?<br />
Noch einmal zur Klärung. Es ist immer eine Frage, wo ich ihn will und wen ich unterhalten und begeistern möchte. &#8216;Feuchtgebiete&#8217; wäre ohne drastische Beschreibungen nie ein Hit geworden, Bushido nun mal ist ein alter Motherfucker, aber wenn du den deutschen Kleinkunstpreis oder die große Abendshow bei RTL erhalten möchtest oder als Keynotespeaker für internationale Unternehmen arbeiten willst, dann solltest du dir schon über deine Wortwahl Gedanken machen, denn nicht nur der Inhalt deiner Teste, sondern auch die Wortwahl ist eine Botschaft.<br />
Grenzen einzureißen, cool zu sein und Tabus zubrechen ist ein vollkommen legitimer Vorsatz, aber du solltest dich sehr bewusst mit diesem Themenkomplex (Thema und Wortwahl) auseinandersetzen und hinterher nicht jammern, wenn keine Jobs kommen.</p>
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		<title>Stand-Up A-Z: W wie Wertigkeit [Video]</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 11:29:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KJ Deuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stand-Up A-Z]]></category>
		<category><![CDATA[bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Comedy]]></category>
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Nicht jeder Gag ist gleich viel wert. Wie habe ich das zu verstehen, bzw. wie soll man die bewerten?
Antworten gibt es im Videoclip. Einen ausführlichen Artikel zum Thema hatte ich im Juni gepostet.
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Nicht jeder Gag ist gleich viel wert. Wie habe ich das zu verstehen, bzw. wie soll man die bewerten?<br />
Antworten gibt es im <a href="http://blip.tv/file/1509995">Videoclip</a>. Einen ausführlichen <a href="http://www.deuserordie.de/2008/07/16/stand-up-a-z-w-wie-wertigkeit-von-gags/">Artikel zum Thema</a> hatte ich im Juni gepostet.</p>
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